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Teures Pflaster in Barth

Barth Teures Pflaster in Barth

Debatte in der Stadtvertretung: Lockeres Pflaster, schlechte Beschilderung und Diskussionen, wie die Innenstadt belebt werden könnte.

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Im Kreuzungsbereich Lange Straße / Badstüberstraße lösen sich ständig die Pflastersteine. Nun werden sie wieder einmal repariert.

Quelle: Foto: Volker Stephan

Barth. Die Straßenbauarbeiten in der Langen Straße in Barth sorgten unter den Stadtvertretern am Donnerstagabend für reichlich Diskussionen. Mangelhafte Beschilderung, lockeres Pflaster, es gab einige Kritikpunkte. Die Bauarbeiten am Kreuzungsbereich Lange Straße/Badstüberstraße/Baustraße hatten am Morgen begonnen und sind schon recht vorangeschritten. Grund der bis zum Donnerstag, dem 18. Mai, andauernden Teil- und Vollsperrung sind Tiefbauarbeiten zum Ersatz der Pflasterung durch eine Asphaltdecke, weil sich immer wieder Pflastersteine lösen.

OZ-Bild

Debatte in der Stadtvertretung: Lockeres Pflaster, schlechte Beschilderung und Diskussionen, wie die Innenstadt belebt werden könnte.

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Ein FDP-Eilantrag zu dem Thema wurde eingangs der Sitzung im Rathaus zwar mit sehr knapper Mehrheit abgelehnt. Diskutiert wurde über das Thema dennoch, weil sich Sitzungsgast Erich Kaufhold in der Einwohnerfragestunde diesbezüglich zu Wort meldete. Kaufhold, der in dem zur Sackgasse gewordenen unteren Bereich der Badstüberstraße wohnt, beklagte eine unzureichende Ausschilderung der Verkehrseinschränkungen. „Heute Vormittag bin ich von rückwärtsfahrenden Autos vor meiner Haustür überrascht worden.“ Offenbar hätten viele Fahrer die unzureichende und ungünstig platzierte Beschilderung übersehen. Der berufene Bürger, der im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur mitarbeitet, kritisierte den Bruch des Gestaltungskonzeptes im historischen Stadtkern durch diesen „kleinen Fleck aus Asphalt“. „Warum werden die Steine nicht in Beton gesetzt, damit sie festen Halt bekommen?“

Bauamtsleiter Manfred Kubitz gab zu, dass es sich bei der Maßnahme um eine heikle Angelegenheit handele. Unter der Last durchfahrender Lkw würden sich immer wieder Pflastersteine lockern. Natürlich hätte man das gesamte Pflaster aufnehmen und neu in Beton verlegen können. Doch vor Jahren seien nach einer größeren Reparatur genau in diesem Bereich die Leitungen der Stadtwerke mit einer Betondecke zugeschüttet worden, um sie zu schützen. „Will man dort Pflastersteine in Beton verlegen, müsste man zuvor das alte Weichbett aus Sand entfernen und die Betondecke über den Leitungen säubern – sonst verbinden sich alter und neuer Beton nicht“, erklärte Manfred Kubitz. „Das wäre teurer, mit viel Handarbeit verbunden und würde zu einer zwei- bis dreiwöchigen Sperrung der Kreuzung führen“, erklärte er. Weil das Unternehmen BaSeCo in der nächsten Woche die teure Technik zur Asphaltierung der Chausseestraße sowieso vor Ort habe, sei es gelungen, einen sehr günstigen Preis für den Einsatz der Maschinen in der Langen Straße auszuhandeln. Das alte Pflaster habe der technische Betrieb der Stadt bereits aufgenommen, nun würden Bauarbeiter die seitlichen Begrenzungen und die wasserführenden Rinnen pflastern. „Die Asphaltiermaschine wird am kommenden Dienstag zum Einsatz kommen. Dem Asphalt wird Marmorsplit beigemischt, um ihn hell zu färben.“

Beim späteren TOP Anfragen und Mitteilungen äußerte sich auch Peter Hermstedt (FDP) zur Problematik. „Unser Eilantrag hätte sich aufgrund der fortgeschrittenen Tiefbauarbeiten sowieso erledigt.

Wir halten es ebenfalls für kontraproduktiv, die Kreuzung mit Teer zu reparieren.“ Wenn die Straße an dieser Stelle ständig kaputt sei, läge das wohl eher an der katastrophalen Verkehrsführung in der Innenstadt. „Deshalb sollten wir lieber am Gesamtkonzept für die Lange Straße arbeiten. Demnächst öffnet dort ein Ein-Euro-Laden, der da auch nicht ganz hinpasst.“ Frank Schröter (CDU) verlangte hinsichtlich des Kundenrückgangs in der Innenstadt, den er sich mit dem Edeka-Wegzug erklärte, dass die Stadt versuchen sollte, etwas zu organisieren – beispielsweise eine Einkaufsnacht. Kerstin Klein (SPD) schlug vor, sich wegen der zunehmenden Zahl ausländischer Touristen langsam Gedanken um die Mehrsprachigkeit des städtischen Infomaterials zu machen.

Bürgermeister Dr. Stefan Kerth erinnerte an das Treffen am 24. Mai mit Gewerbetreibenden im Rathaussaal, bei der das weitere Vorgehen zu Belebung der Langen Straße diskutiert wird. Die Stadtvertreter stimmten auch einer Änderung zum Beschluss vom April 2016 über die Neubauförderung in den Sanierungsgebieten zu. Konkret geht es um 14 städtebaulich wichtige oder nur mit erhöhtem Aufwand bebaubare Grundstücke in der Dammstraße, deren Gebäude nun mit bis zu 150 Euro/Quadratmeter Wohn- oder Nutzfläche gefördert werden können.

Volker Stephan

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