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Grimmen Zum Abschied: Block wird barrierefrei
Vorpommern Grimmen Zum Abschied: Block wird barrierefrei
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00:05 22.12.2017
Kornelia Thymian wird von Stadtpräsident und Wirtschaftsminister Harry Glawe verabschiedet. Quelle: Fotos: Almut Jaekel
Grimmen

Nach 32 Jahren ist jetzt Schluss. Der Vorstand der Grimmener Wohnungsgenossenschaft, Kornelia Thymian, verabschiedete sich gestern in den Ruhestand.

Kornelia Thymian genießt nach 32 Jahren in der Wohnungs- genossenschaft den Ruhestand.

1957 gegründet

1211 Wohnungen gehören zum aktuellen Bestand der Wohnungsgenossenschaft Grimmen.

Etwa 20 Prozent davon stehen derzeit leer.

5 Mitarbeiter sind in der Verwaltung der Genossenschaft tätig.

Der 26. Juni 1957 ist das Gründungsdatum der ersten Grimmener Wohnungsgenossenschaft.

„Ich will nicht viele Worte machen, dafür bin ich viel zu nah am Wasser gebaut“, sagte die scheidende Chefin zu Beginn ihrer feierlichen Verabschiedung im Restaurant „Markt 7“, zu der zahlreiche Gäste gekommen waren. Nur so viel: Die Genossenschaft, ihre Mitglieder und Mitarbeiter werden ihr auch weiter am Herzen liegen. „Und ich bin froh, dass wir gerade jetzt noch ein großes Projekt auf den Weg gebracht haben. Wir rüsten einen Wohnblock in der Orenburger Straße komplett um“, erklärte sie. Das Gebäude erhalte Fahrstühle, Wohnungszuschnitte werden komplett verändert, so dass nach den Arbeiten den Bewohnern ein absolut barrierefreier Wohnblock zur Verfügung stehe.

Kornelia Thymian hat seit 1985 in der Genossenschaft Zeiten mitgemacht, in denen Wohnungen Mangelware waren. „In Grimmen herrschte zu Beginn ja regelrechter Wohnungsnotstand.“ Dann kam der Bauboom in Südwest und 1988 der letzte für die Wohnungsgenossenschaft fertiggestellte Block. Und jetzt kämpft das Unternehmen unter anderem gegen Leerstand.

In Zukunft will Kornelia Thymian die Geschicke der Wohnungsgenossenschaft aus der Ferne beobachten. „Und vielleicht mal ein bisschen begleiten“, will sie dann doch nicht komplett Abschied nehmen.

„Ich hoffe auch, dass Kornelia Thymian öfter an ihrer alter Wirkungsstätte vorbeischaut und mit ihren Ratschlägen hilft“, sagte Stadtpräsident und Mecklenburg- Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. Denn mit ihrem Engagement, und auch weil es manchmal gar nicht so einfach gewesen wäre, mit ihr zu verhandeln, habe sie die Genossenschaft und damit die Stadt Grimmen voran gebracht. In vielen Telefonaten habe er selbst erfahren, wie zielstrebig die Grimmenerin vorgeht. Und so hätten manche dieser Telefonate am Ende zu anderen Entscheidungen geführt, als es ursprünglich geplant gewesen war. Auch die neueste Maßnahme – der Umbau des Wohnblockes in der Orenburger Straße – sei eine wichtige Entscheidung, um zu garantieren, dass die älter werdenden Grimmener in ihrem gewohnten Wohnumfeld bleiben können, begrüßte Glawe die Pläne. Und für all diese Arbeit möchte er einfach Danke sagen.

Das Engagement von Kornelia Thymian würdigte auch der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Holger Wodzig. Mit ganzem Herzen habe sie die Geschicke der Genossenschaft geleitet, „manchmal vielleicht sogar ein wenig zu emotional“, verrät er.

Bis Ende des Jahres kann Kornelia Thymian den letzten Urlaub ihres Berufslebens genießen, denn erst im Januar beginnt ihr Ruhestand. „Mit Ruhe wird es aber erst einmal nichts“, sagt sie. Denn im Februar feiere ihr Mann seinen 65. Geburtstag und bis dahin habe sie noch ganz viel vorzubereiten. Unter anderen sortiere sie deshalb etliche Stapel an Fotoalben aus den vergangenen Jahrzehnten.

Langweilig werde ihr also vorerst bestimmt nicht.

Almut Jaekel

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