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Ribnitz-Damgarten Vom Stadt- und Landboten zur Ostsee-Zeitung
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Vom Stadt- und Landboten zur Ostsee-Zeitung
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21:47 26.11.2018
Axel Attula vom Freundeskreis Kloster- und Stadtgeschichte eröffnete den Vortragsabend im OZ-Service-Center. Quelle: Robert Niemeyer
Ribnitz-Damgarten

Die Zeitung gehört zu den ältesten existierende Medien der Welt. Erstmals Nachrichten auf gedrucktem Papier gab es in Ribnitz vor fast genau 170 Jahren. Am 6. Januar 1849 erschien die Nummer eins des Stadt- und Landboten. Aus diesem Anlass veranstaltete am Montagabend der Freundeskreis Kloster- und Stadtgeschichte einen Vortragsabend. Gut 70 Gäste verfolgten im OZ-Service-Center in Ribnitz die Ausführungen von Axel Attula, Vorsitzender des Freundeskreises, Jan Berg, Historiker aus Damgarten, Edwin Sternkiker, Redakteur der OZ-Lokalredaktion, Herbert Kammel, langjähriger OZ-Verlagsleiter, Jan Baginski, von 1990 bis 1992 Redaktionsleiter in Ribnitz-Damgarten, und Andreas Ebel, OZ-Chefredakteur.

„Ein wichtiger Name der Zeitungsgeschichte in Ribnitz ist Andreas Beig“, erzählte Axel Attula. Beig war Drucker und erster Herausgeber des Stadt- und Landboten. „Wo kein Kampf ist, ist keine Reibung, wo keine Reibung, ist kein Feuer“, lautete seinerzeit Beigs Motto, berichtete Axel Attula davon, dass der Bote für die damalige Zeit ein modernes und progressives Blatt war.

Das änderte sich 1933, als der Stadt- und Landbote dem Einfluss der Nationalsozialisten anheimfiel, wie Edwin Sternkiker berichtete. Verleger war Max Kogge, „er war stramm deutsch-national eingestellt“, so Sternkiker. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, das gleichzeitig auch das Ende des Stadt- und Landboten war.

Auch in Damgarten gab es Versuche, eine Zeitung zu etablieren, berichtete Jan Berg. So hatte Herausgeber Andreas Pfister 1911 das Damgartener Wochenblatt gegründet. 1915 wurde er eingezogen, das Ende des Wochenblatts. 1919 kehrte er zurück, gründete die Damgartener Zeitung, die nach zweieinhalb Jahren eingestellt wurde. Keine zwei Jahre hielt es auch die Damgartener Post am Markt, die 1928 und 1929 erschien.

Am 15. August 1952 erschien schließlich die erste Ausgabe der Ostsee-Zeitung. Herbert Kammel gab einen Einblick in das Verlagswesen der OZ. Noch bis 1990 wurden Texte beispielsweise per Fernschreiber empfangen.

Wie bewegt die Zeit der Wende war, davon berichtete Jan Baginski. „Diese Zeit hat mich sehr geprägt. Ich bin sehr dankbar dafür“, sagte er. Wegweisende Themen waren seinerzeit die Runden Tische nach der Auflösung des Rates des Kreises bis zur Neuwahl eines Kreistages oder auch der Lärm der sowjetischen Flugzeuge auf Pütnitz.

Dass die Ostsee-Zeitung nach wie vor die Stimme der Heimat ist, betonte OZ-Chefredakteur Andreas Ebel. Gleichzeitig stehe die Print-Branche vor der wohl „größten technischen Revolution überhaupt“, so Ebel. Das Internet verändere die Lesegewohnheiten der Menschen. Und in Zeiten von Fake News und Lügenpresse-Vorwürfen sei der Journalismus wichtiger den je.

Robert Niemeyer

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