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Ribnitz-Damgarten 542 Rinder trotzen frostigen Temperaturen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten 542 Rinder trotzen frostigen Temperaturen
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16:14 08.02.2018
Weil Rinder des Gut Darß trotz deutlicher Minusgrade auf der Weide stehen, erfolgte eine Anzeige beim Veterinäramt. Quelle: Richter Timo
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Born

Für Rinder auf der Weide herrschen derzeit nahezu Idealbedingungen. Das stellt der Leiter der Tierproduktion des Gut Darß, Thomas Möhring, fest. Das wird auch anders gesehen. Weil Tiere trotz frostiger Temperaturen draußen stehen, erfolgte eine Anzeige beim Veterinäramt. Von dessen Seite wurden die Bedingungen für die Tiere in Augenschein genommen – und für gut befunden, wie Möhring sagt.

Täglich frisches Futter

Der aktuelle Frost mache den Rindern nichts aus. Erst bei Temperaturen unterhalb von 25 Grad über mehrere Tage hinweg könnte es für die Tiere auf der Weide kritisch werden. Davon könne derzeit nicht die Rede sein, dazu komme die trockene Witterung, sagt Thomas Möhring. Den Rindern werde täglich frisches Futter vorgelegt, ein Teil der Weiden sei mit frostsicheren Tränken ausgestattet. Die übrigen Tränken werden von eis freigehalten. Denn angesichts der aktuellen Trockenheit benötige ein Rind zwischen 50 und 60 Liter Wasser jeden Tag.

Trockene Liegeflächen wichtig

Wichtig seien zudem trockene und windgeschützte Liegeflächen für die Tiere. Auch das werde täglich kontrolliert. Nach Hinweis des Veterinäramtes würden diese Plätze zum Teil sogar noch vergrößert, wie der Leiter der Tierproduktion sagt.Die Rinder im Freien sind allesamt auf Weideflächen nahe des Gutes,um die im Notfall, etwa bei einem kritischen Wetterumschwung rasch in die Ställe bringen zu können. Liegeflächen, Tränken und Futterstellen werden bewusst nah beieinander angelegt, sagt Möhring. Nach der zurückliegenden Nässezeit seien viele Böden zertreten und zerfahren. Nun ist der Boden zumTeil gefroren, für die Rinder ist ein Laufen darauf ziemlich beschwerlich.

542 Rinder stehen im Freien

Dass es den Rindern auf den Weiden gut gehe, sei offensichtlich. „Da ist kein mageres Tier darunter“, betont Thomas Möhring. „Die Tiere auf der Weide sind gesund.“ Exakt 542 Tiere, zumeist Mutterkühe ohne Kälber, stehen derzeit auf hofnahen Weiden. Der Großteil der Rinder, insgesamt hat das Gut Darß 3800, sind eingestallt. Eine Herde von Mutterkühen mit ihren Kälbern soll in der kommenden Woche in den Stall auf dem Betriebsgelände des Gut Darß in Born umziehen.

Steigende Zahl von Wasserbüffeln

Zur Gesamtzahl der Rinder kommen noch etwas mehr als 230 Wasserbüffel. Die Zahl dieser Tiere wird nach Einschätzung Möhrings in Zukunft weiter zunehmen. Grund sind die steigende Zahl renaturierte Weideflächen, etwa die Fischlandwiese vor den Toren Wustrows. Wasserbüffel kämen mit vernässten Wiesen besser zurecht als die übrigen Rinder des Gut Darß.

Weidemanagement wird schwieriger

Aufgrund der wiedervernässten Flächen werde das Weidemanagement „nicht einfacher“, so der Leiter der Tierproduktion. Wenn auch die Sundische Wiese auf dem Ostzingst wie die Fischlandwiese bei Wustrow zeitweilig überflutet werden könnten, nähmen die Probleme zu. Denn die renaturierten Flächen bei Besatz mit Wasserbüffeln auch wasserseitig eingezäunt werden müssen. Denn sonst seien diese Tiere möglicherweise auf einmal weg. Doch im vergangenen Jahr konnte wegen der kontinuierlich hohen Wasserstände etwa an der Fischlandwiese kein Zaum gezogen werden.

Richter Timo

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