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Ribnitz-Damgarten Ahrenshoop sucht Weg für anhaltenden Erfolg
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ahrenshoop sucht Weg für anhaltenden Erfolg
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Der Ahrenshooper Kurdirektor Roland Völcker zeigt am Montag den Slogan, unter dem in zwei Wochen eine "Zukunftswerkstatt" mit Bürgerbeteiligung steht. Quelle: Timo Richter
Ahrenshoop

Neu erfinden will sich das Ostseebad Ahrenshoop nicht, wohl aber soll eine Feinjustierung erfolgen, um auch künftig touristische Erfolgsmeldungen verkünden zu können. Unter das Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten“ hat Kurdirektor Roland Völcker eine Zukunftswerkstatt gestellt, in der jeder interessierte Ahrenshooper mit seinen Visionen an den Stellschrauben des bestehenden Erfolgsmodells schrauben kann.

Vom 19. bis 23. November sind Arbeitskreise und Expertengespräche die entscheidenden Werkzeuge in der Zukunftswerkstatt Tourismus. Große Hoffnung setzt Roland Völcker zudem in die Beteiligung von Einwohnern, die bei der Entwicklung des Ortes ein Wörtchen mitreden wollen, weil der zuletzt anhaltende Erfolg auch in 15 oder 20 Jahren noch vermeldet werden soll.

Touristisch gut aufgstellt

Ahrenshoop ist landesweit betrachtet touristisch gut aufgestellt. Zuletzt war in dem Ostseebad eine Steigerung der Übernachtungszahlen registriert worden, während auf dem Rest der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst weniger Übernachtungen erfolgten. Gut die Hälfte der Urlauber in Ahrenshoop kommen laut Völcker wegen des Angebots an Kunst und Kultur. „Wir bieten nicht den klassischen Badeurlaub.“ Das wissen die Gäste und goutieren die Angebote in dem Bereich. Das Marketing ist überaus zielgruppengenau.

Dennoch existieren auch in Ahrenshoop Problemfelder: Die prekäre Fachkräfte-Situation geht an dem Künstlerort nicht vorbei. Das in der Folge sichtbare Gaststättensterben wertet der Kurdirektor des Ostseebades als „große Problematik“. Die prekäre Wohnraumsituation sieht Roland Völcker im Gegensatz zu anderen Entscheidungsträgern auf der Halbinsel nicht als entscheidend, „das wird hochstilisiert, ist lösbar“. Der Ahrenshooper Kurdirektor sieht die Ursache in dem Dilemma vielmehr in einer ausbaufähigen Mobilität und – nicht in Verantwortung irgendeiner Kommune – einem gewandelten Verständnis von Dienstleistung im Allgemeinen.

Lösbare Probleme

Strukturelle Probleme können laut Kurdirektor nur auf Landesebene gelöst werden. Die ortseigenen Wehwehchen sollen mit Hilfe der Einwohner so gut es geht geheilt werden. Zurückgreifen können die „Doktoren“ auf eine hervorragende Zahlenbasis. Seit Jahren wird in dem Ostseebad eine intensive Gästebefragung durchgeführt. Dieses Material bietet nun die Basis für neue Ideen.

Das Ganze sieht Roland Völcker als offenen Prozess, an dessen Ende ein neues Tourismuskonzept steht. Gewünscht ist aber nicht ein tausendseitiges Dokument, das in irgendeiner Schublade verschwindet, sondern eine knappe Handlungsanweisung für die Gestaltung der Zukunft. Darum auch die Beteiligung der Einwohner. Moderiert wird die Zukunftswerkstatt von Vertretern der Analysten, die seit Jahren das Zahlenmaterial für Ahrenshoop einsammeln.

So erfolgt am 19. November der Auftakt. Von 18 bis 21 Uhr werden in der Strandhalle des Ostseebades Pläne geschmiedet. Die Teilnehmer sollen sich bewusst sein, dass an dem Abend nicht nur Kritik geäußert werden kann, sondern jeder auch mitwirken soll an der Gestaltung der touristischen Zukunft des Ortes. Es sollen Verantwortungen verteilt werden. „Das ist ein offener Prozess“, sagt der Kurdirektor, der eigenen Worten zufolgen selbst gespannt ist, wo sich ein Konsens für die Zukunftsplanungen finden lassen wird. Am 23. November sollen die Ergebnisse ab 10 Uhr öffentlich präsentiert werden. Veranstaltungsort ist jeweils die Strandhalle.

Strategiegruppe berufen

In einer eigens einberufenen Strategiegruppe werden zwischen den öffentlichen Veranstaltungen die Visionen der Ahrenshooper bearbeitet. Die Mitglieder des fast 20-köpfigen Gremiums bilden einen Querschnitt der Bevölkerung. Es gibt noch zwei freie Plätze. Interessierte, die sich an der Entwicklung des Ortes aktiv beteiligen können, wählen heute von 11 bis 11.15 Uhr die Rufnummer 03 82 20-66 66 21, um eine „Wildcard“ zu ergattern.

Eine Anmeldung für die Veranstaltungen ist nicht obligatorisch, wird aber unter bzw. unter gewünscht.

Timo Richter

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