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Grimmen Zwei neue Gesichter im Grimmener „Glücksklee“
Vorpommern Grimmen Zwei neue Gesichter im Grimmener „Glücksklee“
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00:01 27.01.2018
Mariana Puica lebt seit sechs Jahren in Grimmen. Die Rumänin arbeitete zuvor in einer Fabrik als Schneiderin. FOTOS (2): RAIK MIELKE
Grimmen

Mit einem Lächeln im Gesicht sitzt Mariana Puica an der Nähmaschine in den Räumen des „Glücksklee“, der Kleiderkammer der Arbeiterwohlfahrt.

Awo-Leiterin Elfi Marder will mit neuem Team mehr öffentliche Arbeit

Man merkt der gebürtigen Rumänin den Spaß an der Arbeit an. „Ich habe schon 15 Jahre in einer Fabrik in meinem Heimatland als Schneiderin gearbeitet. Jetzt freue ich mich, hier eine neue Arbeit gefunden zu haben“, sagt die seit sechs Jahren in Grimmen lebende Frau. Wenige Meter weiter zeigt Kerstin Becker gerade einer Kundin verschiedene Winterjacken. „Es macht mir so viel Spaß, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Ich bin sehr froh, dass ich die Chance bekommen habe, in der Kleiderkammer zu arbeiten“, sagt die Grimmenerin voll Freude. Die beiden Frauen bilden das neue Team in der Kleiderkammer.

„Seit 2005 gibt es diesen Anlaufpunkt in unseren Räumlichkeiten“, erklärt Elfi Marder, Leiterin der Arbeiterwohlfahrt in der Trebelstadt. Damals haben Doris Lemke und Ruth Knoblich die Kleiderkammer mit aufgebaut und in ehrenamtlicher Arbeit sehr tolle Arbeit geleistet. „Im Dezember mussten wir die beiden schweren Herzens in den Ruhestand verabschieden. Wir sind sehr dankbar für das Geleistete“, sagt Elfi Marder und betont: „Ein neues Team kann aber zugleich frischen Wind reinbringen und Veränderungen bewirken.“

Die Leiterin der Grimmener Arbeiterwohlfahrt möchte mit Kerstin Becker und Mariana Puica wieder mehr Öffentlichkeitsarbeit anstreben. „Wir wollen mit dem neuen Team wieder häufiger Modenschauen durchführen und neben der Pflege von bestehenden Kontakten vor allem auch neue knüpfen“, erklärt Elfi Marder. Aktuell hat das „Glücksklee“ an den drei Öffnungstagen bis zu 70 Kunden, die sich in der Kleiderkammer umsehen. Die angebotenen Kleidungsstücke kommen vor allem aus Läden der Hansestädte Greifswald, Stralsund und Rostock, aber auch aus Privathaushalten der Trebelstadt. „Dies sind beispielsweise Sachen, die im Schlussverkauf übrig geblieben sind oder die kleine Fehler haben“, sagt Elfi Marder. In der Kleiderkammer werden diese dann repariert, bevor sie zum kleinen Preis zum Verkauf angeboten werden. Sich im „Glücksklee“ umschauen, das darf jeder. „Wir kontrollieren hier keinen. Jeder muss für sich entscheiden, ob er die Kleiderkammer in Anspruch nimmt“, sagt Elfi Marder.

Wie die Leiterin erklärt, sind besonders Kindersachen beliebt und immer nachgefragt. „Wir gucken allgemein, dass wir immer eine Kollektion für die kalte und eine für die warme Jahreszeit anbieten“, sagt sie. „Wer eine Kleiderspende abgeben möchte, kann einfach an unseren drei Öffnungstagen in die Kleiderkammer kommen“, so Elfi Marder.

Öffnungszeiten

Das Geschäft „Glücksklee“ in den Räumen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Straße der Solidarität hat dreimal in der Woche geöffnet.

Dienstags und Donnerstags ist der Laden für Bekleidung von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 14.30 Uhr geöffnet.

Am Mittwoch können Kunden in der Zeit von 9 Uhr bis 12 Uhr shoppen.

Kleiderspenden werden während der Öffnungszeiten angenommen.

Telefon: 038326 / 67 20

Angebot: Bekleidung aller Art, Spielzeug und Kleinmöbel

Raik Mielke

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