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Ribnitz-Damgarten Stadtvertreter stehen hinter Bürgermeister
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Stadtvertreter stehen hinter Bürgermeister
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16:00 05.11.2018
Das Rathaus in Barth. Quelle: Anika Wenning
Barth

Freude bei der CDU-Fraktion in Barth: Ihr Kandidat, Friedrich-Carl Hellwig, hat am Sonntag die Bürgermeisterwahl klar gewonnen. Mit 53,9 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen Martin Maak (20,4 Prozent), Mario Galepp (13,9 Prozent) und Karoline Preisler (12,4 Prozent) durch (die OZ berichtete). Der 52-Jährige war als Einzelbewerber mit Empfehlung der CDU zur Wahl angetreten.

“Wir waren sehr überrascht, dass es schon im ersten Durchgang geklappt hat“, sagte Frank Schröter am Montag auf OZ-Nachfrage. Bei vier Kandidaten sei das nicht unbedingt zu erwarten gewesen. „Der Vorteil an unserem Kandidaten ist, dass er schon eingearbeitet ist und wir gleich zur Sacharbeit übergehen können“, erklärte der Vorsitzende der CDU-Fraktion.

Auch „Die Linke“ stand hinter Hellwig

Auch die Fraktion „Die Linke“ stand schon im Wahlkampf hinter Friedrich-Carl Hellwig. „Es ist ein hervorragendes Ergebnis. Ich habe schon damit gerechnet, dass es zur Stichwahl kommt und bin positiv überrascht“, sagt der Vorsitzende Lothar Wiegand. „Es ist wichtig für Barth, dass es jetzt unverzüglich losgeht.“ Besonders am Herzen liege ihm die Entwicklung des industriellen Gewerbes sowie größere Bauvorhaben. „Unter anderem die sogenannte Bossow-Fläche. Hier muss endlich etwas passieren und es kann nicht sein, dass es sich wieder jahrelang hinzieht. Wir gehen davon aus, dass Herr Hellwig uns nicht enttäuscht und wir haben ihm auch unsere Unterstützung zugesagt.“ Allerdings scheue man auch nicht davor zurück, ihm auf die Füße zu treten, wenn es nicht wie erwartet laufe.

Dr. Henning Heyden, der als Einzelbewerber in der Stadtvertretung sitzt, begrüßte das Wahlergebnis ebenfalls. „In Zukunft wird jedes Bauvorhaben automatisch zur Chefsache. Für die Entwicklung unseres Hafens und der Stadt hat er bisher schon viele Anregungen geliefert. Unser Bürgermeister, der moderne Stadtentwicklung studiert hat, kann sich jetzt weiter positiv verwirklichen.“ Ein gutes Zeichen sei auch, dass sich bereits vor der Bürgermeisterwahl fast alle Stadtvertreter aus allen Parteien sowie freie Wähler hinter den Kandidaten gestellt hätten. „Damit wird endlich Einigkeit ins Rathaus einziehen“, so Dr. Henning Heyden. „Und Einigkeit macht stark. Das wissen wir alle.“

„Ich hoffe auf gute acht Jahre“

Peter Hermstedt (FDP) ist ebenfalls zufrieden mit dem Wahlausgang. Es habe der Kandidat gewonnen, der die notwendigen Voraussetzungen mitbringe. „Die Barther haben gezeigt, dass sie sich wirklich Gedanken gemacht haben“, sagte der Stadtvertreter. „Ich glaube, dass es Herrn Hellwig gelingen wird, dass alle an einem Strand ziehen. Ich hoffe auf gute acht Jahre.“

Für Holger Friedrich (SPD), der im Wahlkampf Mario Galepp unterstützt hatte, kam das Ergebnis überraschend. „Ich hatte nicht damit gerechnet, aber ich nehme es so hin, wie es ist“, sagte der Fraktionsvorsitzende. „Ich habe schon im Vorfeld gesagt, dass ich den, der gewählt wird, auch unterstützen werde.“ Er hoffe vor allem, dass das Thema Bürgernähe schnell umgesetzt werde. „Das Rathaus ist für die Bürger da und nicht umgekehrt. Es ist ein Dienstleistungsbetrieb. Da kann es nicht sein, dass Bürger monatelang auf eine Antwort warten oder gar keine bekommen.“

Gute Wahlbeteiligung, fairer Wahlkampf

Ernst Branse lobte den „äußerst fairen Wahlkampf“ der vier Kandidaten. „Dafür möchte ich mich auch noch einmal bei allen bedanken“, sagte der Stadtpräsident. Positiv sei auch die Wahlbeteiligung von 54 Prozent. „Das zeigt, wie wichtig die Wahl des Bürgermeisters ist und welchen Stellenwert eine Bürgermeisterwahl bei den Menschen hat“, meinte Branse.

Am Dienstag, 6. November, tagt um 17 Uhr der Wahlausschuss. Erst dann ist das Ergebnis offiziell.

Anika Wenning

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