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Ribnitz-Damgarten Experte soll Tourismus ankurbeln
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Experte soll Tourismus ankurbeln
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18:38 21.10.2017
Touristen schlendern in der Boddenstadt durch die Lange Straße. Hier befindet sich auch das Vineta-Museum. Quelle: Foto: Detlef Lübcke
Barth

Ein Tourismus-Manager für Barth: Das wünschen sich nicht nur viele Einheimische, sondern auch die Stadtvertreter diskutieren seit einiger Zeit über die Einstellung eines Marketing-Fachmanns, der den Erholungsort professionell voran bringen soll.

In einem Nachtrag zum Stellenplan 2017/ 18 fassten die Stadtvertreter nun den endgültigen Entschluss, genau wie die Nachbarstadt Ribnitz-Damgarten, einen Tourismusfachmann einzustellen. Doch da Barth sich derzeit in der Haushaltskonsolidierung befindet – sprich, sie tilgt ihre Schulden – , muss zunächst die Kommunalaufsicht zustimmen, ob die neue Stelle geschaffen werden darf. Und die bewertet zunächst, ob Barth auch alle bestehenden Einnahmequellen ausschöpft, und sich die höheren Ausgaben leisten kann. Denn natürlich kostet ein neu eingestellter Tourismus-Fachmann Geld.

Bürgermeister Stefan Kerth vermutet allerdings, dass die Kommunalaufsicht ihr Veto einlegen könnte: „Da die Stadt bislang noch keine Fremdenverkehrsabgabe einzieht.“ Im Gegensatz zur Kurabgabe, die nur die Gäste eines Erholungsorts zahlen müssen, müssten die Fremdenverkehrsabgabe Unternehmen und Firmen zahlen, die vom Tourismus profitieren. Wünscht Barth sich also einen Experten in Sachen Tourismus, müssen Unternehmer künftig mit der Zahlung einer Fremdenverkehrsabgabe rechnen. Hausbesitzer müssen sich darauf einstellen, dass auch die Grundsteuer B erhöht wird. „Die müssen wir vermutlich ab dem kommenden Jahr anpassen“, sagt Kerth.

Das langfristige Ziel, das der Bürgermeister anstrebt, ist allerdings nicht das Leben in Barth für die Einheimischen teuerer zu machen, sondern die Gründung einer kleinen Tourismusgesellschaft.

Lange habe Kerth darüber nachgedacht: „Sind wir als Stadt zu klein für eine eigenständige Gesellschaft, die unsere touristische Vermarktung organisiert? Haben wir überhaupt genug Übernachtungszahlen?“

Diese Gedanken trieben Stefan Kerth um und er traf einen Entschluss: „Wir stecken zwar noch am Anfang, aber ohne Fachleute kommen wir erst recht nicht voran.“ Der neue Tourismus-Manager ist also der erste Schritt in Richtung Tourismusgesellschaft. Kein riesiges Unternehmen soll es werden, ein Leiter und zwei oder drei Angestellte, stellt Kerth klar. Schließlich wolle er nicht die ganze Stadt umkrempeln. „Aber ohne diese Entwicklung treten wir auf der Stelle.“

Die Aufgaben sind klar formuliert: Veranstaltungen und Marketingstrategien sollen professionelle Köpfe entwickeln und umsetzen. Mehr Werbung und bessere Vermarktung, damit der Erholungsort auch abseits der Hafenkante attraktiver für Urlauber und Einheimische wird.

Denn in Barth tut sich einiges. Die Errichtung von Wohnmobil-Stellplätzen am Borgwall sind beispielsweise in Planung. Ein beliebtes Gebiet, das auch schon zu DDR-Zeiten sehr beliebt bei Seglern war.

Und mehr Übernachtungsmöglichkeiten bedeuten auch mehr Urlauber und mehr Einnahmen für die Vinetastadt.

Carolin Riemer

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