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Ribnitz-Damgarten Bau des „Vinetariums“ in Barth verzögert sich weiter
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bau des „Vinetariums“ in Barth verzögert sich weiter
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16:16 17.04.2019
Der Barther Hafen wird mit dem geplanten Bau des „Vinetariums“ und des „Hafenquartiers“ touristisch weiter entwickelt. Quelle: Ernst Fischer
Barth

Eigentlich sollten im Sommer die Bauarbeiten am Barther Hafen beginnen. Doch der Baubeginn des „Vinetariums“ zögert sich weiter hinaus. Bei ihrer jüngsten Sitzung haben die Stadtvertreter im nicht öffentlichen Teil mehrheitlich einem späteren Baubeginn zugestimmt. „Die Bedingungen haben sich geändert und wir haben Verständnis dafür. Der Investor hatte sich selbst ein sehr enges Korsett geschnürt, was sich nicht realisieren lässt“, erklärte Bürgermeister Friedrich-Carl Hellwig auf OZ-Nachfrage.

Während der Investor allerdings einen Aufschub bis 2021 forderte, folgten die Stadtvertreter dem Vorschlag der CDU-Fraktion. Wenn die geänderte Baugenehmigung vorliege, habe der Investor ab diesem Zeitpunkt noch ein Jahr Zeit. Und es gibt eine weitere Frist: Spätestens bis zum 30. Juni 2019 muss der Antrag bei der Bauaufsicht liegen, die für die Erteilung der Baugenehmigung zuständig ist.

Wie Bauamtsleiter Heiko Kubitz in der Sitzung auf Nachfrage der Stadtvertreter mitteilte, müsse man dann noch mit einer Bearbeitungszeit von drei, vier Monaten rechnen. „Ende September, Anfang Oktober müsste demnach die Baugenehmigung spätestens vorliegen und der Investor hätte dann bis Oktober 2020 Zeit“, erklärte Friedrich-Carl Hellwig.

Eine Änderung der Baugenehmigung sei notwendig, da sich das Nutzungskonzept verändert habe. „Die Stadt hatte dem Investor den Vorschlag gemacht, aus dem großen Kinosaal ein Konferenz-Center zu machen. Dieser hatten diese Idee aufgegriffen, allerdings ist nun eine geänderte Baugenehmigung notwendig“, sagte der Barther Bürgermeister. Die Idee im „Vinetarium“ einen Konferenzraum zu errichten, stamme von der Tourismusmanagerin Nicole Paszehr. Aus ihrer Arbeit im Tourismusverband wisse sie, dass die Nachfrage groß sei, die Angebote in der Region seien allerdings rar gesät. Das „Vinetarium“ soll ein Freizeitkomplex mit Schwimmbad, Kino, Bowlingbahn, Fitnesscenter und Ferienwohnungen werden.

Kritik an Parkpalette

Ein weiterer Punkt, der ebenfalls im nichtöffentlichen Teil der Sitzung besprochen wurde, erhitzte schon im Vorfeld die Gemüter. Dabei ging es um den Verkauf eines etwa 3000 Quadratmeter großen Fläche des Parkplatzes „Am Osthafen“, wo sich früher die Lagerhallen der Fischfabrik befanden. Im westlichen Teil plant der Investor des sogenannten „Hafenquartiers“, das auf dem gegenüberliegenden ehemaligen Bossow-Gelände entstehen soll, eine Parkpalette.

Im öffentlichen Teil der Stadtvertretersitzung kritisierten Anwohner das Vorhaben. „Wir sollen genau vor unserem Haus eine Tiefgarage bekommen. Man kann uns doch nicht einfach zubauen“, sagte eine Anwohnerin. „Man muss doch vorher mit uns sprechen.“

Bürgermeister Friedrich-Carl Hellwig versprach, sich mit den Anwohnern auszutauschen, konnte allerdings keine weiteren Angaben machen. Denn zu Punkten, die auf der Tagesordnung stehen, dürften laut Kommunalverfassung keine Aussagen gemacht werden.

Der Bau der Parkpalette ist laut Investor notwendig, da statt bislang drei geplanter Tiefgaragen nur zwei gebaut werden sollen. Die fehlenden 100 Parkplätze sollen auf dem vorhandenen öffentlichen Parkplatz der Stadt am Osthafen zur Verfügung gestellt werden. Da der Stadt Barth dann allerdings 100 öffentliche Parkplätze fehlen, soll dies durch den Bau der Parkpalette wieder ausgeglichen werden.

Die Stadtvertreter stimmten mehrheitlich dem Verkauf der Teilfläche zu, allerdings einigten sie sich darauf, nicht das Grundstück auf der westlichen Seite, sondern ein Grundstück auf der östlichen Seite des Parkplatzes an den Investor zu verkaufen. „Für die Planung ist nur wichtig, dass dem Investor ein Teil der Fläche gehört, wo die Parkpalette dann letztendlich wirklich gebaut wird, ist noch gar nicht entschieden“, sagte Friedrich-Carl Hellwig. Er selbst sei allerdings nach wie vor von der Fläche im Westen überzeugt. Das Parkhaus schirme lästige Parkplatzgeräusche zum Speicher II ab.

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Anika Wenning

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