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1500 Unterschriften für Erhalt der Schulsozialarbeit

Stralsund 1500 Unterschriften für Erhalt der Schulsozialarbeit

21 Stellen in der Schulsozialarbeit Vorpommern-Rügens sind in Gefahr. Für den Erhalt dieser Jobs haben die Stralsunder Schulsozialarbeiter jetzt 1500 Unterschriften gesammelt und an Landrat Ralf Drescher (CDU) übergeben.

Stralsund. Die Stralsunder Schulsozialarbeiter haben 1500 Unterschriften für den Erhalt etlicher Stellen von Kollegen in der Hansestadt und im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen gesammelt und an Landrat Ralf Drescher (CDU) übergeben. Unterzeichnet haben unter anderem Lehrer, Eltern und Schüler, die damit ein Zeichen für die Bedeutung der Schulsozialarbeit setzen wollten. „Uns geht es nicht um unsere Jobs. Was wir tun, ist einfach wichtig für die Kinder und damit die Zukunft unseres Landes“, sagt Hans-Georg Dambeck, der an der IGS Grünthal arbeitet und Sprecher der AG Schulsozialarbeit Stralsund ist.

Hintergrund ist, dass für 21 der insgesamt 52 Stellen in ganz Vorpommern-Rügen schon im Herbst die Finanzierungsgrundlage wegbricht. Diese Jobs wurden zum Großteil 2015 geschaffen und seitdem mit übrig gebliebenen Mitteln aus dem sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket bezahlt. Dieses Geld ist jedoch in wenigen Monaten verbraucht. Die Landesregierung hat zwar 1,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Lücke irgendwie auszugleichen – doch das Geld wird an alle Landkreise verteilt und reicht deshalb hinten und vorne nicht. In Vorpommern-Rügen fehlen nach Angaben der CDU-Fraktion im Kreistag rund 700000 Euro.

Jobs von Schulsozialarbeitern an der Montessori-Grundschule „Lambert Steinwich“, der Juri Gagarin Grundschule, der Karsten-Sarnow-Grundschule und des Schulzentrums am Sund sind laut Hans-Georg Dambeck deswegen in Gefahr. „Gerade an Grundschulen ist die Arbeit wichtig, denn schon da beginnen die Probleme. Das kommt sonst alles geballt bei den weiterführenden Schulen an“, sagt er.

Die Leute kümmern sich beispielsweise darum, wenn die Kids im Internet gemobbt werden, bei Drogenproblemen oder familiären Sorgen. „Wenn es uns nicht gäbe, gehen die Probleme an die Lehrer weiter.

Und die haben heutzutage eigentlich keine Zeit dafür“, sagt Dambeck.

Mittlerweile scheint sich jedoch eine Lösung für den Erhalt der Stellen abzuzeichnen. Der Kreistag hat den Landrat per Beschluss dazu aufgefordert, Verhandlungen mit den Trägern der Schulen, also den Kommunen, aufzunehmen. Ziel ist es, dass sich Kreis und Gemeinden die Kosten zu gleichen Teilen aufteilen. Dazu müssen die aber auch mitspielen. In Stralsund hat es bereits in der vergangenen Woche einen entsprechenden Gesprächstermin gegeben.

Für Landrat Drescher kann dies jedoch allenfalls eine Zwischenlösung sein. „Es kann nicht das Prinzip sein, dass der Landkreis einspringt, wenn das Land etwas nicht finanziert.“ Laut Alexander Kujat, Sprecher des Schweriner Sozialministeriums, gibt es derzeit jedoch keine Pläne, die bereits bewilligten Mittel noch einmal aufzustocken.

Alexander Müller

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