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Ribnitz-Damgarten Barther Wehrführer tritt zurück
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Barther Wehrführer tritt zurück
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14:30 06.12.2018
Der Wehrführer der Barther Feuerwehr tritt zum 31. Dezember zurück. Quelle: Frank Söllner
Barth

Die Nachricht kam überraschend und per Whats-App. Martin Maak tritt zum 31. Dezember als Wehrführer zurück. „Diese Info hat er mir geschrieben, mehr weiß ich auch nicht“, sagt sein Stellvertreter, Mathias Thämlitz. Ein persönliches Gespräch habe es bislang nicht gegeben. Für ihn und auch die übrigen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Barth sei dieser Schritt nicht nachvollziehbar. „Aus unserer Sicht gibt es keine ersichtlichen Gründe: Ich finde es sehr schade und traurig. Martin hat für die Feuerwehr gelebt, normalerweise brennt er für die Feuerwehr“, sagt Mathias Thämlitz.

Martin Maak Quelle: Anika Wenning

Auf mehrere Anrufe der OZ reagierte Martin Maak ebenfalls nicht, schrieb nach knapp einer Woche eine SMS, dass er sich zu den Gründen seiner Amtsniederlegung momentan nicht äußern wolle. Bis ein neuer Wehrführer gewählt wird, übernimmt sein Stellvertreter das Amt. Um Wehrführer werden zu können, müssten per Gesetz einige Voraussetzungen erfüllt sein, dazu gehören unter anderem Lehrgänge als Gruppenführer und Zugführer. „Außerdem muss man mindestens vier Jahre bei der Feuerwehr sein“, sagt Mathias Thämlitz. „Wir haben ein paar Kameraden, die sehr gut ausgebildet sind und das auch machen könnten.“ Aber an so einem Amt hänge auch viel Verantwortung. Er selbst könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, ob er sich vorstellen könnte, Wehrführer zu werden. Das sei keine Entscheidung, die man von jetzt auf gleich treffe, sondern müsse gut überlegt sein. Insgesamt hat die Barther Feuerwehr derzeit 51 aktive Mitglieder.

Martin Maak seit 1999 Wehrführer

Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Barth bleibe Martin Maak nach derzeitigem Stand. „Mir ist zumindest nichts anderes bekannt. Bislang hat er ja auch nur sein Amt als Wehrführer abgegeben und ich hoffe auch, dass das so bleibt. Alles andere wäre wirklich sehr schade“, sagt Mathias Thämlitz. „Er hat die Feuerwehr maßgebend geprägt.“ Seit 1999 ist Martin Maak Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Barth, war von 2005 bis 2017 zudem Amtswehrführer. Nachdem seine Amtszeit zum 6. Dezember 2017 abgelaufen war, trat er nicht wieder an. Bei der jüngsten Bürgermeisterwahl am 4. November war Martin Maak als Kandidat angetreten und landete mit 20,4 Prozent der Stimmen, hinter Friedrich-Carl Hellwig (53,4 Prozent), auf Rang zwei.

„Ich bedaure, dass Herr Maak den Schritt gegangen ist, aber da ich die Gründe bisher nicht kenne, kann ich mehr dazu nicht sagen“, sagte Bürgermeister Friedrich-Carl Hellwig, der ebenfalls per Nachricht über den Rücktritt informiert worden sei. „Ich werde in der kommenden Woche das Gespräch suchen und hoffe, dass wir uns dann noch zusammensetzen.“ Nun sei es Sache der Feuerwehrleute, eine neue Führung zu suchen. „Als Bürgermeister bin ich Dienstherr der Feuerwehr und werde diesen Prozess natürlich begleiten und in allen administrativen Aufgaben unterstützen“, erklärt der Bürgermeister. Innerhalb von drei Monaten müsste ein neuer Wehrführer gewählt werden. „Es ist unstrittig, dass wir diesen Zeitplan auch einhalten.“ Dabei handele es sich um eine sogenannte Ersatzwahl. Eine Neuwahl sei es nur, wenn die reguläre Amtszeit des Wehrführers abgelaufen sei.

Anika Wenning

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