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Ribnitz-Damgarten Frühere Theaterchefin im Ein-Personen-Stück
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Frühere Theaterchefin im Ein-Personen-Stück
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03:41 12.09.2013
Die Schauspielerin Juliane Botsch — sie leitete mehrere Jahre die Barther Bodden-Bühne — brilliert im Stück „Das kunstseidene Mädchen“.
Barth

Politiker puzzeln an Theaterkonzepten, schütteln die Geldbüchse und stöhnen nur.

Währenddessen kann man in der Barther Bodden-Bühne unerwartetes Theater erleben: Wenn Dirk Löschner, Intendant der Landesbühne Vorpommern (die die Bühnen in Greifswald, Stralsund und Putbus bespielt und mit Zuschauerschwund zu kämpfen hat), plötzlich in einer Inszenierung des Bordel-„Konkurrenztheaters“ namens Vorpommersche Landesbühne Regie führt, dann setzt dieser Fakt die Konkurrenzdebatte außer Kraft. Stattdessen beweisen die recht unterschiedlichen Theater, dass sie nur ein Ziel haben: Dem Publikum ein gutes, unterhaltsames und bitteschön auch anspruchsvolles Theatervergnügen zu bereiten.

Und die Besucher der Barther Bodden-Bühne können hiervon bestens partizipieren. Eine Chance, die sich wohl noch nicht so recht herumgesprochen hat in Barth und der Umgebung. Aber Theatermenschen sind nun mal verrückt — sie geben nicht auf.

Wie solche Kooperation funktioniert, zeigt die Goldoni-Komödie „Krach in Chiozza“, die kurz nach ihrer Premiere in Zinnowitz bald auch in Barth zu sehen ist: Am Sonnabend, dem 5. Oktober, beginnt der Spaß um 19.30 Uhr. Für die Darstellerin der Fischersfrau Pasqua ein glatter Heimvorteil — denn Schauspielstudentin Barbara Pohla kommt aus Barth, lernt an der Theaterakademie Vorpommern wie einige in Barth groß gewordene Schauspieler vor ihr.

Eine andere Schauspielerin, die mit ihrem Können begeistert, hat einige Jahre gemeinsam mit Martin Schneider die Geschicke der Bodden-Bühne gelenkt und geleitet. Juliane Botsch spielt im Ein-Personen-Stück „Das kunstseidene Mädchen“, zu sehen in Barth zur Spielzeiteröffnung am 28. September. „Das kunstseidene Mädchen“ zeigt das Lebensgefühl junger Frauen Ende der 1920er Jahre;

emanzipiert und modern, aber ohne Zukunftsperspektive.

Dass Kinder und Jugendliche in der Bodden-Bühne eine Heimstatt haben, weiß man. Das Jugendensemble beweist das mit seiner Oltmanns-Inszenierung „Ungeheuer ist viel, doch nichts“ — schon wieder tolles Theater in Barth.

Vorhang auf!
Sonnabend, 28. September, 19.30 Uhr:

„Das kunstseidene Mädchen“ — Ein-Personen-Stück nach dem Roman von Irmgard Keun


Sonnabend, 5. Oktober, 19.30 Uhr:

„Krach in Chiozza“ — Komödie von Carlo Goldoni


Sonntag, 13. Oktober, 15 Uhr:

„Kaspar Brand un dat ewig Läben“ — Gastspiel der Fritz-Reuter-Bühne Schwerin


Freitag, 18. Oktober, 19.30 Uhr:

Klönpott — Unterhaltsame Talk-Show


Sonnabend, 26. Oktober, 19.30 Uhr

und Dienstag, 29. Oktober, 10 Uhr:

„Ungeheuer ist viel, doch nichts“ — Von Piet Oltmanns nach Motiven von „Antigone“, es spielt das Barther

Jugendensemble

Ein durch und durch originelles Buch.“Kurt Tucholsky über

die Romanvorlage „Das kunstseidene Mädchen“

Hans-Joachim Meusel

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