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Ribnitz-Damgarten Barther IG Dampfmaschinen mit Zukunftssorgen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Barther IG Dampfmaschinen mit Zukunftssorgen
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18:31 09.09.2018
Der Barther Verein hat sich historischer Technik verschrieben: Diese Dampfmaschine aus Bayern diente einst zur Stromerzeugung in einer Gerberei. Quelle: Lisa Fritsche
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Barth

Trotz schönen Wetters und eines nicht abreißenden Besucherstroms anlässlich des Tages des offenen Denkmals am Sonntag war die Stimmung unter den Mitgliedern der IG Barther Dampfmaschinen gedrückt. Erst wenige Tage zuvor war der Gründer und langjährige Vorsitzende des Vereins, Siegmar Goretzki, an den Folgen einer schweren Erkrankung gestorben. Neben der Trauer um ihren Vorsitzenden bewegte die Technikfreunde aus Barth (Vorpommern-Rügen) die Frage, wie es ohne ihren unermüdlich und mit viel Herzblut agierenden Kameraden weitergehen soll.

Dass es so, wie man es seit vielen Jahren gewohnt war und liebgewonnen hatte, nicht mehr möglich sein würde, dürfte allen klar sein. Immerhin hatte Siegmar Goretzki wenige Meter vom Vereinsdomizil entfernt gelebt und war dadurch immer verfügbar gewesen. „Herrn Goretzkis Engagement war es zu verdanken, dass eine Vielzahl technischer Raritäten erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde“, heißt es im Nachruf der IG.

Hohes Durchschnittsalter

Vorerst hat Peter Scholz, der bisherige stellvertretende Vorsitzende, die Leitung des Vereins übernommen. Alle weiteren Hoffnungen der übrigen Mitglieder – mit einem Altersdurchschnitt deutlich über 70 – ruhen nun auf ihm, denn mit seinen 52 Jahren ist er mit Abstand der Jüngste.

Peter Scholz will seine Vereinskameraden nicht enttäuschen, räumt aber ein, dass es schwierig werden dürfte. „Ich arbeite ja während der Woche in Greifswald. Allerdings sind wir auch nur ein kleiner und überschaubarer Verein. Irgendwie muss es ja weitergehen.“

Neue Mitglieder gesucht

Als eine der wichtigsten Aufgaben sieht er die Gewinnung neuer Mitglieder, um den Altersdurchschnitt zu senken, räumt aber das mangelnde Interesse der jungen Generation an Technik und Technikgeschichte ein.

Schon Siegmar Goretzki war immer wieder vom geringen Interesse Barther Schulen an den Raritäten der Technikgeschichte, die dazu noch unmittelbar vor der eigenen Haustür zu finden sind, enttäuscht worden.

Für Schulklassen und sonstige Gruppen bietet Vereinsmitglied Klaus Reiher (69) altersgerecht und sachkundig gestaltete Führungen durch die repräsentative Sammlung an.

Publikumsmagnet waren auch an diesem Schautag wieder die funktionierenden, nach Bauplänen selbst gestalteten Dampfmaschinenmodelle des Stralsunders Erich Quoika (88). „Mit so einem Hobby kann man sein Gehirn fit halten“, versicherte der einstige Schiffsmaschineningenieur, dem man sein hohes Alter nicht ansieht.V. Stephan

Volker Stephan

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