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Ribnitz-Damgarten Auf Fotosafari in Zingst
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Auf Fotosafari in Zingst
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10:01 29.07.2018
Gemeinsam auf Fotosafari - ein lehrreiches Gruppenerlebnis. Quelle: Susanne Retzlaff
Zingst

Mit seinem renommierten Umweltfotofestival „Horizonte“ hat sich das Ostseeheilbad Zingst (Landkreis Vorpommern-Rügen) in die internationale Welt der ambitionierten und professionellen Natur- und Landschaftsfotografie regelrecht hineingezoomt. Wo sich jedes Jahr ab Ende Mai Kamerakünstler vom Autodidakten bis zum studierten Profi austauschen, kann auch jeder „ganz normale“ Gast erfolgreich auf Fotosafari gehen.

Das Besondere: In Zingst ist für wirklich einzigartige Motive und die richtige Ausrüstung gesorgt. Man kann natürlich mit dem eigenen Smartphone oder Tablet Bilder knipsen, man kann sich aber auch – und zwar kostenlos – an acht Stationen für ein, zwei oder drei Tage eine richtige und handliche Profikamera ausleihen, zum Beispiel im Kurhaus.

Viele Motive, viel Raum für Ideen

Die Formalitäten dafür sind schnell erledigt. „Das ist die Kamera, hier ein- und ausschalten“, erklärt Jennifer Milhahn. Programmwahl, Zoom, Chip rein, Objektivdeckel drauf, alles in die Fototasche – Moment, wo war noch gleich die Motivklingel?Allein auf dem „FotoKunstPfad“ in Zingst fordern acht internationale Künstler (Rob Mulholland, Marc Moser, Lulu Guinness, Sibylle Oellerich und Katharina Göbel, Mattia Paco Rizzi, Marcel Schörken und Matthieu Robert-Ortis) mit elf erstaunlichen Objekten dazu heraus, die Umgebung neu wahrzunehmen, Perspektiven zu wechseln, mit Effekten zu spielen. Wer als Kind gern ins Kaleidoskop geschaut hat, kann nun hinein in das Taumascopio vor dem Max Hünten Haus.

Der „Pfadfinder“ weist den Weg

An Ostseestrand und dem Boddenufer schaffen riesige Rahmen neue Bilder. Ein lebensgroßes „Nagelbrett“ ist mit und ohne Kamera originelles Spielzeug, erstaunliche Miniaturwelten bezaubern und irritieren, zarte Spiegelbilder auf Buhnen und zwischen Bäumen verschmelzen mit der Umgebung oder reflektieren den Betrachter. Im Kurpark wurden Hirschkraniche gesichtet und durch die gigantische rosarote Brille sieht jedes Motiv super aus. Die zwölfte „Motivklingel“, eine Gruppe sehr kleiner Leute, die sich in der Pergola des Kurparks niedergelassen hatte, ist entführt worden, bisher ist keine Lösegeldforderung eingegangen. Ein „Pfadfinder“ in der geliehenen Kameratasche erklärt, weist den Weg und enthält alle wichtigen Adressen.

Bilder zum Mitnehmen

Neugierig auf die ersten Bilder oder vom Jagdfieber gepackt und scharf auf weiteres Zubehör? Im Max-Hünten-Haus helfen Fotoservice und Printstudio (kostenpflichtig) weiter. Nun scheiden sich die Geister. Hat es Klick gemacht, waren die Objekte Auslöser oder gab es schon länger Ambitionen, das fotografische Talent zu schulen? Fragen über Fragen.

Exkursionen mit der Kamera

In der Fotoschule (ebenfalls im Max-Hünten-Haus) werden anspruchsvolle Workshops mit renommierten Fotografen und Referenten angeboten. Drei Kategorien bedienen individuelle Bedürfnisse und Wünsche, über zehn Themen von Akt- bis Tierfotografie werden bearbeitet. Im Rahmen der Workshops sind in Absprache mit der Nationalparkverwaltung auch Exkursionen auf die nahe Vogelschutz-Insel Kirr, an den spektakulären Nord- oder den berühmten Weststrand der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst möglich.

Wer einfach nur Spaß mit Schnappschüssen haben möchte – gibt es dafür nicht auch einen Workshop? Wer wunderschöne Erinnerungen speichern und zuhause seine tollen Urlaubsfotos präsentieren möchte, geht auf eigene Faust auf Fotosafari. Einfach herrliche Bilder kann man etwa bei einer Radtour durch den Nationalpark machen oder Aussichtstürme am Pramort – an der Spitze der Halbinsel Zingst – nutzen.

Auch Tiere gibt's auf einer Fotosafari

Seltene Tiere geraten dem Fotografen natürlich nicht nur im wunderschönen Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft vor die Linse. Im quirligen Ostseeheilbad Zingst wimmelt es geradezu zwischen Strand und Fischmarkt nur so von Möwen, Strandmuscheln, Nixen, kleinen Fischen, Sandkrabben, Wasserratten, Gummienten, Plastefanten – manchmal taucht der für Zingst einmalige Strickmaulwurf auf. Und schließlich rücken auch immer wieder die eigenen Lieben in den Fokus der Kamera – die objektiv schönsten Urlaubsmotive.

Kamera wieder abgeben – und was ist mit den Bildern, mit dem Chip? „Den können Sie behalten mitsamt der Schachtel und dem „Pfadfinder“, löst Jennifer Milhahn mit dieser Antwort regelmäßig das größte Erstaunen bei Gästen und Einheimischen aus. Na dann, bis zum nächsten Mal!

Philip Schülermann

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