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Wohnungs-Service Miltzow: Leerstand sank auf ein Viertel

Miltzow Wohnungs-Service Miltzow: Leerstand sank auf ein Viertel

Brandshagen wird immer attraktiver / Auch Reinkenhagen legt zu

Miltzow. „Vor zwei Jahren, als wir die Wohnungsverwaltung Miltzow von der Gemeinde Sundhagen übernommen hatten, standen hier 136 Wohnungen leer, jetzt sind es noch 32“, sagt Herbert Hillebrand, der Eigentümer des Unternehmens, das jetzt Wohnungs-Service heißt.

 

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Auch im Ebereschenweg in Abtshagen gibt es derzeit keine freie Wohnung mehr. FOTO: REINHARD AMLER

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5,4 Millionen Euro investiert der in Deutschland einst als „Burgenkönig“ bekannt gewordene Immobilienunternehmer in die Wohnhäuser rund um Miltzow.

„Ich denke, dass es sich inzwischen herumgesprochen hat, dass wir hier gut sanierte Wohnungen mit reichlich Nebengelass in ländlich ruhiger Gegend anbieten“, erklärt der 76-Jährige sein Erfolgsrezept. Seine neuen Mieter kommen von überall, fügt er hinzu. Oft seien es Leute, die einmal hier gewohnt haben, wegen der Arbeit dann wegzogen und nun zur Rente wiederkehren, erklärt er. Aber es würden auch junge Familien nachfragen.

Zu den stark nachgefragten Orten in Sundhagen gehören neben Abtshagen, wo jetzt der Ebereschenweg komplett saniert und bezogen ist, auch Brandshagen und Reinkenhagen. Hier wurde jetzt die Hauptstraße 44 bis 46 fertig. Allein für Pflasterarbeiten im Außenbereich habe sein Unternehmen rund 50 000 Euro ausgegeben, erklärt Hillebrand. Neben attraktivem Nebengelass werde die im Ort vorhandene Infrastruktur immer wichtiger erklärt er.

Der Netto-Markt, der heute eröffnet wird, mache Brandshagen nahe Stralsunds weiter attraktiv. Der Miltzower Wohnungs-Service besitzt hier 56 Wohnungen. Davon seien 52 belegt, nur noch vier stünden leer, erklärt Hillebrand und ergänzt, dass er in Brandshagen vor zwei Jahren noch den größten Leerstand besaß. 2017 wird hier alles tipptopp saniert sein, einschließlich der neu erworbenen Immobilien, sagt er und benennt unter anderem die zwei Blöcke gegenüber des neuen Supermarktes.

Ausdrücklich lobt Hillebrand die Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Mit ihr gelang es in der Vergangenheit, kleinere Grundstücke zu tauschen, die zum Beispiel für Zufahrten zu den Hillebrand-Immobilien nützlich waren. In Reinkenhagen habe man in der Nähe des Sportplatzes ein Stück Land abgegeben und dafür anderswo eines dazu bekommen, sagt er.

Wenn in Brandshagen 2017 alles fertig ist – Hillebrand spricht von Ortserledigung – folgt Reinkenhagen. Hier sei zwar schon viel angepackt worden, aber eben noch nicht alles.

Reinkenhagen werde durch den Schulneubau enorm gewinnen, ist Hillebrand schon heute überzeugt. Umso wichtiger sei es, dass der Ort schnellstmöglich auch wieder einen Supermarkt bekommt. Der alte Konsum hatte bekanntlich zum 1. September schließen müssen. „Wir sind mit der Gemeinde in Gesprächen“, erklärt Hillebrand. Am liebsten, wäre es ihm, wenn ein neuer Supermarkt dort gebaut werden könnte, wo der alte jetzt noch steht. Aber das sei Privatland. Gelingt es nicht, es zu erwerben, würde Hillebrand eine Fläche anbieten, die weiter westlich in der Kurve liegt. Dort befindet sich noch eine alte Lagerbaracke, die ohnehin abgerissen werden soll.

Eigentlich sei die Fläche für Eigenheime vorgesehen. Aber der Platz würde auch für einen Supermarkt reichen. Hillebrand sagt, das es hier eine ähnliche Lösung geben müsse, wie in Brandshagen.

Auch in Grimmen ist das Unternehmen aktiv: in der Tribseeser Straße gehören Hillebrand zwei Blocks, in der Borstschewstraße einer. In der Stralsunder Straße sollen demnächst ebenfalls Häuser umgestaltet werden. „In Grimmen haben wir keine einzige leere Wohnung mehr“, so Hillebrand.

Hillebrand-Gruppe

Die Hillebrand-Gruppe ist deutschlandweit aktiv. 2014 übernahm sie damals kommunale Wohnungsverwaltung in Miltzow mit rund 700 Wohnungen.

Davon ist ein Großteil bereits saniert. Herbert Hillebrand hatte sich 2014 vorgenommen, alles in zehn Jahren erledigt zu haben. Nun sagt er, sollen sieben Jahre reichen.

Die Leerstände rund um Miltzow sanken von 2014 bis heute von 136 auf 32 Wohnungen. In Brandshagen gibt es beispielsweise nur noch vier leere Wohnungen, in Grimmen keine.

Reinhard Amler

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Wohnblock im Ebereschenweg in Abtshagen. Auch hier gibt es derzeit keine freie Wohnung mehr.

5,4 Millionen Euro investiert Immobilienunternehmer Herbert Hillebrand in die Wohnhäuser rund um Miltzow (Landkreis Vorpommern-Rügen). Vor zwei Jahren standen 136 von rund 700 Wohnungen des Unternehmens Wohnungs-Service leer, jetzt sind es noch 32.

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