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Ribnitz-Damgarten Andreas Reiz hofft auf eine Medaille bei der WM
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Andreas Reiz hofft auf eine Medaille bei der WM
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00:20 12.06.2018
Barth/Greifswald

Nach langer Pause wird Andreas Reiz auf die internationale Bühne seines Sports zurückkehren. Der aus Barth stammende Kraftsportler, der inzwischen für den Greifswalder Verein Greifenpower startet, will bei den Weltmeisterschaften im Kraftdreikampf im kanadischen Calgary mit guten Leistungen überzeugen. Dort kämpfen derzeit die weltbesten Athleten in der Classic-Variante (ohne Equipment) um Medaillen und Titel.

Andreas Reiz will am Sonntag bei den Weltmeisterschaften im kanadischen Calgary unter die besten fünf Athleten seiner Gewichtsklasse. Quelle: Foto: Privat

Der 34-jährige Andreas Reiz wird am Sonntag in der Gewichtsklasse bis 120 Kilogramm dabei sein. Vor seinem Abflug nach Kanada sprach die OSTSEE-ZEITUNG mit ihm über die Vorbereitung, seine Erfolgsaussichten und den Anfang des Jahres erfolgten Vereinswechsel.

Herr Reiz, Sie haben zuletzt auf internationale Wettkämpfe verzichtet. Mit welchen Erwartungen fliegen Sie nach Calgary?

Andreas Reiz: Für mich wird das eine Art Neustart, auf den ich mich sehr freue. Zuletzt bin ich vor zehn Jahren bei einer Weltmeisterschaft dabei gewesen. Zudem konnte ich mich als Junior im Jahr 2005 in den USA, damals noch mit Equipment, auf einem fünften Rang platzieren. Das sind schöne Erinnerungen für mich.

Was haben Sie sich für Ihren Wettkampf vorgenommen?

In meiner Gewichtsklasse haben 20 Athleten gemeldet. Ich gehe also von einem sehr starken Teilnehmerfeld aus. Wenn ich am Ende in der Gesamtwertung unter den besten fünf Startern landen könnte, wäre das ein Riesenerfolg. Ich möchte auf jeden Fall einen guten Eindruck hinterlassen. Vielleicht kennt man danach ja meinen Namen in der Szene.

Auch in den drei Einzeldisziplinen geht es um Medaillen. Sie gelten als Spezialist für das Kreuzheben. Was haben Sie da vor?

Das ist richtig. Ich hoffe, dass ich im Kreuzheben um eine Medaille mitkämpfen kann. Wenn das klappt, wäre das Bombe!

Wie haben Sie sich auf die Weltmeisterschaft vorbereitet?

Ich habe mich durch meinen Sieg bei den Deutschen Meisterschaften im vergangenen Jahr und den dort gezeigten Leistungen, unter anderem drei deutschen Rekorden, für eine Nominierung empfohlen.

Die ist dann ja auch durch den Bundesverband erfolgt. Seit einem halben Jahr trainiere ich so hart, wie wohl noch nie zuvor in meinem Leben. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Verletzungsgefahr ohne Equipment etwas größer ist, man also etwas mehr tun muss. Ich starte seit zwei Jahren nur noch bei Wettkämpfen ohne Ausrüstung. Der neue Bundestrainer Dietmar Wolf hat die entsprechenden Trainingspläne für mich ausgearbeitet und an die halte ich mich.

Sie haben Anfang des Jahres Ihren Heimatverein SV Motor Barth verlassen und sind zu Greifenpower nach Greifswald gewechselt. Warum?

Grund dafür sind vor allem finanzielle Aspekte. Wir müssen einen Großteil unserer Kosten selbst tragen. In Greifswald gab es bessere Voraussetzungen, was die Unterstützung durch Sponsoren anbelangt.

Und wie sieht der Kontakt nach Barth zu ihren ehemaligen Kameraden aus?

Der ist natürlich nicht abgerissen. Ich habe dem Verein sehr viel zu verdanken. Mit 15 Jahren habe ich beim SV Motor mal mit dem Kraftsport angefangen. In den folgenden fast 20 Jahren hatte ich dort viele schöne Erlebnisse und habe große Erfolge feiern können. Das werde ich natürlich in sehr guter Erinnerung behalten. Aber nun konzentriere ich mich auf meine kommenden Vorhaben.

Interview: Marco Schwarz

Gute Erfolgsaussichten

Der Wettkampf beginnt fürAndreas Reiz in der Gewichtsklasse bis 120 Kilogramm um 9 Uhr Ortszeit. In Deutschland ist es dann 17 Uhr. Über die Internetseite www.goodlift.info wird ein Livestream zu den Weltmeisterschaften angeboten.

Der Vizepräsident des Bundesverabandes Deutscher Kraftdreikämpfer (BVDK), Anton Speth, traut dem aus Barth stammenden Athleten einiges zu. „Im Schwergewicht II ist mit Andreas Reiz vom Greifenpower SV ein Athlet mit ganz großen Möglichkeiten am Start. Bei der Deutschen Meisterschaft 2017 in Chemnitz wusste er zu überzeugen. Steigerungen der Leistungen und eine mögliche Medaille im Kreuzheben sind angesagt“, schrieb er im Onlinemagazin des BVDK.

OZ

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