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Weniger Futter als in Vorjahren– Landwirte warten auf Regen

Grimmen Weniger Futter als in Vorjahren– Landwirte warten auf Regen

Noch können viele Pflanzen die Trockenheit kompensieren, aber Niederschläge sind willkommen

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Für die Heuernte ist das trockene Wetter wie hier bei Tribsees ideal. Aber wenn es nicht regnet, wächst zu wenig Gras nach.

Quelle: Ines Engelbrecht/archiv

Grimmen. Mit Spitzenergebnissen bei der diesjährigen Ernte rechnet Christian Ringenberg nicht. Es ist zu trocken. Der Landwirt, der ebenso wie sein Zwillingsbruder Matthias Ringenberg Geschäftsführer der Papenhäger Landprodukte GmbH ist, wartet auf Regen.

Gerade mal 19 Liter Niederschlag pro Quadratmeter konnte Hartmut Ruhtz, Geschäftsführer der Stoltenhäger Agrarproduktions und Handel GmbH im Mai messen. Üblich seien zwischen 60 und 70 Liter. Da sind inzwischen auch bei den meisten Hobby-Gärtnern die Regentonnen längst leer. Und wer seinen kurzgeschnittenen Rasen hinterm Haus nicht wässert, hat schon bald eher eine Steppe als saftiges Grün.

„Es ist deutlich zu spüren, dass der Regen fehlt“, sagt Christian Ringenberg. In schwereren Böden, wie sie rings um Papenhagen bewirtschaftet werden, halte sich Feuchtigkeit länger und es würde zur Zeit noch gehen. Landwirte, die leichtere Böden oder sogar Sandböden beackern, hätten es schwerer.

Der Niederschlag fehle bei allen Kulturen. Beim Raps komme noch hinzu, dass ihn schon im Winter der Kahlfrost geschädigt habe, jetzt sei es die Trockenheit. „Und die Preise, die für Raps gezahlt werden, sind außerdem nicht gut“, sagt er. Aber noch seien er und seine Mitarbeiter in Papenhagen entspannt, etwa zwei Wochen könnten die Pflanzen auf hiesigen Böden die Trockenheit kompensieren und gut durchhalten. Ergiebige Niederschläge wären aber schon besser, räumt er ein.

Auch für das Futter für die Mutterkühe im Papenhäger Landwirtschaftbetrieb sieht Ringenberg noch keine Gefahr: „Es wächst natürlich weniger, aber wir haben genügend Grünflächen im Betrieb“, sagt er.

Weniger Futter als in anderen Jahren wurde beim ersten Schnitt auch für die Milchkühe und deren Nachwuchs im Stoltenhäger Agrarunternehmen geschnitten. „Aber sie bekommen genug“, beruhigt Hartmut Ruhtz. Jetzt müsse allerdings das Gras für den zweiten Schnitt wachsen. Und dafür braucht es eben Regen.

Auch für das Getreide sei Niederschlag jetzt wichtig, sagt Ruhtz. Noch vor zwei, drei Wochen hätten die Bestände besser ausgesehen als jetzt. Der Weizen schiebe Ähren und brauche Wasser, beschreibt er den gegenwärtigen Entwicklungsstand auf den Feldern. „Wir sind besorgt über die Trockenheit, aber noch seien die Pflanzen in der Entwicklung und vieles sei möglich.

Frühjahr 2016: Vorpommern am trockensten

Das trockenste Gebiet Deutschlands war im Frühling 2016 Vorpommern. Im Raum Grimmen beispielsweise fielen im Mai gerade einmal 19 Leter Niederschlag pro Quadratmeiter.

Mecklenburg-Vorpommern präsentierte sich im Frühling 2016 mit rund 85 l/m² (134 l/m²) als das trockenste und mit annähernd 550 Stunden (516 Stunden) als das sonnenscheinreichste Bundesland. Dies waren beim Niederschlag nur 64, beim Sonnenschein aber 106 Prozent des Solls.

Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen der Frühling nahezu ausnahmslos zu warm verlief, präsentierte sich der Frühling 2016 ausgeglichenen Temperaturen. Die Durchschnittstemperatur der drei Frühlingsmonate entsprach mit 8,5 Grad Celsius genau dem Mittel der Vergleichsperiode 1981 bis 2010.

Kaltluftvorstöße gab es dennoch. So war auch Pfingsten 2016 eher nasskalt – Pfingsten fiel übrigens im Grimmener Raum der bis gestern letzte Regen.

Während es im Nordosten zu trocken war, gab es im Süden zeitweise große Regenmengen. Dabei meldete am 29. Mai Gundelsheim, nördlich von Heilbronn, mit 122,1 l/m² die bundesweit höchste Summe des Tages.

Almut Jaekel

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