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Ribnitz-Damgarten Baustart für schnelles Internet auf der Halbinsel
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Baustart für schnelles Internet auf der Halbinsel
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13:17 18.06.2018
Die Arbeiten für den Breitbandausbau auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst haben am Montag mit dem symbolischen Spatenstich in Wustrow begonnen. Quelle: Richter Timo
Wustrow

Ohne einen Spaten kommt der Ausbau des Breitbandnetzes auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst nicht in Gang. Da hat der Wustrower Bürgermeister Daniel Schossow (SPD) in der Vergangenheit so sehr aufs Tempo gedrückt, dass „sein“ Ostseebad als erstes in der Region mit schnellem Internet versorgt wird – und dann fehlt der Spaten für den symbolischen Baubeginn, für den auch verschiedene hochrangige Telekom-Mitarbeiter angereist sind. Kurdirektor Dirk Pasche hilft mit seinem eigenen, kaum gebrauchten Spaten aus, auf dem noch der Barcode klebt. Also kann er beginnen, der offizielle Baustart für den Ausbau des Breitbandes auf der Halbinsel.

1100 Haushalte profitieren

Rund 30 Kilometer Glasfaserkabel werden in Wustrow und dem Ortsteil Barnstorf verlegt. Dazu kommen 21 Verteilstationen. Bis Ende des kommenden Jahres sollen die Bewohner des Ostseebades – und die des gesamten Kreises – mit Hochgeschwindigkeit durchs Internet surfen können, das sind rund 1100 Haushalte.. Mit dem Glasfaserkabel ist eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich. Dabei sind die Nutzer nicht auf die Telekom als Anbieter festgelegt. Es handele sich um einen „diskriminierungsfreien“ Anschluss. Die Nutzer könnten auch andere Anbieter wählen – vorausgesetzt, die haben Leitungskapazitäten bei der Telekom gebucht, wie Holger Schmidt vom Infrastrukturvertrieb für die Region Ost erklärt.

Früher Baubeginn bindet Firmen

Dass es überhaupt so rasch gehen kann, liegt am Engagement des Landkreises. „Weil wir hier so früh beginnen können, konnten wir die Baufirmen gewinnen“, sagt Anke Arndt, verantworlich für den Kreis Vorpommern-Rügen bei der Deutschen Telekom. „Das ist unser absoluter Bonus.“ Im Einsatz für den Breitbandausbau sind meist überregional tätige Unternehmen, das nicht Ort für Ort, sondern gleich ganze Regionen ausgeschrieben wurden – europaweit. Wenn nun beispielsweise demnächst in Thüringen Fördermittel für den Breitbandausbau zur –Verfügung gestellt werden, werden es die dortigen Verantwortlichen nach Einschätzung von Anke Arndt schwerer haben, geeignete Firmen mit entsprechender Technik zu finden.

„Grabenhexe“ schafft täglich 300 Meter

Unerlässlich ist eine sogenannte „Grabenhexe“, um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen. Mit der speziellen Fräse könnten täglich rund 300 Meter freigemacht werden, um das Leerrohr für die Glasfaserleitungen verlegen zu können. Mit Bagger und Schaufel geht es dagegen nur vergleichsweisee mickrige 50 Meter pro Tag voran, wie Bernd Raabe, Leiter Produktion Technische Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern, sagt. Immerhin, lobt er den Wustrower Bürgermeister, dürfe die Firma auch während der Saison arbeiten.

Bürgermeister drückt aufs Tempo

Am stolzesten präsentiert sich am Montag der Wustrower Bürgermeister. Der Ausbau des Breitbandes bringe am Ende alle Wustrower „richtig voran“. Mit seiner Entscheidungsfreude hat Daniel Schossow in der Vergangenheit gezeigt, dass sich das Entwicklungstempo in dem Ostseebad auf dem Fischland deutlich erhöht hat. Zaudern vor der Zielline gehöre der Vergangenheit an. „Mit dieser zukunftsfähigen Infrastruktur“, so Daniel Schossow, „hat unsere Gemeinde die Chance, zu einem der attraktivsten Wohn- und Arbeitsstandorte zu werden.“

Richter Timo

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