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Ribnitz-Damgarten Ahrenshoop baut Wohnraum auf eigene Rechnung
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ahrenshoop baut Wohnraum auf eigene Rechnung
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13:17 08.11.2018
Der Ahrenshooper Bürgermeister Hans Götze hat am Donnerstag eine Patrone mit Münzen, Plänen und einer aktuellen OSTSEE-ZEITUNG in einem Neubau der Kommune versenkt. Quelle: Timo Richter
Ahrenshoop

 „Auf gutes Gelingen, Prösterchen!“ Ahrenshoops Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber) hat am Donnerstag eine Patrone mit Münzen, Bauplänen und einer aktuellen Ausgabe der OSTSEE-ZEITUNG in einem Neubau der Kommune versenkt. Sechs Wohnungen zwischen 45 und 55 Quadratmetern Größe entstehen in der Fulge im Ahrenshooper Ortsteil Niehagen. Das Ostseebad als Bauherr investiert 1,2 Millionen Euro in den Wohnungsbau. Ende kommenden Jahres sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

„Das ist schon eine Hausnummer“, sagte Hans Götze während der kurzen Zeremonie. Denn: Ursprünglich waren die Baukosten mit 800 000 Euro veranschlagt worden. Aber, so der Bürgermeister, bei kommunalen Bauten langten die Bauunternehmen zu.

Bau entsteht ohne Kredit

Trotz der höheren Baukosten stemmt das Ostseebad die Investition ohne finanzielle Unterstützung aus einem Fördertopf von Land oder Kreis. Auch nimmt die Kommune keinen Kredit auf, um Geld für den Wohnungsbau zu haben. Das, sagte der Bürgermeister, sei der Gemeinde seitens des Kreises sowieso verwehrt worden, zu groß ist das finanzielle Polster der Gemeinde auf der Habenseite. Angesichts der günstigen Bedingungen für Baukredite hätte Ahrenshoop allerdings nur zu gerne mit fremdem Geld gebaut. Das ehrgeizige Ziel des Ostseebades, Ende kommenden Jahre den beträchtlichen Schuldenberg abgebaut zu haben, werde durch den selbst finanzierten Neubau nicht infrage gestellt, wie Hans Götze ausdrücklich betonte.

Außer dem Nachschlag bei den Baukosten hatte die Kommune auch eine von der Kreisverwaltung aufgestellte Hürde zu überwinden: Das Gebäude nämlich musste angehoben werden. Das eröffnet den künftigen Bewohnern zwar einen imposanten Blick auf den Bodden, habe laut Bürgermeister Hans Götze, der sich in dieser Frage geradezu gekränkt zeigte, allerdings mit ortstypischer Bebauung nicht viel zu tun. Die angrenzenden Gebäude jedenfalls seinen nicht in der geforderten Weise höher gelegt.

Weitere Flächen für Wohnungsbau vorhanden

Ausdrücklich verneint der Bürgermeister, dass die Kommune nun als Wohnbauunternehmen tätig werde. Nach den leidvollen Erfahrungen des Zingster Bürgermeisters Andreas Kuhn (CDU), einen Investor für den Bau von Mietwohnungen aufzutreiben, hat Götze erst gar keine Anstrengungen unternommen, einen privaten Geldgeber für das Vorhaben zu gewinnen.

Angesichts der andauernd prekären Situation in Sachen dauerhaften Wohnraums hat die Kommune noch zwei, drei weiter Grundstücke in der Hinterhand, auf denen Mietwohnungen entstehen könnten. Das könne beispielsweise auf der Basis von Erbbaupachtverträgen erfolgen, sagte Hans Götze. In den Verträgen könne beispielsweise die Vermietung als Ferienwohnung ausgeschlossen werden, ein Arbeitsplatz in Ahrenshoop gefordert werden. Ähnlich ist die Kommune mit Erfolg vor Jahren im Alfred-Partikel-Weg vorgegangen. Dort ist dauerhafter Wohnraum entstanden.

Einstige Apotheke ersteigert

Während einer Zwangsversteigerung hat das Ostseebad Ahrenshoop die einstige Apotheke am zentralen Parkplatz ersteigert - für deutlich weniger als 200 000 Euro. Quelle: Timo Richter

Jüngst ist der Immobilienbestand des Ostseebades um die einstige Apotheke am zentralen Parkplatz gewachsen. Bürgermeister Hans Götze hatte das seit Längerem leer stehende Gebäude in einer Zwangsversteigerung in Stralsund ersteigert. Die Gemeindevertretung hatte ihn mit einem Limit von maximal 200 000 Euro ausgestattet. Den Zuschlag hat er schließlich für deutlich unterhalb dieser Grenze erhalten. Andere Bieter waren während der Versteigerung nicht anwesend.

Grundsätzlich hat die Gemeinde mit dem Erwerb der Immobilie einen Ausbau beziehungsweise die Sicherung der Infrastruktur im medizinischen Bereich im Blick. Es solle keinesfalls ein von der Kommune über Jahre gesichertes Gebäude werden, sondern möglichst rasch neu genutzt werden. Denkbar ist etwa der Einzug einer Arztpraxis.

1,2 Millionen Euro investiert das Ostseebad Ahrenshoop in den Bau von sechs Wohnungen im Ortsteil Niehagen. Ende kommenden Jahres sollen die 45 bis 55 Quadratmeter großen Wohnungen bezugsfertig sein. Ursprünglich war mit Baukosten in Höhe von rund 800 000 Euro gerechnet worden. Das Haus entsteht ohne öffentliche Förderung, auch musste die Kommune für die Investition keinen Kredit aufnehmen.

Zwei bis drei kommunale Grundstücke hat die Kommune in der Hinterhand, um dort möglicherweise weitere Mietwohnungen zu errichten. Die Gemeinde will aber nicht als Wohnungsunternehmen tätig werden. Denkbar ist eine Vergabe der Flächen auf Basis eines Erbbaupachtvertrages.

200 000 Euro war das Limit, das die Gemeindevertretung Bürgermeister Hans Götze für die Ersteigerung der einstigen Apotheke am zentralen Parkplatz zugebilligt hatte. Während der Zwangsversteigerung in Stralsund konnte der Bürgermeister die Immobilie für deutlich unterhalb dieses Limits für die Kommune ersteigern.

Timo Richter

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