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Ribnitz-Damgarten Allmählich geht’s aufwärts
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Allmählich geht’s aufwärts
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14:02 10.05.2018
Täglich werden wieder Flugshows im Vogelpark angeboten, hier Tiertrainer Patrick Furch mit Steppenadler „Bandit“. Quelle: Robert Niemeyer
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Marlow

Die beliebten Flugshows finden wieder regelmäßig statt, einige der großen Volieren sind wieder begehbar, mehr als die Hälfte der entkommenen Vögel wurde wieder eingefangen: Es geht allmählich aufwärts im Vogelpark Marlow (Vorpommern-Rügen). „Dank der Unterstützung der vielen freiwilligen Helfer und auch unserer eigenen Kollegen konnten wir den Großteil der Anlagen so herrichten, dass sie auch wieder nutzbar sind für unsere Gäste“, sagte Vogelpark-Geschäftsführer Matthias Haase am Mittwoch anlässlich eines Besuchs von Vorpommern-Rügens Landrat Ralf Drescher (CDU) mit Vertretern der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern. „Es ist unheimlich viel passiert. Man sieht nicht mehr viel von den Schäden“, sagte Drescher.

0,1 Grad Celsius

Es sei eine Sache von einem Grad Celsius plus oder minus gewesen, erklärt Haase rückblickend. Am Osterwochenende waren aufgrund der starken Schneefälle und vor allem aufgrund des schweren Schneemassen sämtliche Flugvolieren im Vogelpark zusammengebrochen. „Es war 0,1 Grad Celius, ein Grad mehr, und es hätte wohl geregnet, ein Grad weniger, und wir hätten Pulverschnee gehabt“, sagt Haase. So war es aber nasser, schwerer Schnee, der zu der Katastrophe führte.

Der Schaden wird mittlerweile auf rund 700000 Euro beziffert. 500000 Euro Fördermittel wurden noch am Ostersonntag aus dem Wirtschaftsministerium (450000 Euro) und dem Vorpommern-Fonds (50000 Euro) für den Wiederaufbau zugesagt. Mehr als 100000 Euro an zusätzlichen Spenden sind hinzugekommen. Anfang der Woche stimmte der Kreistag einem interfraktionellen Antrag zu, 20000 Euro aus dem Kreishaushalt für den Vogelpark zur Verfügung zu stellen.

Schwierige Suche nach Baufirmen

„Etwa 85 Prozent der Anlage sind wieder nutzbar“, sagt Matthias Haase. So sei etwa die Wellensittichanlage oder auch die Lori-Anlage wieder betretbar. Fünf Volieren sind jedoch noch geschlossen. Haase rechnet damit, dass die Reparaturarbeiten erst im nächsten Jahr abgeschlossen werden können – auch weil es derzeit schwierig sei, Baufirmen zu finden.

Besucherschwund

Ein weiteres Problem sind die Besucherzahlen. Im April seien 50 Prozent weniger Gäste als im gleichen Zeitraum der vergangenen Jahren in den Vogelpark gekommen. Rund 220000 Euro weniger Einnahmen muss der Park bis jetzt wegstecken. „Es wird ein schweres Jahr. Aber wir hoffen, dass sich die Besucherzahlen so entwickeln, dass wir am Jahresende keine Ängste haben müssen, dass wir nicht über den Winter kommen“, sagt der Vogelpark-Geschäftsführer. Ein kleines finanzielles Polster sei vorhanden. Haase hofft, dass unter anderem zu Pfingsten und auch in der Sommer-Ferienzeit der Besucherschwund ein wenig aufgeholt werden kann. Im vergangenen Jahr besuchten rund 250000 Menschen den Marlower Vogelpark. In den Sommermonaten sind etwa 80Mitarbeiter dort beschäftigt.

Was die Suche nach den entkommenen Vögeln angeht: Noch immer werden unter anderem ein Seeadler, zwei Schreiadler und zwei Schwarzstörche vermisst. Gut möglich, so Haase, dass diese Vögel sich in der Region angesiedelt haben. Es sei schwierig, neue Adler für den Park zu bekommen. Auch hat der Waldrappe-Bestand enorm gelitten und müsse wieder aufgestockt werden.

Niemeyer Robert

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