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Zwischen Immergut und Halloren-Kugeln

Wittenhagen Zwischen Immergut und Halloren-Kugeln

Über 80 meist ostdeutsche Hersteller präsentierten sich gestern auf der Bela- Produktmesse in Wittenhagen

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Torsten (l.) und Heiko Klar boten gestern Wildbret aus Vorpommern an. Die beiden Brüder wollen in vierzehn Tagen in Neuendorf (Gemeinde Süderholz) einen Hofladen eröffnen.

Quelle: Fotos: Reinhard Amler

Wittenhagen. Der Osten lebt. Und wie! Diesen Eindruck konnte man gestern beim Rundgang auf der 22. Bela-Produktemesse in Wittenhagen gewinnen. Denn wohin das Auge auch blickte, überall tauchten bekannte Namen auf: Rotkäppchen-Sekt, Immergut-Kondensmilch, Halloren-Kugeln, Sachsen-Obst, Halberstädter Würstchen, Kathi-Kuchenmehl, Möwe-Teigwaren und natürlich die Schlager-Süßtafel.

OZ-Bild

Über 80 meist ostdeutsche Hersteller präsentierten sich gestern auf der Bela- Produktmesse in Wittenhagen

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Wir bemühen uns ständig, mit frischen Ideen auf Verände- rungen im Handel zu reagieren.“Mathias Scheunemann, Bela-Niederlassungsleiter in Wittenhagen

Letztere gibt es jetzt sogar mit Mandelgeschmack. Ingo Fähs von „Zetti“ aus Zeitz stellte die Neuheit in Wittenhagen vor und fand dafür viele Interessierte. Auch die zu DDR-Zeiten berühmte Bambina-Schokolade fehlte nicht. Sie gibt es jetzt auch als Vater-Mutter-Kind-Version im Dreierpack mit Eierlikör und Eier-Mascarpone.

„Wir sind mit dem Zuspruch sehr zufrieden“, sagte Martina von Nüss aus Halle, die am Halloren-Stand die Heidelbeer-Schoko-Version der berühmten Halloren-Kugeln als Neuheit vorstellte.

Bis zum Nachmittag drängten sich gestern Hunderte Ausstellungsbesucher durch die Wittenhagener Hallen. Das waren vor allem Vertreter kleinerer und mittlerer Märkte aus den neuen Bundesländern. Sie nutzten die Messe, um Produkte anzusehen, zu kosten und für sich listen zu lassen.

Gisela Mitschker war eine davon. Die Mittfünfzigerin hat ein kleines Lebensmittelgeschäft in Wiek auf Rügen. Am Stand von Martin Westenhoff, der polnische Spezialitäten anbot, ließ sie sich von einem Birkensaft mit Minze überzeugen. Den will sie künftig in ihr Sortiment aufnehmen. Westenhoff meinte, dass der Saft sich gut in Cocktails mischen lasse und sogar als Sauna-Aufguss tauge.

Großen Ansturm an ihrem Stand erlebten auch Torsten und Heiko Klar aus Neuendorf. Die beiden Männer aus Süderholz, selber passionierte Jäger, wollen in vierzehn Tagen einen Hofladen für Wild eröffnen. Da gibt es dann Fleisch von selbst geschossenen Tieren, sagte Torsten Klar. „Wir kaufen aber auch zu“, erklärte er und zählte das Uni- und Stadtforstamt in Greifswald sowie die Forstämter Schuenhagen und Jägerhof als Partner auf.

77 Anbieter waren gestern in Wittenhagen, 16 davon kamen aus Mecklenburg-Vorpommern. Zugegen waren auch Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) und Vorpommern-Rügens Landrat Ralf Drescher (CDU) sowie Abtshagens Bürgermeister Frederic Beeskow (Wählergemeinschaft). Sie fachsimpelten viel mit den Ausstellern und naschten nebenbei auch ordentlich.

Bela-Niederlassungschef Mathias Scheunemann freute sich sichtlich über das Interesse, das den gesamten Tag über auf der Messe anhielt. „Wir genießen hier tolleWirtschaftsbedingungen und viel Unterstützung seitens der Politik“, sagte er. Bela setze auch unter zunehmendem Wettbewerbsdruck voll auf die kleinen Kaufleute vor Ort“, betonte er. „Damit werden Dörfer belebt und Arbeitsplätze geschaffen“.

Seit nunmehr 25 Jahren ist Bela am Standort Wittenhagen, wo sich einst ein DDR-Staatsreservelager befand. Da zum Vertriebsgebiet mittlerweile alle neuen Bundesländer, einschließlich Berlin, gehören, sei Wittenhagen zwar nicht mehr idealer geografischer Ausgangspunkt, gab Scheunemann zu. „Aber wir haben uns nun mal dafür entschieden und in den letzten Jahren hier kräftig investiert. Deshalb hat Wittenhagen auch weiter seine Zukunft“, betonte er. Und deshalb bemüht sich sein Team, zu dem immerhin 200 Arbeitskräfte gehören, auch mit frischen Ideen auf Veränderungen im Handel zu reagieren.

Seit etwa einem Jahr beliefert Wittenhagen jetzt auch mehrere namhafte Online-Händler. Jüngst startete ein neues Projekt mit dem Leipziger Start-up-Unternehmen „Wellonga“. Dahinter verbirgt sich ein regionaler Online-Bestell- und Lieferservice mit 6 000 Artikeln. Er wurde auf der gestrigen Messe erstmals vorgestellt.

12 000 Artikel Sortiment

200Mitarbeiter sind derzeit am Standort Wittenhagen beschäftigt.

12 000 Artikel des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Frischeprodukte, Tabakwaren, Spirituosen, Süßwaren sowie Drogerieartikel, Obst, Gemüse und Blumen) gehören zum Sortiment.

700Kunden , davon 250 in Mecklenburg-Vorpommern, werden von Wittenhagen aus beliefert. Dazu gehören unter anderem die famila-Warenhäuser, Markant-Märkte, der Konsum in Dresden und auch zahlreiche Tankstellen. Ein Großteil der Kunden sind jedoch selbständige Einzelhändler.

25 eigene Lkw gehören zum Fuhrpark. Darunter drei Spezial-Doppelstock-Lkw für Langstrecken-Transporte. Es gibt 30 Fahrer. Bela in Wittenhagen existiert seit 1991.

Reinhard Amler

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