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Firmen bauen Motoryacht in Gemeinschaftsarbeit

Barth/Marlow Firmen bauen Motoryacht in Gemeinschaftsarbeit

Das erste Kooperationsprojekt zwischen Bootsbaubetrieben der Region ist erfolgreich abgeschlossen.

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Beim Bau: Mitarbeiter von Metallbau Oelke schweißen am Bootskörper.

Barth. Mit dem Verladen und dem Abtransport einer schicken Motoryacht zum Kunden fand jetzt ein gemeinsames Bootsbauprojekt zweier regionaler Betriebe seinen Abschluss.

Der Metallbau Oelke aus Marlow und die Werft Rammin aus Barth hatten gemeinsam eine Lundi 262 gefertigt, die größte Aluminium-Motoryacht aus dem Baukastensystem des Rostocker Schiffsdesigners Steffen Schneider.

Jeder der beiden Betriebe konnte seine Stärken einbringen: der Marlower die Fertigkeiten im Aluminiumschweißen und der Barther die Erfahrungen aus dem Holzbootsbau.

Im Marlower Metallbaubetrieb wurde aus einem angelieferten, millimetergenau zugeschnittenen Brennpaket der Bootskörper geschweißt, während die Werft am Barther Wirtschaftshafen für den kompletten Innenausbau, die Ausstattung und die Farbgebung zuständig war.

Auftraggeber war die Yachtagentur Rostock, bei der ein Schweizer Händler diesen Typ geordert hatte. Konstrukteur und Yaro-Gesellschafter Steffen Schneider hatte den Geschäftsmann auf einer Bootsmesse kennengelernt. „Der Schweizer will die Lundi 262 vorwiegend selbst, aber auch als Vorführboot auf dem Neuenburger See nutzen“, berichtete er.

Es ist die zweite, gegenüber der ersten jedoch stark modifizierte Lundi 262 aus seinem Baukastensystem. „Die erste 262-er wird heute auf der Nordsee für Angeltouren eingesetzt, kam aber noch nicht aus dem Marlower Metallbaubetrieb. Der baute und baut dafür eine Serie etwas kleinerer Lundi-Yachten für uns“, so Steffen Schneider.

Auch die Lundi 262 ist für die Kategorie C (Küstengewässer bis Windstärke 6) zugelassen und soll mit der entsprechenden Motorisierung sehr gut zum Trollingfischen geeignet sein, wie der Konstrukteur versicherte. Konzipiert sei sie als „Weekender“ — als kleine Motoryacht für ein verlängertes Wochenende von zwei Personen. Mit dem vom Schweizer Eigner vorgesehenen 300-PS-Außenbordmotor werde der 2,8 Tonnen schwere und 8,25 Meter lange Vollgleiter bis zu 26 Knoten (50 km/h) schnell sein.

Ausgestattet ist die Lundi 262 unter anderem mit Doppelkoje, Kochecke und Nasszelle, um den Kurzurlaub so angenehm wie möglich gestalten zu können.

Die hochwertige Ausstattung hat natürlich ihren Preis: je nach Ausführung muss man zwischen 120 000 und 150 000 Euro für eine fahrbereite Motoryacht dieses Typs einplanen.

Die Idee zur Kooperation zwischen den beiden Unternehmen stammte von der Yaro GmbH, die bereits im Charter-Bereich mit der Werft zusammengearbeitet hatte. „Ich kann mir gut vorstellen, dass die beiden Betriebe ihre Kooperation fortsetzen, denn beide haben solide Handwerksarbeit geleistet“, lobte Steffen Schneider.

Auch die Gedanken von Geschäftsführer Heiko Oelke gehen in diese Richtung: „Die Werft Rammin ist ein fachlich versierter und kompetenter Geschäftspartner. Die haben alle Gewerke auf dem Hof, so dass man alle Leistungen aus einer Hand bekommen kann und die Boote nicht mehr umhertrailern muss.“

Bootsbaumeister Nils Rammin bezeichnete den Auftrag als schönes Gemeinschaftsprojekt, bei dem seine Werft Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln konnte. „Angesichts des langen Wunschzettels und der beschränkten Raumverhältnisse mussten wir beim Innenausbau sorgfältig planen, damit alles hineinpasst.“ Was heute unter Innenausbau verstanden werde, ähnele oft dem Ikea-Charme. Doch in der Lundi habe man mit Mahagoniholz eine klassisch-gemütliche Bootsatmosphäre schaffen dürfen, freute er sich.

Während Carsten Kosian von der Yachtspedition Schriever aus Rendsburg das Boot sorgfältig auf der Ladefläche seines Lkw verzurrte, polierten es Yaro-Geschäftsführerin Kirsten Schüle und Steffen Schneider auf Hochglanz. „Heute fahre ich nur bis nach Rendsburg, um dort einen Trailer mit einer weiteren Yacht anzukuppeln. Die Fahrt bis zur Schweizer Grenze wird dann inklusive der Ruhezeiten 24 Stunden dauern“, so der Fahrer.

Angesichts des langen Wunschzettels und der beschränkten Raumverhält- nisse mussten wir beim Innenausbau sorgfältig planen, damit alles hineinpasst.“Bootsbaumeister Nils Rammin, Barth

 



Volker Stephan

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