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Barther verkauft sein Lebenswerk

Barth Barther verkauft sein Lebenswerk

Nach fast 28 Jahren gibt Ernst Branse sein Holz- und Baustoff-Zentrum an den Team-Konzern ab.

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Ernst Branse (l.) und Bernd Seibold, dem Geschäftsführer aus dem Team-Konzern.

Quelle: Carolin Riemer

Barth. Nach fast 28 Jahren der Selbstständigkeit fasste Ernst Branse den Entschluss: „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.“ Der 59-Jährige verkaufte sein Lebenswerk, den Baustoffhandel „HBZ-Branse GmbH“ nun an den Team-Konzern.

Der Name ändert sich und das Sortiment wird erweitert

Doch den Kunden wird es vermutlich kaum auffallen, dass mit Bernd Seibold ein neuer Geschäftsführer in das Barther Baustoffzentum eingezogen ist. Zwar ändern sich in den kommenden Wochen die Schriftzüge auf dem insgesamt 18 000 Quadratmeter großen Betriebsgelände – aus „HBZ-Branse GmbH“ wird der Name „HBZ team baucenter GmbH & Co. KG Barth“, doch alle 31 Mitarbeiter werden zu gleichen Konditionen vom Team-Konzern übernommen. „Die Ansprechpartner bleiben den Kunden erhalten“, versichert Ernst Branse. Der neue Chef hält an dem bewährten Konzept fest: „Allerdings werden wir das Sortiment im Bereich Holz, Bauelemente und Türen erweitern, um für die Kunden noch interessanter zu werden.“ Ein bisschen blutet das Herz von Ernst Branse schon, auch wenn er im kommenden Jahr, in beratender Funktion den Integrationsprozess in die Team-Gruppe begleiten wird. Schließlich sei der Baustoffhandel kein kleines Geschäft, dass nebenbei schnell übergeben werden kann. Im Sommer 1990 gründete er das stetig wachsende Unternehmen eigenhändig. In einer kleinen Scheune fing alles an. Damals war seine Frau Simone seine erste Angestellte und noch heute kümmert sie sich um die Buchhaltung beider Firmen. Heute allerdings auf einem großen Betriebsgelände in einer ehemaligen Rinderaufzuchtanlage, die 1994 komplett saniert und 1996, durch einen Neubau erweitert wurde. Zehn Lehrlinge bildete Branse in den Jahren aus. Einer von ihnen leite heute eine große Werbefirma – für Ernst Branse ist das ein Zeichen, dass er seinen Azubis zu einem guten Start ins Berufsleben verholfen hat.

Ein stetig wachsendes Unternehmen

Branses Steuerberater habe stets gesagt, dass der Baustoffhandel eine ständig wachsende Firma sei, Sortiment, Umsatz und Mitarbeiterzahlen wuchsen von Jahr zu Jahr. „Fischland-Darß-Zingst, Usedom, Rügen, Stralsund: Dieses Gebiet bietet ein ungeheures Potential“, sagt Ernst Branse.Etwa 3000 private und gewerbliche Stammkunden kaufen ihre Baustoffe bei ihm. Dazu kommen unzählige Kunden auf Zeit. An fast allen großen Bauprojekten in der Region und darüber hinaus, war das Holz-& Baustoff-Zentrum Branse beteiligt. Da es keine Unternehmensnachfolge in der Familie gab, suchte er sich das nachfolgenden Unternehmen genau aus: „Wichtig, dass sich Geschäft und Mitarbeiter auch künftig in guten Händen befinden.“Es habe mehrere Angebote für den Baustoffhandel gegeben und Branse entschied sich sehr bewusst für den Team-Konzern, der an mehr als 60 Standorten in den Branchen Baustoff- und Energiehandel tätig ist. Baustoffhandlungen, Baumärkte und Tankstellen, das ist das Revier des großen Konzerns. Bernd Seibold betreut nicht nur den neuen Standort in Barth, er ist auch Geschäftsführer an vier weiteren Standorten. Das Verhältnis zum Unternehmensgründer Ernst Branse sei entspannt und vertrauensvoll, darin sind sich die Männer einig. „Meine Aufgabe besteht nun darin, das Herzblut und die Leidenschaft, welche alle 31 Mitarbeiter von HBZ in das Unternehmen einbringen, auch in die Team-Gruppe zu transferieren“, sagt Seibold.

Zur Ruhe wird sich Branse auch nach seiner beratenden Tätigkeit nicht setzen. Der gelernte Maschinenschlosser, Seefahrer und Kaufmann wird seine Firma umfirmieren und ab 2019 unter dem Namen „Branse Verwaltungs GmbH“ als Projektentwickler weiter arbeiten. Kürzer treten wolle er zwar und sein Geschäft abgeben, aber nicht in den Ruhestand gehen.

Carolin Riemer

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