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Grimmen Wo ist der geheimnisvolle Goldschatz von Tante Muriel?
Vorpommern Grimmen Wo ist der geheimnisvolle Goldschatz von Tante Muriel?
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00:00 08.10.2016

Tür zu, Zeit läuft. Sofort bricht Hektik aus. Hemmungslos machen sich Jan, Ruth-Marie, Anja, Brian, Sabrina und Chris über das schummrig beleuchtete 1960er-Jahre-Wohnzimmer her, als hätten sie einen Durchsuchungsbefehl. Die Greifswalder Studienfreunde inspizieren Schubladen, nehmen Bilder von den stilecht tapezierten Wänden und auch die Medikamentenfläschchen im Schrank werden eingehend untersucht. „Habt ihr euch die Bücher angesehen? Und hat jemand den Schlüssel für diese komische Kiste hier?“ fragt Anja in die Runde.

Wonach sie und ihre Gruppe so angestrengt zwischen Globus, Schreibmaschine und Kittelschürze suchen, wissen sie selber nicht. Und wenn sie etwas finden, wissen sie nicht so recht, was sie da eigentlich in den Händen halten. Möglicherweise einen Hinweis? Sie müssen herausfinden, ob sie dieser einen Schritt näher an den Goldschatz ihrer Tante Muriel bringt. Innerhalb einer Stunde müssen die Spieler alle Geheimnisse gelüftet, alle Rätsel gelöst und alle Ergebnisse logisch zusammengefügt haben. Sie haben noch die Worte des Einweisers im Ohr: „Schafft ihr es nicht, kommt Onkel Horst und schnappt euch das Erbe eurer reichen Tante vor der Nase weg.“

So sieht das Szenario eines Abenteuerspiels aus, das seit Kurzem in Greifswald gemeistert werden kann. Es folgt dem Prinzip eines Escape Rooms. Ziel dabei ist es, einen Raum, in dem man gefangen ist, auszukundschaften und einen Weg zu finden, ihn zu verlassen. In Greifswald wird das variiert: Nicht die Flucht, sondern der Schatz ist das Ziel.

Hinter dem Escape Room stehen Michél Titze und Benjamin Kaliebe. Die beiden Neubrandenburger setzen auf junge Freizeit-Trends und betreiben in der Halle in der Herrenhufenstraße bereits das „Baltic Lasertag“ – ein futuristisches Action-Spiel, bei dem die Teilnehmer in einer mit Laserpistolen Jagd aufeinander machen.

„Die Geschichte und die Rätsel haben wir von einer spezialisierten Firma entwickeln lassen“, berichtet Titze. Escape Romms würden zurzeit überall in der Republik entstehen, die Firma habe schon 60 Mitarbeiter. Der Greifswalder Raum ist der erste und bislang einzige in Mecklenburg-Vorpommern. Aber nicht mehr lange: „In Kürze wollen wir einen zweiten Raum nebenan aufmachen“, sagt Titze. Auf der Internetseite heißt es dazu, dass ein Hackerangriff die Bewohner Greifswalds in Angst und Schrecken versetzt und die Spieler eine Katastrophe abwehren müssen.

Aber zurück ins Jahr 1960. Während im Hintergrund deutscher Schlager dudelt, kommt die Gruppe nicht mehr weiter. Eine halbe Stunde haben sie noch. Dann klingelt das Telefon. Anja nimmt den Hörer ab. „Die Tante habe es sich gerne gemütlich gemacht und Tee getrunken, hat der Anrufer gesagt“, berichtet sie. Der Tipp bringt die Gruppe weiter. Wenig später haben sie Nummern, Symbole und Farben, doch das alles ergibt keinen Sinn. Oder doch? „Ich bin gerade etwas raus“, meint Anja, doch dann klingelt wieder das Telefon. Insgesamt vier Mal lassen sich die Greifswalder helfen. Am Ende rechnen sie alle gemeinsam. „Schnell“, ruft jemand. Die Spannung steigt. „Wir haben nur noch 30 Sekunden!“ Jan diktiert Sabrina Zahlen. Aber was ist mit der letzten? Jan ist sich nicht sicher, Sabrina tippt etwas ein. Es ist ihre letzte Chance. Aber alles passt. Sie haben den Schatz!

Kai Lachmann

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