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Grimmen Wittenhäger begeistert von ihrer Adventsmarkt-Premiere
Vorpommern Grimmen Wittenhäger begeistert von ihrer Adventsmarkt-Premiere
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00:00 28.11.2016
Nicht fehlen durfte beim ersten Wittenhäger Adventsmarkt auch nicht die Grundschule Abtshagen. Die Kinder boten ein kleines, vorweihnachtliches Programm.

Uwe Plog konnte es kaum fassen. Er war Sonnabend der Hauptgewinner der Tombola auf dem ersten Wittenhäger Adventsmarkt, für die 350 Lose zu je 2,50 Euro verkauft worden waren. Der Chef der Freiwilligen Feuerwehr Abtshagen darf nun zu einem Heimspiel des BVB nach Dortmund reisen und hat eine Hotelübernachtung inclusive. Aber wie kommt man nun in Wittenhagen zu zwei Karten für die Dortmunder Südtribüne, die immer ausverkauft ist? Eingerührt hat dies der Westfale Andreas Elsholz. Er hatte für den Adventsmarkt auch seine Halle zur Verfügung gestellt, die zum alten Wittenhäger Sägewerk gehört. „Irgend etwas Besonderes musste noch her“, erklärte er, „da fiel mir ein Kumpel ein, über den ich die Karten besorgt habe“, sagt er. Selber ist er seit vierzig Jahren Fan der Borussia.

„Wir wollen im alten Wittenhäger Sägewerk eine Manufaktur errichten, in der unter anderem hochwertige Öle hergestellt werden. Aus Früchten der Region.Andreas Elsholz, Unternehmer aus dem Ruhrgebiet, der das alte Sägewerk bei einer Auktion ersteigerte

Elsholz selber hat aber nun vor, mit seiner Frau Birgit nach Vorpommern zu ziehen, weil es ihm hier gut gefällt. Und er will sich in Wittenhagen auch engagieren, erzählte der aus der Fleischindustrie stammende Mann. „Wir wollen hier eine Manufaktur errichten, in der unter anderem hochwertige Öle hergestellt werden. Aus Walnüssen und anderen Früchten der Region“, erklärt er. Einen kleinen Vorgeschmack darauf konnte man am Stand der Familie Elsholz schon mal bekommen. Dort verkaufte Birgit Elsholz neben Walnussöl auch Walnussschnaps.

Es habe eine Weile gedauert, um in dem völlig herunter gekommenen Sägewerk, das zuletzt noch Parkettfabrik war, wieder einigermaßen annehmbare Zustände zu schaffen, erzählt der Unternehmen. Allein 300 000 Tonnen Stahl mussten entfernt werden. Seit 2008 liefen die Arbeiten.

Umso mehr waren die Wittenhäger am Sonnabend nun neugierig, wie sich das alte Werk jetzt darstellt. Sie stürmten regelrecht ihren ersten Adventsmarkt, der mit viel Liebe und Hingabe von einer Armada Freiwilliger vorbereitet worden war. Ob Freiwillige Feuerwehr, Schulförderverein,Volkssolidarität oder Grundschule - alle waren dabei und am Ende begeistert vom Zuspruch der Bevölkerung.

Bürgermeister Frederic Beeskow (Wählergemeinschaft) freute sich riesig über das gelungene Fest. Stolz stellte er alle vor, die sich mit ihren Ständen dort präsentierten. Und weil alles so gut lief und die Stimmung mit zunehmender Dauer immer besser wurde, war er sich mit vielen darüber einig, dass eine solche Veranstaltung eine Fortsetzung finden soll. Ob es am Ende wieder ein Adventsmarkt wird, werde man sehen. Denn in einem Jahr ist die jetzige Halle vielleicht schon Produktionsfläche, wenn die Pläne von Andreas Elsholz aufgehen. Sein Ziel ist es, zehn bis 15 Leute in seiner Manufaktur zu beschäftigen.

Auch im benachbarten Reinkenhagen waren die Bewohner Sonnabend auf den Beinen. Das aber vor allem am Abend, als die Familie Sadewasser hier ein Abschlussfeuerwerk abbrannte. Die Feuerwerker aus dem Ort zeigten insgesamt 38 Artikel, die sie auch zu Silvester anbieten wollen. Zuvor hatte die Feuerwehr Sundhagen eine Schauvorführung gegeben. In der Sporthalle gab es Angebote für Kinder.

Riesenzuspruch hatte Sonnabend und Sonntag auch der traditionelle Adventsmarkt in Schloss Griebenow, auf dem über 40 Händler ihre Produkte anboten.

Reinhard Amler

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