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Ribnitz-Damgarten Hunde, Gemeinderäume, Zweitwohnungen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Hunde, Gemeinderäume, Zweitwohnungen
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00:00 02.12.2017
Trinwillershagen

Jetzt ist nun einmal die Zeit, Päckchen zu packen. Auch in der Gemeindevertretung Trinwillershagen, die sich am Donnerstagabend mit Steuer-, Spar- und Gebührenpaketen für ihr „Hasiko“ (Haushaltssicherungskonzept) beschäftigte.

167 Erst- und 16 Zweithunde sind in Trinwillershagen gemeldet, für die bislang 25 beziehungsweise 37 Euro Steuer gezahlt werden mussten. Ab 2018 werden 30 Euro für den ersten, 50 für den zweiten und 80 Euro für den dritten Hund fällig.

Damit blieb die Gemeinde unterhalb des Vorschlags des Amtes (40/80/120). Immerhin vermitteln Fido und Bello ihren Besitzern auf dem Lande ein Gefühl von Sicherheit.

Die längste Zeit gehörte Trinwillershagen zu den Gemeinden ohne Zweitwohnungssteuer. 61 Nebenwohnsitze könnten 15000 Euro in das Gemeindesäckel spülen, schätzt jedenfalls das Amt Barth.

Trotz Zweifel an der Höhe des Betrages beschlossen Trinwillershagens Vertreter bei einer Enthaltung „Maßnahmen einzuleiten“, sprich, eine entsprechende Standardsatzung zum 1. Januar 2018.

Für Turnhalle und Kraftraum soll zukünftig eine Nutzungsgebühr in Höhe von 5 Euro je Trainingseinheit erhoben werden. Betroffen sind vor allem die Mitglieder des Sportvereins, die es derzeit auf 372 Einheiten pro Jahr bringen. Der Verein soll den Betrag einbehalten und an die Gemeinde abführen. Andere Nutzer rechnen direkt mit der Gemeinde ab. Für Kinder und Jugendliche bleibt die Nutzung gebührenfrei.

Den Sport treffen weitere Sparmaßnahmen. So wird der Koordinator ab 2018 nicht mehr von der Gemeinde bezahlt, der sie 7000 Euro jährlich gekostet hat.

Besonders kontrovers wurde die Erhöhung der Gebühren für die Nutzung gemeindeeigener Räume wie Vereinsraum, Pavillon und Dorfgemeinschaftshaus Langenhanshagen diskutiert. Künftig sollen neben einer Kaution Gebühren, je nach Nutzer, um 100 Euro pro Tag oder 10 Euro je Nutzungseinheit erhoben werden.

Aus dem denkmalgeschützten Pavillon, in dem die Sitzung stattfand, soll nach Sanierung eine Dorfbegegnungsstätte werden. Es bestehen gute Aussichten auf 226000 Euro aus dem Leader-Programm. 40

000 Euro betrüge der Eigenanteil der Gemeinde. Einstimmig beauftragte die Gemeindevertretung das Amt damit, die Fördermittel noch in diesem Jahr zu beantragen. „Ob wir das Geld 2018 oder 2019 bekommen, ist noch nicht klar“, gab sich Bürgermeister Achim Markawissuk bedingt optimistisch. Freude machen ihm auch die Baufortschritte in der Kita: „Wenn das so gut weitergeht, ist sie Ende Februar fertig.“

Zufrieden kann der Bürgermeister auch mit dem Jahresabschluss 2016 des Abwasserbetriebes der Gemeinde sein. Er erwirtschafte 69000 Euro Gewinn. Da kann sogar der Nachschlag für die Tropfkörperanlage bezahlt werden, die 2018 gebaut werden soll. „Ich freue mich, dass seit 2015 nichts mehr zugeschossen werden musste“, kommentierte Markawissuk das Betriebsergebnis. Etwas länger als auf den Tropfkörper wird man auf das schnelle Internet warten müssen. Eine Inbetriebnahme sei bis Oktober 2019 geplant.

Susanne Retzlaff

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