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Ribnitz-Damgarten Filmpreis: „Adam und Evelyn“ siegt in Ahrenshoop
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Filmpreis: „Adam und Evelyn“ siegt in Ahrenshoop
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16:45 18.11.2018
Max Moor, Uwe Kockisch, Anne Kanis, Jördis Triebel, Christine Repond, Roland Völcker, Volker Kufahl, Oliver Schmidt und Matthias Hoffmann (v. li.) nach der Preisverleihung bei den Ahrenshooper Filmnächten. Quelle: FOTO: Uwe Roßner
Ahrenshoop

Die erste Schlagzeile des Abends lautete: Die Ahrenshooper Filmnächte stechen den Bambi aus. Denn erst bei der Preisverleihung im Hotel The Grand erfuhr Jurymitglied Jördis Triebel über ihre Berliner Ehrung am Vorabend für Babylon Berlin. Ihr Kommentar: Das Festival auf der Halbinsel sei wichtiger. Dies bestätigten auf andere Weise die Gespräche der Festivalmacher mit dem Publikum in den vergangenen vier Tagen. „Unser Filmfestival kann sich sehen lassen.“ Denn im nördlichsten Ostseebad der Bundesrepublik soll dem jungen deutschen Film ein Podium geboten werden. Eine aufsehenerregende Jury wie eine erstklassige Wettbewerbsauswahl plus Sonderprogramm sind zwei schlagende Argumente. Und: „Wir waren uns schnell einig“, lautet Max Moors kurzer Einblick in die Arbeit der Jury. „Ich habe mich in Ahrenshoop verliebt und komme gern wieder“, sagte Christine Repond. Die aus der Schweiz stammende Regisseurin konnte sich am Samstag bei der diesjährigen Preisverleihung doppelt freuen: Ihr Film Vakuum gewann sowohl den Publikums- als auch den mit 2000 Euro und einem einmonatigen Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Lukas verbundenen Förderpreis. „Es ist wie Weihnachten“, äußerte die doppelt Prämierte und fügt hinzu: „Die Entscheidungen kamen völlig überraschend.“

Zeitgeschichte mit Feinheiten

Den Preis für den besten Film sprachen die Juroren Jördis Triebel, Uwe Kockisch und Max Moor der Buchverfilmung „Adam und Evelyn“ zu. Stellvertretend für das ganze Team nahm diesen Anne Kanis an. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet“, so die verblüffte Schauspielerin. Ein Grund dafür sei das intensive Publikumsgespräch nach der Vorführung im Wettbewerbsprogramm gewesen. Dabei lief „Adam und Evelyn“ bereits auf anderen Festivals. Startschuss für die Produktion war diesem Jahr das Internationale Filmfestival in Venedig. Für Anne Kanis machen zwei Punkte bei dieser Arbeit einen wichtigen Unterschied: Erstens zeige „Adam und Evelyn“ starke Frauen mit ihren Wünschen und inneren Veränderungen. Zweitens sei es gegenwärtig möglich, Zeitgeschichte mit anderen Feinheiten erlebbar zu machen. „Es war eine wunderbare Arbeit“, äußerte der erfreute Alexander Goldstein und dankte seiner Hauptdarstellerin für ihr Engagement. Per Liveschaltung nach Berlin erfuhr der Regisseur über den Gewinn.

„Was hier auf die Beine gestellt wird, stellt viele Orte in den Schatten“, lautet das Kompliment von Dirk Ulrich an die Kurverwaltung Ahrenshoop. Drei bis fünf Mal pro Jahr kommt der Rüganer zusammen mit seiner Frau nach Ahrenshoop, um kulturell bereichert zu werden. Bei den örtlichen Filmnächten hat der Architekt aus Binz festgestellt: Die Auswahl der Wettbewerbsbeiträge habe sich im Laufe der vergangenen fünf Jahre deutlich weiterentwickelt.

„Die Ahrenshooper Filmnächte sind eine große, verantwortungsvolle Aufgabe“, meint Matthias Hoffmann von Pehnert und Hoffmann. Seit fünf Jahren entwickle die Berliner Agentur das Festival mit. Bis Berlin und Hamburg sei für diesen Jahrgang geworben worden. Der neue Termin zahle sich aus. Der Publikumszuspruch zeige dies. Selbst um 13.30 Uhr wollen die Gäste die in Konkurrenz laufenden Beiträge ansehen. Matthias Hoffmanns Bilanz lautet daher: „Das Festival hat sich einen guten Ruf aufgebaut.“

„Für uns alle ist es ein Riesenspaß“, äußerte Oliver Schmidt von The Grand. Das Haus blühe auf und der Austausch zwischen Filmschaffenden, Jury und Publikum sei wunderbar. Das zeige in diesem Jahr auch die ausverkauften Auftakt- und Abschlussveranstaltung. Für den 15. Geburtstag der Ahrenshooper Filmnächte gibt es bereits ein erstes Geschenk: The Grand will ab 2019 einen eigenen Preis stiften. Übrigens: 2019 finden die 15. Ahrenshooper Filmnächte vom 13. bis 16. November statt.

Uwe Roßner

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