Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Bahnhof erwacht aus dem Dornröschenschlaf
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bahnhof erwacht aus dem Dornröschenschlaf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 10.10.2018
Vor anderhalb Monaten haben die Arbeiten am Bad Sülzer Bahnhof begonnen. Quelle: Foto: Robert Niemeyer
Bad Sülze

128 Jahre nach seiner ursprünglichen Inbetriebnahme feiert das historische Bahnhofsgebäude in Bad Sülze nun eine Renaissance. Die Koibe GbR, hinter der ein Privatinvestor aus Rostock steckt, hat sich des Ensembles angenommen. Für etwa eine Million Euro wird der Bad Sülzer Bahnhof zu einer Wohnanlage umgebaut. 2016 hatte der Investor das Gebäudeensemble einem Bad Sülzer Landwirt abgekauft.

1895 eröffnet

Der Bahnhof in Bad Sülze wurde 1895 eröffnet, der Bestandteil der im gleichen Jahr in Betrieb genommenen Bahnverbindung von Rostock über Sanitz nach Tribsees war. 1905 verkehrten täglich vier Zugpaare von Rostock nach Tribsees. Nach 1945 wurde der Abschnitt von Sanitz nach Tribsees als Reparationsleistung an die Sowjetunion demontiert.

Zwölf Wohneinheiten sollen in der Anlage geschaffen werden mit Wohnflächen zwischen 38 und 135 Quadratmetern. Vor etwa anderthalb Monaten begannen die Bauarbeiten. „Das Projekt ist eine Mischung aus Vernunft und gestalterischer Spielwiese“, heißt es auf Nachfrage bei der Koibe GbR. Besonderer Wert werde auf den Einklang zwischen dem Denkmalschutz, dem Natur- und Umweltschutz und attraktiven, modernen Wohnraum gelegt. „Das ist ein tolles Projekt, weil auch die Historie des Gebäudes erhalten bleibt. Und Bad Sülze öffnet sich für neue Einwohner“, freut sich Bürgermeisterin Dr. Doris Schmutzer über die Entwicklung des Bahnhofsgeländes.

Das Ensemble an der Landesstraße 19 werde laut Investor künftig aus zwei Gebäudekomplexen bestehen. Im Hauptgebäude entstehen sechs Wohnungen, darunter auch eine Loftwohnung über zwei Ebenen in der ehemaligen Wartehalle.

Ein LPG-Zwischenbau, der seit den 1970er Jahren das Hauptgebäude und das Nebengebäude mit Wasserturm verbindet, wird derzeit abgerissen. Hier entsteht ein Neubau mit weiteren sechs Wohnungen, als Klinkerbau und somit „harmonisch angepasst an die historische Bausubstanz“.

Angeschlossen an den Neubau ist der Wasserturm, der rekonstruiert wird. Er erhält nach Angaben der Investoren getreu dem historischen Vorbild eine weitere Fachwerk-Etage und ein Giebeldach. Im Wasserturm wird es eine Wohnung über vier Geschosse geben.

Knapp zwei Jahre liefen im Vorfeld die Planungen in Zusammenarbeit mit dem Bad Sülzer Ingenieurbüro Groth. Im Frühjahr kommenden Jahres sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein. Dabei sollen die meisten Wohnungen altersgerecht gebaut werden. Auch werde der Bahnhof im Zuge des kreisweiten Breitbandausbaus an das schnelle Internet angeschlossen.

Die erste Wohnung sei nach Angaben der Koibe GbR bereits reserviert worden. Der Mietvertrag sei unterschrieben. Seit zwei Wochen werden die Wohnungen laut Investor vermarktet. Es gebe bereits weitere Anfragen. „Die Region hat das Potenzial für solche Wohnungen. Die Mieten sind zwar höher als ortsüblich, aber die verschiedenen Wohnungsangebote bieten insgesamt für unterschiedliche Interessenten sehr attraktiven Wohnraum“, heißt es. Die Nettokaltmieten für die Wohnungen im Bad Sülzer Bahnhof liegen zwischen knapp 7,30 und 9,70 Euro pro Quadratmeter. Im Zuge der Bauarbeiten muss jedoch der Rad- und Wanderweg „Östlicher Backstein Rundweg“ verlegt werden. Der verlief bislang auf der Südseite des Bahnhofs über das Privatgrundstück und soll künftig als Verlängerung der Rosa-Luxemburg-Straße über die Nordwestecke des Grundstücks verlaufen.

Robert Niemeyer

Johannes Hofmeister coacht seit Saisonbeginn die Regionalliga-Volleyballerinnen des SV Warnemünde

10.10.2018

Rostocker spielen erstmals mit zwei Teams in den deutschen Eliteklassen

10.10.2018

Vielseitigkeitsreiterin Emma Kümmel feiert tollen Erfolg

10.10.2018