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Ribnitz-Damgarten Barther Förderschule: Die Zukunft im Blick
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Barther Förderschule: Die Zukunft im Blick
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13:08 04.12.2018
Die Schulleiterin der Förderschule „Jan-Amos Komensky“ in Barth mit Schulhund Cleopatra. Die Sitzbank haben Schüler gebaut und gestaltet. Quelle: Anika Wenning
Barth

In der Förderschule „Jan-Amos Komensky“ in Barth geht es familiär zu. „Wir sind eine kleine Schule und sind deshalb sehr mit unserer Schule verbunden. Wir sind ein gutes Team und ziehen alle an einem Strang“, sagt Schulleiterin Liane Schöpa. Rund 90 Schüler werden an der Förderschule von 15 Lehrkräften unterrichtet. Zum Team gehören eine Sekretärin, drei Integrationshelfer und ein Hausmeister, der bei größeren Aufgaben auch vom Hausmeister des benachbarten Gymnasiums unterstützt wird. „Wir sind ein junges, dynamisches Kollegium. Unser Durchschnittsalter liegt bei etwa 40“, sagt die 44-Jährige.

Die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium sei sehr eng. „Wir verstehen es als Schulcampus und arbeiten bei vielen Projekten gemeinsam.“ Und auch mit zahlreichen Firmen, der Stadt sowie dem Barther Theater gebe es einen engen Kontakt. Im Rahmen der OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ werden in diesem Jahr Spenden für die drei Förderschulen in der Region gesammelt. Neben der Barther Förderschule werden das Johann-Heinrich-Pestalozzi-Förderzentrum sowie die Rosenhofschule in Ribnitz-Damgarten unterstützt.

So können Sie spenden

Die Lokalredaktion Ribnitz-Damgarten sammelt anlässlich der OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ für die drei Förderschulen der Region, genauer gesagt für die Fördervereine der Schulen. Da die OZ selbst keine Spenden annehmen darf, ist einer der drei Vereine Träger des Spendenkontos, und zwar der Förderverein des Pestalozzi-Förderzentrums Ribnitz. Das Geld wird aber am Ende der Weihnachtsaktion zu gleichen Teilen auf alle drei Vereine aufgeteilt und kommt somit allen drei Schulen zugute.

Sie möchten spenden?Dann kommen Sie ins Service-Center in Ribnitz in der Langen Straße 43/45. Dort steht eine Spendenbox bereit. Eine weitere steht in der Pflanzenschule Schauer und Lindner in Wiepkenhagen.

Am einfachsten können Sie per Überweisung spenden. Die Namen der Spender werden in der OZ veröffentlicht. Sollten Sie das nicht wünschen, bitte im Verwendungszweck vermerken.

Das Konto: Empfänger: Förderverein der J.-H.-Pestalozzi-Schule Ribnitz e.V.; IBAN: DE93 1505 0500 0000 2226 66; Verwendungszweck: OZ-Weihnachtsaktion

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Die Förderschule in Barth mit dem Schwerpunkt Lernen setzt ihren Fokus auf die berufliche Orientierung. Jeder Schüler soll je nach seiner Kompetenz den höchstmöglichen Abschluss machen und bestmöglich auf das Berufsleben vorbereitet werden. „Wir sehen den Schüler als Ganzes, mit all seinen Stärken und Schwächen und auch seinen Ängsten und Nöten“, sagt Juliane Schöpa. Eine Besonderheit in Barth sei das freiwillige zehnte Schuljahr, das nicht alle Förderschulen anbieten würden. „Das gibt es bei uns seit 2012 und wird gut angenommen. Zwölf bis 15 Schüler nutzen das Angebot pro Jahr. Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Bis jetzt haben alle Schüler die Berufsreife erlangt“, erklärt die Schulleiterin stolz. Zu den ehemaligen Schülern gebe es einen intensiven Kontakt. Einige würden auch wiederkommen und in den Abschlussklassen über ihre Ausbildung und die Zeit nach der Schule berichten. Ein Großteil der Abgänger fange direkt im Anschluss eine Ausbildung an, einige müssten noch in die Berufsvorbereitung, ein bis zwei Schüler der Abschlussklasse würden ganz ohne Ausbildung direkt arbeiten.

Die Ganztagsschule bietet auch vier Mal in der Woche nachmittags unterschiedliche Kurse an. Hier haben die Schüler unter anderem die Wahl zwischen Theater spielen, Yoga, Chill-out-Massage, Collagen basteln oder auch Selbstverteidigung. Mindestens zwei Angebote müssen die Jugendlichen wahrnehmen.

Neue Bänke für die Schulflure

Die Spenden, die im Rahmen der OZ-Weihnachtsaktion gesammelt werden, möchte die Barther Förderschule für Projekte nutzen. Ein Wunsch sei es unter anderem, dass die Jugendlichen für die Flure im Schulgebäude Bänke bauen. Für das Material benötigt die Schule allerdings Geld. „Wir können solche Projekte nur mit finanzieller Hilfe durchführen“, erklärt Liane Schöpa. In diesem Jahr seien zusammen mit dem Künstlers Lucas Drechsler aus Löbnitz bereits acht Bänke und drei Tische entstanden. Die Bänke wurden mit schönen Motiven verziert, unter anderem ist hier der Therapiehund der Schule, Cleopatra, verewigt. "Momentan stehen die Bänke noch im Schulgebäude aber im Sommer sollen sie nach draußen gebracht werden", sagt die 44-Jährige. Denn Tische und Bänke würden dann als grünes Klassenzimmer genutzt. "Es wäre schön, wenn wir sowohl draußen als auch drinnen Sitzgelegenheiten hätten", berichtet die Schulleiterin. Durch die Arbeit würden Schüler auch ihre Talente und Begabungen erkennen. Bei dem Projekt mit Lucas Drechsler hätten einige Jugendlichen ihr handwerkliches Geschick entdeckt. „Einer möchte nun sogar Tischler werden“, freut sich die Schulleiterin über den Erfolg.

Die Förderschule „Jan-Amos Komensky“ in Barth. Quelle: Anika Wenning

Im kommenden Jahr feiert die Förderschule bereits ihr 65-jähriges Bestehen. Geplant sei eine große Schulparty zum Jubiläum. Seit 2009 befindet sich die Förderschule im sanierten Altbau des ehemaligen Gymnasiums. In den Jahrzehnten davor gab es wechselnde Standorte, unter anderem in der Barther Innenstadt sowie in der Straße Uhlenflucht, wo sich jetzt die Kindertagesstätte befindet. Liane Schöpa ist seit 2004 Schulleiterin.

Anika Wenning

Ribnitz-Damgarten OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ - Rosenhofschule setzt auf den Wohlfühlfaktor

„Wir sind wie eine kleine Familie“, sagt Schulleiterin Silke Höfs. Im Mittelpunkt des Schulkonzepts steht die die Bewältigung des Alltags.

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