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Ribnitz-Damgarten Am Sonnabend spukt es zur Premiere in Barth
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Am Sonnabend spukt es zur Premiere in Barth
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17:01 13.07.2018
Am Sonnabend findet die Premiere vom „Spuk am Donnerberg“ auf der Barther Boddenbühne statt. Quelle: Susa Retzlaff
Barth

Geister, wie die Zeit vergeht. Mancher meint ja, es sei im vergangenen Jahr gewesen, dass der Captain und seine Piraten, die einst die Spelunke am Donnerberg unsicher machten, von den pommerschen Herzögen lebendig im Barther Schlosskeller eingemauert wurden. Weit gefehlt.

400 Jahre ohne Schiff und ohne Rum haben Spuren hinterlassen

400 Jahre ist das nun her, staunen die Gespenster beim Blick in die aktuelle Tageszeitung. „Und wer eines unnatürlichen Todes stirbt, ist gezwungen, durch die Gegend zu spuken, bis ...“, grollt der bleiche Piratenboss.

Vier Jahrhunderte ohne Schiff, vier Jahrhunderte Durst und Rum, der an der Leber vorbei läuft. Vier Jahrhunderte Langeweile lähmten die Piratengeister, bis ... sich Martin Schneider, Leiter der Barther Boddenbühne, erbarmte und ihnen ein neues Buch auf die luftig gewordenen Leiber schrieb. Schluss mit dem schlaffen Schabernack mit seltenen Schlossgästen. Auf die Geister Funzel, Knoll und Raubein (Paul Gräntzel, Tom Büning, André Schmidt), Brackwasserperle, Seeteufel und Miesmuschel (Marie-Céline Korzenek, Antje Möller, Mathilda Klein) wartet eine wichtigere Aufgabe. Die Finanzkrise der Schlossherrinnen – die aktuelle Herzogin von Pommern (Helga Wienhöfer) und die Comtesse (Rieke Clasen) versuchen mehr schlecht als recht, Zimmer an Gäste zu vermieten –, spitzt sich dramatisch zu. Können sie ihre Haushälterin (Hannah Ostermeier) halten? Herr Dings (Niklas Krajewski), die Gerichtsvollzieherin Pfennigzähler (Jette Clasen), der Staatssekretär von Teckel mit langem Titel (Henning Wolff) und lukrativem Gast aus Graurussland (Nico Dietrich) samt Dienerin (Michelle Kurcenbaum) sowie die Investorin Großkopfert (Cathi Kilian), der noch ein Hotel am Bodden in ihrer Sammlung fehlt, wecken die Lebensgeister der Gespenster. Bimmelimmelim läutet die Schiffsglocke, Musik erklingt, der Spuk beginnt.

Eine Herausforderung: Die Geister zum Leben erwecken

16 Akteure im Alter von 16 bis 90 Jahren agieren im Barther Theatergarten, darunter Schauspieler des Ensembles der Vorpommerschen Landesbühne, Eleven der Theaterakademie und Darsteller der Boddenbühne. „Wie machen Geister das?“, fragte sich Choreografin Marit Lehmann, bevor sie Laien und Profis, Jetztzeitmenschen und Gespenster harmonisch miteinander tanzen ließ. Kampfchoreograf und Captain Philipp Haase brachte einen Jahrhunderte übergreifenden Waffenmix von Besen über Schwert bis Gewehr beim „großen Kampf“ zum Bühneneinsatz. „Es war schon eine Herausforderung, draußen das Innenleben eines alten Schlosses zu gestalten“, verriet Ulrike Gehle (Kostüme und Bühnenbild) und warum sie einen mystischen Garten ergänzte. In dem wird es einige zauberhafte Momente geben, deutet sie Special Effects an. Die mitreißende Musik zum Geisterstück stammt aus der Feder von Martin Schwengler. Ob die Geister dem Finanzspuk ein Ende bereiten können, ob jemand an der Herzogin oder an ihrem Schloss schrauben wird und wer dann die Comtesse kriegt, das wird nicht verraten. Aber dass es viele Lacher, schöne Lieder, tolle Tänze und auch ein paar Tränchen geben wird, das kann Schneider jetzt schon versprechen.

 Premiere am Sonnabend

Premiere: 14. Juli, 19.30 Uhr.

Vorstellungen: ab 18. Juli jeweils mittwochs, donnerstags und samstags um 19.30 Uhr, nicht jedoch am 2. und 4. August. Letzte Vorstellung am 30. August. Kartenvorverkauf: Boddenbühne (Dienstag von 14 bis 16 Uhr und Donnerstag von 16 bis 18Uhr); Barth-Information, Am Markt 3/4 (Montag bis Freitag von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr); Kurverwaltung Dierhagen; Touristinfo Ribnitz-Damgarten; Kur- und Tourist GmbH Wieck; Reisevermittlung Wallis, Zingst; Reisecenter der Usedomer Bäderbahn; Abendkasse (ab 18.30 Uhr).

Eintritt: ab 15 Euro für Erwachsene, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte ab 39 Euro.

Susanne Retzlaff

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