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Ribnitz-Damgarten Ausstattung gut, Gebäude mangelhaft
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ausstattung gut, Gebäude mangelhaft
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16:48 13.06.2018
Der Technische Betrieb Barth soll in einen Neubau ziehen. Quelle: Carolin Riemer
Barth

„Stadtbauhof“ steht auf dem Schild am Eingang des Gebäudes Am Wirtschaftshafen. Wirklich aktuell ist das nicht: Vor mehr als zwei Jahren wurde der Stadtbauhof in den Technischen Betrieb umbenannt. Und auch die Ausstattung des Gebäudes ist alles andere als auf einem modernen Stand.

Keine Heizung, keine Dusche und ein winziges Büro für den Chef

Bauamtsleiter Manfred Kubitz zählt eine lange Liste der Mängel auf. „Die Heizung funktioniert nicht mehr, die Sanitäranlagen lassen zu wünschen übrig. Fassade, Dach und Statik müssten überarbeitet werden. Es fehlt zwingend Platz.“ Kurz gesagt: Das Gebäude ist alt, die Lage mit Blick auf den Hafen hingegen Gold wert. Ein neuer Standort für den Technischen Betrieb muss her. Vier verschiedene Vorschläge wurden den Mitgliedern des Bauausschusses während ihrer Sitzung am Dienstagabend gemacht. Die Mehrheit favorisiert einen Standort Am Wirtschaftshafen in zweiter Reihe. Hinter der Werfthalle Rammin, dort wo sich aktuell das Freilager des Technischen Betriebes befindet, dort wäre ein Neubau praktisch.

Neuer Standort würde viele Vorteile bringen

Das findet auch Uwe Scheller, Leiter des Technischen Betriebes. Viele Vorteile würde der Neubau an dieser Stelle mit sich bringen. Beispielsweise könnten die Sperrmauern für den Hochwasserschutz dort gelagert werden. Aktuell befinden diese sich in einer Bootshalle. Das sei unpraktisch, denn im Falle eines Hochwassers müssen die Sperrmauern so schnell wie möglich zugänglich sein, sagt Scheller: „Es wäre wichtig, dass sie in unserem Betrieb gelagert werden. So ein Hochwasser kündigt sich ja nicht vorher an.“ Einen weiteren großen Vorteil an dem neuen Standort sieht er in der Lage. Zwar befindet sich der in Betracht gezogene neue Standort nur etwa 40 Meter Luftlinie vom alten Gebäude entfernt, trotzdem: „Würden wir uns aus dem touristischen Bereich raushalten und den Platz für Gewerbetreibende frei machen.“ Viele Unternehmer liebäugeln schon lange mit der Fläche, die einen direkten Blick auf den Hafen bietet. Die Quadratmeterpreise sind hoch. Ein Motel soll in der Nachbarschaft entstehen. „Und die Gäste sind bestimmt nicht erfreut, wenn wir frühmorgens zum Winterdienst ausrücken oder im Sommer nach einer Veranstaltung die Ausrüstung abbauen.“

Technischer Betrieb könnte Straßenreinigung übernehmen

Für einen Neubau hat Uwe Scheller seit längerem gekämpft. Sein Büro sei zu klein, um darin vernünftig arbeiten zu können und auch die Umkleideräume für ihn und seine neun Kollegen seien eher „dürftig ausgestattet“. Eine Dusche gibt es nicht. Und wenn ein Sattelschlepper 60 Tonnen Streusalz anliefert, müsse sich der Fahrer bei der Anlieferung quälen, um auf den verwinkelten Hof zu gelangen. „An dem anderen Standort hätten wir zwei Zufahrten und auch dieses Problem wäre gelöst.“

Uwe Scheller liebt seinen Job trotz des kalten, grauen und alten Gebäudes. Viel Zeit zum ärgern, habe er sowieso nicht. „Und unsere Technik wurde aufgerüstet und verbessert. Wir sind gut aufgestellt.“ Aktuell denken die Mitglieder des Bauausschusses darüber nach, die moderne Universal-Maschine „Citymaster 1600“ anzuschaffen. Die kann reinigen, mähen, kehren und würde Uwe Schellers Herz vor Freude höher schlagen lassen. Wenn das Gerät geleast wird, könnte die Stadt auf die Fremdfirma verzichten, die derzeit für die Straßenreinigung beauftragt wurde. 40 000 Euro kostet das jährlich. Nun soll durchgerechnet werden, ob eine zusätzlich geschaffene Arbeitsstelle im Technischen Betrieb und die Anschaffung des Citymasters finanzierbar wäre. Vorteile würde es mit sich bringen, sagt Bauamtsleiter Kubitz: „Wir könnten öfter als einmal pro Woche kehren und würden mit dem Fahrzeug auch in kleine Straßen kommen, die zurzeit nicht gefegt werden können, weil die Kehrmaschine zu groß ist.“

Carolin Riemer

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