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Ribnitz-Damgarten Andreas Reiz will zu den besten fünf Athleten Europas gehören
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Andreas Reiz will zu den besten fünf Athleten Europas gehören
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15:20 27.11.2018
Andreas Reiz startet am Sonntag in Litauen bei den Kraftdreikampf-Europameisterschaften in der Gewichtsklasse bis 120 Kilogramm. Quelle: Foto: privat
Barth/Greifswald

Die Anspannung bei Andreas Reiz steigt. Der aus Barth stammende Kraftsportler wird am Wochenende zum zweiten Mal in diesem Jahr auf internationaler Ebene an den Start gehen. Im litauischen Kaunas steht er am Sonntag in der Gewichtsklasse bis 120 Kilogramm bei den Europameisterschaften im Classic-Kraftdreikampf (ohne Ausrüstung) auf der Wettkampfbühne. „So langsam werde ich etwas nervös“, gibt der 34-Jährige zu. Er fahre mit ambitionierten Zielen zur EM. „Ein Platz unter den besten fünf Athleten wäre natürlich schön“, hofft Andreas Reiz.

Bereits im Juni dieses Jahres absolvierte der Ex-Barther, der inzwischen in Rostock lebt und für den Verein Greifenpower aus Greifswald startet, nach zehn Jahren mal wieder einen internationalen Wettkampf. Bei der Weltmeisterschaft in Calgary (Kanada) belegte er in der Endabrechnung den 10. Platz von 20 Teilnehmern. Er kam auf 810 Kilogramm in der Gesamtwertung aller drei Teildisziplinen (Kniebeugen, Bankdrücken, Kreuzheben). „Damit war ich überhaupt nicht zufrieden. Die lange Anreise, der Jetlag und die Nervosität vor meinem ersten internationalen Auftritt nach so langer Zeit haben doch sehr viel Substanz gekostet. Das war nicht meint Tag“, berichtet Andreas Reiz.

Bereits zur deutschen Meisterschaft, die im Oktober in Greifswald stattfand, habe er sich deutlich steigern können. „Und das aus dem vollen Training für die EM heraus“, sagt er. Mit 830 Kilogramm wurde er Vizemeister. Den Titel holte sich mit dieser Last aufgrund des etwas leichteren Körpergewichts Paul-Johannes Hederich (Eilenburg/Sachsen), der ebenfalls in Litauen dabei sein wird. „Bei der EM möchte ich noch jetzt ein paar Kilogramm draufpacken“, blickt Andreas Reiz voraus. Dafür hat er sich dreimal wöchentlich im Training gequält.

Wenn es richtig gut läuft, könnte in Kaunas vielleicht auch eine Medaille in seiner Spezialdisziplin möglich sein. „Sehr gute Chancen auf eine Einzelmedaille im Kreuzheben hat Andreas Reiz“, schreibt Vizepräsident Anton Speth, auf dem Onlinportal des Bundesverbandes Deutscher Kraftdreikämpfer. „Das wäre natürlich sehr schön. Aber mein Hauptaugenmerk liegt auf der Gesamtwertung“, kommentiert Andreas Reiz die Aussage.

1999 begann der damals 15-Jährige seine sportliche Laufbahn beim SV Motor Barth. 18 Jahre lang hielt er dem Verein die Treue, wurde unter anderem mehrfacher deutscher Mannschaftsmeister im Kraftdreikampf. „Der Kontakt zu meinen ehemaligen Kameraden in Barth ist bis heute nie abgerissen. Ich verfolge ihre Wettkämpfe genauso, wie sie ­meine. Ich freue mich schon auf die gemeinsame Weihnachtsfeier, zu der ich nach Barth eingeladen bin“, sagt An­dreas Reiz. Anfang dieses Jahres wechselte er zum ­Verein Greifenpower. Grund dafür seien ausschließlich bessere Voraussetzungen, was die Unterstützung durch Sponsoren anbelangt, gewesen.

Und die Planungen gehen bei ihm schon weit über die EM in Litauen hinaus. Bereits im März 2019 will er bei der nächsten deutschen Meisterschaft an den Start gehen. Im Juni steht die Weltmeisterschaft im schwedischen Helsingborg in seinem Terminkalender. „Die Kadernorm dafür habe ich bereits erfüllt“, erklärt Andreas Reiz, der seine Kraftsport-Laufbahn am liebsten mit einem richtig großen Titel beenden möchte. „Wenn ich mal Weltmeister werde, suche ich mir eine andere Sportart“, sagt er und zwinkert kräftig mit den Augen.

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