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Ribnitz-Damgarten Barther René Groß ist jetzt ein „300-Kilo-Mann“
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Barther René Groß ist jetzt ein „300-Kilo-Mann“
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00:05 29.11.2017
René Groß – hier bei einem Wettkampf in seiner Heimatstadt Barth – bewältigte erstmals 300 kg im Bankdrücken. Quelle: Foto: Marco Schwarz
Randersacker/Barth

Was für ein Wettkampf! René Groß konnte nach den Deutschen Meisterschaften im Bankdrücken lange Zeit nicht richtig begreifen, was ihm im bayerischen Randersacker nahe Würzburg gelungen war. „Ich bin gerade ehrlich gesagt total von der Rolle, weil dieses Gefühl einfach nur unbeschreiblich für mich ist. Etwas erreicht zu haben, das wirklich nur einer erlesenen Anzahl von Menschen gelingt, ist für mich noch kaum zu glauben“, sagte der Athlet vom SV Motor Barth.

Motor-Athlet wird zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister im Bankdrücken und knackt dabei die 300-Kilo-Marke / Vereinskamerad Sven Lange holt Silber

Was den 36-Jährigen emotional so bewegte, war nicht nur die Tatsache, dass er sich zum dritten Mal in Folge den Deutschen Meistertitel in der Gewichtsklasse bis 120 kg sicherte. Vielmehr war er über seine neue Bestleistung erfreut. Mit den 300 kg, die er am Ende in der Ergebnisliste zu stehen hatte, durchbrach er zudem eine Schallmauer. „Ein grandioser Tag geht für mich zu Ende“, meinte er nach seinem Auftritt. René Groß ist damit der erste Barther, der diese Last im Bankdrücken bewältigen konnte. „Und in Deutschland bin ich der achte Athlet im Bundesverband, dem das gelungen ist“, freute er sich überschwänglich. Umgerechnet war diese Last, die er in seinem zweiten Versuch schaffte, 173,5 Punkte wert. In der Relativwertung, die das Körpergewicht ins Verhältnis zur Leistung setzt, belegte er bei diesen Deutschen Meisterschaften Rang zwei.

Der Auftritt von Groß begeisterte auch seinen Teamkollegen Sven Lange, der zugleich Abteilungsleiter Kraftsport beim SV Motor ist. „René ist ein Aushängeschild für unseren Verein“, kommentierte er den Auftritt. „Mit viel Engagement hat er sich nach vorn gearbeitet. Früher hätte man ihm das gar nicht so zugetraut“, fügte Sven Lange augenzwinkernd hinzu.

Er selbst war in Randersacker ebenfalls am Start und stellte in der Gewichtsklasse über 120 kg eine persönliche Bestleistung mit 295 kg auf. Dafür gab es die Silbermedaille. „Der Wettkampf lief super. Die weite Anreise nach Bayern hat sich gelohnt“, sagte Lange. Er steigerte seinen Rekord um 15 kg. „Das zeigt doch, dass man auch im Alter noch einen Leistungssprung machen kann“, kommentierte der 37-Jährige sein Abschneiden.

Für die Barther Kraftsportler ist damit die Saison beendet. Doch bereits jetzt gibt es Pläne für das nächste Jahr. „Im Januar werde ich mit der Mannschaft die Bundesliga im Kraftdreikampf bestreiten“, kündigte René Groß an. Der erste Wettkampf ist für den 20. Januar geplant. Zuletzt sicherte sich Motor den Titel mit dem Team sieben Mal in Folge. Zudem wolle er sich 2018 wieder auf der internationalen Bühne sehen lassen. „In erster Linie peile ich die Europameisterschaften im Oktober in Luxemburg an“, sagte Groß. Er sei sich aber bewusst, dass die Leistungsdichte international sehr hoch ist. „Daher möchte ich mich weiter steigern. Um dort mitzuhalten, muss man eigentlich über die Region von 315 bis 325 kg hinaus kommen“, schätzt der Barther.

Geht es nach Sven Lange, wird René Groß im kommenden Jahr im Kreis der 300-Kilo-Männer aus dem eigenen Verein Gesellschaft bekommen. „Diese Marke ist auch ein Ziel für mich“, meinte er. Bei den Meisterschaften in Randersacker war Lange daran noch gescheitert. „Aber so weit weg sind die nicht mehr“, ist er überzeugt.

Marco Schwarz

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