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Ribnitz-Damgarten Baugrundstücke sind knapp
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Baugrundstücke sind knapp
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16:39 10.09.2018
Blick auf den Ortsteil Ahrenshagen. Zur Gemeinde Ahrenshagen-Daskow gehören weiterhin die Ortsteile Altenwillershagen, Behrenshagen, Daskow, Gruel, Pantlitz, Plummendorf, Prusdorf und Tribohm. Quelle: Ernst F. Fischer
Ahrenshagen-Daskow

Die Gemeinde Ahrenshagen-Daskow (Vorpommern-Rügen) ist als Wohnstandort beliebt. Deutlich wird das an der Entwicklung der Einwohnerzahl. Lebten im Dezember 2013 in der zum Amt Ribnitz-Damgarten gehörenden Gemeinde 2082 Menschen, so waren es Ende 2017 2106. Mit Stand Juni dieses Jahres sind es 2132. Und die Zahl derer, die hier ein Eigenheim bauen wollen, nimmt nicht ab. Jeden Monat gebe es durchschnittlich fünf Anfragen, berichtet Veronika Fischer vom Liegenschaftsamt der Stadt Ribnitz-Damgarten. Interessenten müsse sie mittlerweile sagen, dass es in Ahrenshagen kaum noch etwas gebe, lediglich in einigen Ortsteilen sei noch etwas Luft. Dass Ahrenshagen-Daskow bei Häuslebauern beliebt sei, liege zum einen an der guten Infrastruktur, macht Bürgermeisterin Sandra Schröder-Köhler deutlich. „Im Ort gibt es eine Kita, eine Grundschule, einen Hort, eine Praxis für Allgemeinmedizin, eine Zahnarztpraxis und eine Tankstelle, in der auch Lebensmittel gekauft werden können.“ Eine große Rolle spiele auch die Tatsache, dass das Bauland relativ preiswert sei, so die Bürgermeisterin.

Baulücken können Bedarf nicht decken

Da es bereits seit Jahren eine anhaltend große Nachfrage nach Baugrundstücken gibt, hatten die Gemeindevertreter bereits in ihrer Sitzung im März 2016 den Aufstellungsbeschluss zur dritten Änderung des Flächennutzungsplanes gefasst. Mit dem sollte der Weg frei gemacht werden für die Ausweisung von Bauflächen für Eigenheime nicht nur in Ahrenshagen, sondern auch in den Ortslagen Prusdorf, Todenhagen und Daskow. Im Rahmen der Beteiligung der so genannten Träger öffentlicher Belange meldete sich auch das Amt für Raumordnung und Landesplanung Vorpommern zu Wort. Das war der Meinung, dass der Bedarf nach Bauplätzen nicht schlüssig habe nachgewiesen werden können, wurde in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung informiert. Zudem sollten zunächst die vielen Baulücken genutzt werden, bevor neue Baugebiete erschlossen werden, so das Amt für Raumordnung und Landesplanung. Um auszuloten, was an Lückenbebauung möglich ist, wurden 61 Grundstückseigentümer in Ahrenshagen und zum Teil auch in den Ortsteilen angeschrieben und die Frage gestellt, ob sie zustimmen würden, dass die Verwaltung diese Grundstücke vermittelt. Etwa die Hälfte hat sich zurückgemeldet, von diesen hat sich wiederum die Hälfte prinzipiell bereit erklärt zu verkaufen bzw. ihre Grundstücke über die Verwaltung vermitteln zu lassen. Und für alle diese Grundstücke hätten sich in der Zwischenzeit bereits Interessenten gefunden, so Veronika Fischer.

In der Bahnhofstraße könnten bis zu 30 Eigenheime entstehen

Nachdem deutlich wurde, dass die Spielräume bei der Lückenbebauung begrenzt sind, hat das Amt für Raumordnung und Landesplanung eingelenkt, und die Planung wurde überarbeitet. Der wichtigste Punkt in der überarbeiteten Fassung des Flächennutzungsplanes betrifft die Bahnhofstraße. Hier sieht der Entwurf die Erweiterung der Wohnbaufläche vor. Damit könnten unterm Strich etwa 30 weitere Wohneinheiten entstehen, sagte Guido Keil vom Bauamt der Stadt. Wohlwollende Aufnahme im Amt für Raumordnung und Landesplanung fand auch die Ausweisung einer Sonderbaufläche für die Fremdenbeherbergung im Ortsteil Pantlitz.Insgesamt sei das weniger als von der Gemeinde gewünscht, aber man sei froh darüber, dass sich das Amt für Raumordnung und Landesplanung offen gezeigt habe für die Erweiterung der Wohnbaufläche Bahnhofstraße, sagte Bürgermeisterin Schröder-Köhler.Nachdem die Gemeindevertreter dem Entwurfs- und Auslegungsbeschluss über die III. Änderung des F-Planes zugestimmt haben, wird der nun öffentlich ausgelegt. Die Träger öffentlicher Belange haben in der nun anstehenden großen Beteiligungsrunde die Gelegenheit, sich zu äußern. Olaf Stietzel, stellvertretender Bürgermeister, und weitere Mitglieder der Gemeindevertretung brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass das weitere Verfahren zügig vorankommt. „Regelmäßig rufen Leute an, die bauen wollen“, so Stietzel. Und er fügte hinzu: „Wir brauchen Zuzug, nur dann können wir unsere gute Infrastruktur dauerhaft erhalten.“

Edwin Sternkiker

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