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Ribnitz-Damgarten 4800 Betonplatten verlassen den Nationalpark
Vorpommern Ribnitz-Damgarten 4800 Betonplatten verlassen den Nationalpark
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17:15 12.01.2018
Auf einer Strecke von 1,4 Kilometern wird der Leuchtturmweg im Darßwald modernisiert. Quelle: Richter, Timo
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Bagger-Brummen und Lkw-Verkehr im Nationalpark lassen Spaziergänger derzeit staunen. Der Betonplattenweg zwischen k-Gestell, einer große Kreuzung im Nationalpark, und dem Natureum Darßer Ort (Landkreis Vorpommern-Rügen) wird modernisiert. Zwischen 4500 und 4800 Betonplatten werden ausgebaut. Drei kleinere Lkw transportieren die Platten aus dem Nationalpark hinaus. Jeweils ein Dutzend Platten werden mit jeder Fuhre aus dem Nationalparkwald gebracht. Die Platten werden auf einem kleineren Parkplatz am Bernsteinweg zwischengelagert. Die Kurverwaltung des Ostseebades Prerow hat die Fläche zur Verfügung gestellt.

Betonbruch als Unterbau

Große Lkw holen die Betonplatten dort schon bald ab, um sie zum Schreddern nach Rostock zu kutschieren. Der Betonbruch bildet dann den Unterbau für den modernisierten Weg. Weil das Material der ausgebauten Betonplatten nicht reicht, muss zusätzlicher Betonbruch herangeschafft werden. Auf diesen Unterbau kommt dann eine spezielle Oberfläche, eine sogenannte hydraulisch gebundene Tragdeckschicht. Dabei handelt es sich um eine kostengünstige Ausbauform für ländliche Wege, die ökologische Forderungen weitgehend erfüllt, wie Annette Beil vom Nationalparkamt sagt.

Drittes Projekt im Darßwald

Knapp 400 000 Euro kostet das Unterfangen – das dritte dieser Art innerhalb des Nationalparkwaldes auf dem Darß. Großzügig gefördert wird das Vorhaben mit Geld von der Europäischen Union zur Entwicklung ländlicher Räume. Ohne Förderung wäre die Holperstrecke nicht modernisiert worden. Nach mehr als 50 Jahren Liegezeit und starker Beanspruchung haben sich die Platten verschoben, viele sind gebrochen. Angesichts der erheblichen Nutzung durch Urlauber – der Weg ist der Hauptzugang zum Natureum Darßer Ort mit mehr als 100 000 Besuchern und einem Vielfachen von Naturfreunden im Wald – musste der 1,4 Kilometer lange Abschnitt dringend modernisiert werden. Nach den Arbeiten sieht Annette Beil ein erheblich verbessertes Naturerleben – und das auch noch barrierefrei. Das sei dem Nationalpark und dem Natura 2000-Gebiet würdig, wie die Mitarbeiterin des Nationalparkamtes sagt.Problem war, die Kutschen können dürfen über den neuen Weg nicht mehr fahren. In Gesprächen mit den Betreibern der Pferdewagen wurde laut Annette Beil schnell eine Lösung gefunden. Die Pferdefuhrwerke rollen künftig über den parallel zum neuen Weg verlaufenden Rad- und Wanderweg. Dass es zu Engpässen auf der alten Strecke kommen wird, sieht Annette Beil nicht. Die Radfahrer würden auf den modernisierten Weg ausweichen, wohl auch viele Wanderer. Die Kutschen hätten damit freie Fahrt auf dem unbefestigten Weg.

Freigabe ist Ende März vorgesehen

Zwei Wochen werden für den Ausbau der alten Betonplatten veranschlagt. Insgesamt soll die Bauzeit acht Wochen nicht überschreiten, wie Annette Beil sagt. Die spezielle Oberfläche kann nur frostfrei eingebaut werden, brauche dann auch noch einige Tage Ruhezeit überhalb des Gefrierpunktes. Ende März, wenn es die Witterung zulässt, soll der betroffene Abschnitt des Leuchtturmweges wieder uneingeschränkt nutzbar sein.Die Modernisierung des Abschnitts des Leuchtturmweges ist das dritte Projekt dieser Art innerhalb des Darßwaldes. Den Anfang machte die Sanierung des Mecklenburger Weges. Damals war eine mobile Schredderanlage an die Baustelle platziert worden. Kein guter Plan, wie sich damals herausstellen sollte, versank die Maschine aufgrund der Vibrationen doch nach und nach im Erdboden. Bei der Sanierung des sogenannten kleinen k-Gestells wurde die Schredderanlage außerhalb des Nationalparkwaldes auf einer Weide nahe der Baustelle hingestellt. Nun werden die Betonplatten in Rostock gebrochen.

Timo Richter

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