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Star-Geiger jazzt zum ersten Mal

Barth Star-Geiger jazzt zum ersten Mal

Das bulgarische „Acoustic Version Trio“ begeistert vor ausverkauftem Haus bei den Barther Kammermusiktagen.

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Auf neuen Pfaden: Martin Panteleev (l.) debütiert beim Acoustic Version Trio als Jazzgeiger.

Quelle: Fotos: Uwe Roßner

Barth. Die Auswahl spricht für sich. Nach dem Gastspiel des internationalen Ausnahmepianisten Prof. Bernd Glemser am vergangenen Sonnabend im Hotel Speicher Barth bewies Martin Panteleev mit der Einladung des Acoustic Version Trios als künstlerischer Leiter der Kammermusiktage wieder ein gutes Händchen.

Die Ankündigung der drei Jazzer schlug bereits vor dem diesjährigen Festivalstart Wellen. Denn die Organisatoren der Konzertreihe in der Boddenstadt konnten sich bereits vor dem ersten gespielten Ton der Saison über einen ausverkauften Saal freuen. Erneut zurecht. Denn seit Jahren sind die Karten für den dritten von insgesamt fünf Abenden sehr begehrt. Und dies, weil dieser im Zeichen von musikalischen Experimenten steht. Nach beispielsweise Tango und Filmmusik ist dies 2014 Jazz. Damit erfüllte sich Martin Panteleev einen Kindheitstraum.

Von klein auf kennt und schätzt der Violinist seine bulgarischen Kollegen Georgi Dontschev (Kontrabass), Antoni Dontschev (Klavier) und Hristo Yostov (Schlagzeug). Letztere formten 1985 das Acoustic Versoin Trio, gewannen in Belgien als Duo und Solisten im Jahr erste Preise und räumten innerhalb der nächsten zwöf Monate bei den 5. Leverkusener Jazztagen den Titel Young European Jazz Artists ab. Mit dem Kontrabass spielenden Bruder geht es seit 1989 in der Dreierkonstellation auf internationale Festivals und Tourneen. „Es freut uns, an solch einem fantastischen Ort zu spielen“, bedankte sich Antoni Dontschev auf Englisch beim Kreis der Versammelten für die Einladung nach Barth.

Ihre gepflegte Spielkultur, Improvisationslust und erste Güte als Komponisten bewies das Acoustic Version Trio und zog die mehrheitlichen Klassikhörer in den Bann. Dies gelang mühelos mit prägnanten Eigenkompositionen, einer würdigen Verneigung vor dem US-amerikanischen Pianisten Bill Evans (frühes Miles Davis-Sextett) und der traditionsbewussten Pfelge des Folklorejazz mit dem prägnanten bulgarischen Elfachteltakt. Als Quartettverstärkung trat Martin Panteleev mit auf die Bühne und erspielte sich erste Lorbeeren als Jazzgeiger. Für ihn und Barth schrieb Hristo Yostov den romantischen „Tanz der Wellen“. Das völlig überraschend aus dem Hut gezogene „Wandernde Schatten“ verblüffte als opulente Zugabe.

An Beifall mangelte es vorab für das Schulorchester des Gymnasialen Zentrums nicht. Dieses erfreute unter Leitung von Uwe Janzen mit Elton Johns „Can you feel the love tonight“ (König der Löwen), dem The-Mamas-&-The-Papas-Evergreen „California Dreaming“, einem ABBA-Jubiläumsmedley und einem packenden Auszug aus dem Blockbuster „Fluch der Karibik“.

„Der Auftritt mit Martin Panteleev ist für uns ein Höhepunkt im Schuljahr. Es macht immer viel Spaß“, bestätigt der sechszehnjährige Cellist Christop Meyer.

„Die Kammermusiktage haben in Barth einen guten Platz und ziehen Zuhörer aus ganz Vorpommern an“, äußert Ralf Drescher (CDU). In seinem Terminkalender ist seit Jahren ein Abend beim Barther Festival fest eingeplant. „Es ist mir ein Bedürfnis“, so der Landrat. Überrascht war der Jazzliebhaber vom Gastspiel des Acoustic Version Trios und Martin Panteleevs Improvisationen auf der Violine.

Noch zwei Konzerte
Heute geben Lida und Martin Panteleev ab 19. 30 Uhr ihr romantisches
Recital „Ohne Worte“ im Hotel Speicher Barth. Eigene Bearbeitungen von
Serge Rachmaninows „Romanzen“

op. 34 bringt das Musikerpaar zu
Gehör, lässt Gabriel Faurés „Romances sans Paroles“ op. 17 folgen und
präsentiert ihr Arrangement von
Edward Griegs bekannter „Peer Gynt“-Suite Nr. 1.



Das Abschlusskonzert der Barther Kammermusiktage steht in diesem Jahr ganz im Zeichen Johannes Brahms. Mit Sonaten für Violine und Klarinette, dem Klavierquintett in f-Moll op. 34 und dem Sextett für Streicher klingt das Barther Musikfestival am Sonnabend, dem 5. April, ab 19 Uhr im Hotel Speicher Barth aus.

 



Uwe Roßner

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