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Grimmen Zurück in die Steinzeit
Vorpommern Grimmen Zurück in die Steinzeit
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00:00 18.04.2013
Das Feuer im Steinzeitlager darf nicht ausgehen. Daf�r werden Tag und Nacht Wachen eingeteilt. Fotos (3): Almut Jaekel
Nehringen

Ole Marten-Böse schwingt die Axt über dem Hauklotz, als würde er nie etwas anderes tun. Dabei ist er ein Großstadtkind. Ebenso wie seine 22 Mitschüler aus der Kooperativen Gesamtschule Südstadt (KGS) Rostock ist er nach Nehringen in das Jugendgästehaus „Graureiher“ gereist — und gleichzeitig zurück in die Steinzeit.

In der Jugendbegegnungsstätte direkt an der Trebel gibt es in diesen Tagen das 10. Steinzeitlager. „Sand an den Füßen und Asche vom Lagerfeuer im Gesicht — das ist etwas, das unsere Stadtkinder sonst nicht haben“, sagt Kristina Städtke, eine der beiden Klassenleiterinnen. Ihre Kollegin, Kathrin Reiß, sitzt derweil am Lagerfeuer und schnitzt mit einigen Mädchen Flöten. Das richtige Stückchen Holz dafür stammt von Ole, der die Zweige per Axt nicht nur fürs Feuer, sondern auch für die Schnitzarbeiten vorbereitet.

Für drei Tage sind die Rostocker nach Nehringen gekommen. Und eine der ersten Aufgaben der drei neuen Steinzeitsippen war es, ein Feuer zu entzünden und es Tag und Nacht aufrechtzuerhalten. „Es gibt Wachen, die dafür sorgen, dass das Feuer nie ausgeht“, erklären Angelique Schneeberg und Henriette Brehmer. Sie selbst seien fürs Kochen zuständig. Denn abends gibt es nur das, was die Kinder gemeinsam überm Feuer kochen und — noch wichtiger — zuvor an Lebensmitteln erjagt haben. Zwar gehen sie dabei unter anderem auch mit Pfeil und Bogen vor, doch wirklich erlegt werden weder Reh noch Hase. Fürs treffsichere Schießen gibt es Nahrung. Auch als das selbstgebaute Floß sicher über die Trebel schippert, wartet am anderen Ufer ein Eimer mit Essen auf Ole Marten-Böse und Steven Wegner als Besatzung. „Auf der Rückfahrt sind die beiden dann aber ins Wasser gefallen“, sagen die Mädchen nicht ganz ohne Schadenfreude.

Unterstützt werden die Lehrerinnen bei dieser untypischen Klassenfahrt von der Fremdsprachenassistentin Rosalie Kean. Die Kanadierin absolviert eine freiwillige Zeit an der Rostocker Schule und bringt nicht nur ihr Wissen über Camping und Kanufahren ein, sondern sorgt durch die Übersetzungen ins Englische auch dafür, dass das Steinzeitlager diesmal zweisprachig ist. Für die Organisation vor Ort verantwortlich ist Jürgen Leven, Sozialarbeiter und Erlebnispädagoge des gastgebenden Storchennest e. V. Und die Erlebnispädagogik, die erlaubt, dass Kinder sich beispielsweise im Kanu zusammenraufen müssen, die sich sonst eher nicht anschauen, hat es Kristina Städtke besonders angetan. „Wir sind hier als Lehrer eher Beobachter, erleben die Schüler ganz anders als in der Schule“, sagt sie und ist sehr angetan von diesem Angebot, das sie auf jeden Fall weiterempfehlen will. Vom Wetter total begeistert zeigen sich Joanna Slawow und Anne-Marie Oldorf. „Es macht Spaß und ist was anderes, als immer nur in der Stadt zu sein“, sind sie sich einig. Und man könne so viel ausprobieren, sagen die beiden, ziehen sich kurzerhand ein paar Leinensäcke über, malen sich mit Asche das Gesicht an und tanzen einen improvisierten Bogentanz.

Wasserwandern inklusive

28 Plätze bietet das Bettenhaus des Jugendgästehauses in Nehringen. Sie verteilen sich auf sieben Zimmer. Der rund 50 Quadratmeter große Gruppenraum kann auch für private Feiern gebucht werden.

 

Betreiber der Einrichtung ist der Verein Jugendhaus Storchennest in Niepars. Geleitet wird das Nehringer Jugendgästehaus von der Techlinerin Birgit Braun.


Zum Komplex gehört der Wasserwanderrastplatz an der Trebel. Dort kann man Kajaks und Kanadier ausleihen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, in Blockhäusern bzw. auf dem Zeltplatz (mit maximal 25 Stellplätzen) zu übernachten.


Kontakt: ☎ 038 334 / 80 311,

Email: info@jgh-graureiher.de

Almut Jaekel

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