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Ribnitz-Damgarten Amtsjubiläum nach einer bewegten Entwicklung
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Amtsjubiläum nach einer bewegten Entwicklung
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12:34 24.03.2014

Es stand nicht sofort alles fest, es dauerte seine Zeit, bis sich die Gemeinden des heutigen Amtes Ahrenshagen gefunden hatten. Im alten Landkreis Ribnitz-Damgarten, so erinnerte sich jetzt Amtsvorsteher Walter Köhler, sollte alles ein bisschen so werden wie in Schleswig-Holstein, seinerzeit seien die Gemeinden aufgefordert worden, Ämter, also Schreibstuben für die Gemeinden zu schaffen. Wie man so etwas angehen könnte, untersuchte man in Hennstedt. Später, so Köhler, habe man dann die Fühler ausgestreckt und versucht, Ahrenshagen, Daskow, Eixen, Semlow, Schlemmin, Bartelshagen II, Lüdershagen und Trinwillershagen zusammenzuschmieden. Die Verwaltungsgemeinschaft bildete sich dann zwischen Trinwillershagen, Ahrenshagen, Daskow und Schlemmin heraus. 1992 wurden die Gemeinden Langendamm und Semlow dem Amt Ahrenshagen zugeordnet. Die Langendammer allerdings stiegen dann wieder nach einer Bürgerbefragung aus, man wollte lieber zur Stadt Ribnitz-Damgarten gehören.

Aber auch die Gemeinde Semlow, die lieber zum Amt Bad Sülze gehören wollte, mochte sich mit den Entscheidungen des Landes nicht abfinden und zog vor das Oberverwaltungsgericht. Aber die Gemeinde verlor den Prozess und musste die Verwaltung dann nach Ahrenshagen geben.

Auf die Geschichte wird man auch eingehen, wenn am kommenden Freitag das 10-jährige Bestehen des Amtes gefeiert wird, sagte Amtsvorsteher Walter Köhler. Außerdem werden die Besucher die Möglichkeit haben, sich über die Arbeit der Amtsverwaltung zu informieren. Und vielleicht wird ja auch diskutiert werden, wie die neuen Zuschnitte der Verwaltungseinheiten werden sollen, wenn denn das wahr wird, was bislang noch nicht bestätigt ist, dass nur Ämter mit 6000 oder 8000 Einwohnern bleiben.



MICHAEL SCHISSLER

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