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Barth: Kontrollen gegen Kot

Barth Barth: Kontrollen gegen Kot

Nach Beschwerden kontrollieren Polizei und Ordnungsamt verstärkt, ob Tierhalter die Notdurft von Gehwegen und Grünanlagen entfernen. Im Internet tauchten Meldungen auf, dass in und um Barth Giftköder ausgelegt werden.

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Halter sind verpflichtet, die Notdurft ihrer Tiere zu beseitigen.

Quelle: Fotolia

Barth. Es ist ein Kreislauf, der für so manchen Vierbeiner tödlich ausgehen kann. In den vergangenen Wochen erreichten die Mitarbeiter des Barther Ordungsamtes auffällig viele Beschwerden von Einwohnern, die sich über Hundekot auf Gehwegen und Grünanlagen in der gesamten Stadt beschwerten.

Hundebesitzer werden kontrolliert

Auch in den Sitzungen der Gemeindevertreter wurde in mehreren Ausschüssen über das Problem diskutiert, auf das Bürgermeister Stefan Kerth und seine Mitarbeiter nun drastisch reagieren: „In der nächsten Zeit werden wir verstärkt kontrollieren, ob Hundebesitzer während des Gassigangs auch Hundekotbeutel bei sich tragen und diese auch nutzen“, sagt der Bürgermeister. Die Mitarbeiter des Ordungsamtes und Polizisten werden die Kontrollen durchführen. Sie sind berechtigt, sich von Herrchen oder Frauchen das Tütchen zeigen zu lassen, in das die Notdurft wandern soll. Wer nicht auf die Beseitigung der unschönen Hinterlassenschaft seines Haustieres gerüstet ist, müsse demnach mit einer Strafe von etwa zehn Euro rechnen.

Etwa ein Dutzend Hundetoiletten stehen den Barther Tierfreunden zur Verfügung – unter anderem am Stadtwall, Hafen und in Barth Süd. Vor zwei Jahren wurden neue Hundestationen aufgestellt. Etwas kleiner, in grauer Farbe und weniger auffällig als die alten weißen, an denen der Zahn der Zeit bereits nagte. „Dort können die Hundekotbeutel kostenlos entnommen werden“, informiert Anngret Rönnpagel aus dem Ordnungsamt all jene, die das bislang noch nicht wussten.

Dass die Beschwerden nach dem Winter vermehrt auftreten, wundert die langjährige Mitarbeiterin des Barther Amtes nicht: „In der dunklen Jahreszeit übersehen die Halter, ob nun absichtlich oder unabsichtlich sei dahingestellt, den Kot. Und in der nun wieder heller werdenden Jahreszeit fallen die Häufchen Spaziergängern vermehrt ins Auge.“ Oder sie landen unter den Schuhsohlen.Auch der Bürgermeister erinnert eindringlich an die Pflicht der Halter. Ausreden, dass es zu wenige oder schlecht ausgestattete Hundetoiletten in der Stadt gebe, wolle er nicht gelten lassen: „Die Tütchen kosten nur wenige Cents und in der Stadt gibt es mehr als 300 Papierkörbe in denen diese entsorgt werden können. Und daran sollte man sich auch aus Liebe zum Haustier halten.“

Giftköder-Alarm bei Facebook

Denn die unachtsam liegen gelassene Notdurft der Tiere, bringt auch Menschen dazu, sogenannte Giftköder auszulegen. Im sozialen Netzwerk Facebook tauchte am Anfang dieser Woche in der Gruppe „Barther helfen Barthern“ ein Eintrag einer aufmerksamen Frau auf, der Tierfreunde hellhörig werden lässt. Von vergifteten Fleischstücken ist die Rede, die zum Teil sogar bis auf die Höfe der privaten Grundstücke in und um Barth geworfen werden. Es wird geraten, auf die geliebten Tiere besonders aufzupassen.

Bei der Polizei in Barth habe es jedoch in den vergangenen Wochen noch keine Anzeigen oder Hinweise auf die vergifteten Hundeköder gegeben, teilt eine Mitarbeiterin des Barther Polizeireviers mit. Doch das vergiften von Tieren, sei kein Kavaliersdelikt. Den Tätern drohen Strafen, wenn ihnen die Tat nachgewiesen werden kann – egal, ob der Vierbeiner davon Schaden trägt oder nicht.

Verhindert könne dieser Kreislauf am besten werden, wenn die Hinterlassenschaften der Tiere ordnungsgemäß entsorgt werden, betont Bürgermeister Stefan Kerth und nutzt die Gelegenheit, um auch auf die vorherrschende Leinenpflicht im gesamten Stadtgebiet aufmerksam zu machen.

Carolin Riemer

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