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Ribnitz-Damgarten Bewegung auf dem Bestwood-Gelände
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bewegung auf dem Bestwood-Gelände
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00:05 28.02.2017
Das Faserplattenwerk Ribnitz-Damgarten war bis zur Wende mit über 2300 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Region. Im Juli 1997 gingen hier die Lichter für immer aus. Quelle: Foto: Ernst Fischer
Ribnitz-Damgarten

Die leerstehenden Baracken auf dem ehemaligen Bestwood-Gelände in Ribnitz-Damgarten sind vielen seit Jahren ein Dorn im Auge. Jetzt soll zumindest das Pförtnerhäuschen am Tor 1 direkt an der Straße weichen. „Wir hatten eigentlich nicht geplant, das Häuschen abzureißen, aber der Vandalismus zwingt und dazu“, berichtet Objektbetreuer Henry Schalow.

Pförtnerhäuschen wird abgerissen / Stadt und Eigentümer haben Gespräche für mögliche Bebauung aufgenommen

Denn immer wieder hätten Vandalen die Scheiben eingeschlagen. „Wir haben deshalb alle Scheiben rausgenommen. Der Anblick ist einfach nicht schön und deshalb soll der Schandfleck verschwinden, bevor die Urlaubssaison startet.“

Doch nicht nur das Pförtnerhäuschen wird durch Vandalismus zerstört. Obwohl das Gelände überwacht wird und mit einem Zaun gesichert ist, würden immer wieder Personen auf das Gelände gelangen. „Die Fenster in den unteren Etagen haben wir schon komplett zugemacht“, berichtet Henry Schalow. Die anderen Gebäude auch abzureißen, stehe derzeit allerdings nicht zur Debatte. Denn konkrete Pläne für das 46 Hektar große Areal gebe es derzeit noch nicht. Allerdings seien wieder Gespräche mit der Stadt aufgenommen worden.

Bauamtsleiter Heiko Körner bestätigte die Gespräche zwischen der Stadt und dem Eigentümer. „Wir sehen eine Entwicklungschance. Die Bauplätze in Ribnitz sind knapp. Die Stadt ist allerdings auf die Mithilfe des Eigentümers angewiesen. Wir versuchen derzeit, ein gemeinsames Konzept zu erstellen.“ Dabei habe die Stadt das Ziel, für das gesamte Gelände einen B-Plan zu erstellen und nicht nur einzelne Flächen zu bebauen. Den Abriss des ehemaligen Pförtnerhäuschen begrüße er. „Alles was dem äußeren Erscheinungsbild dient, ist gut. Gerade mit Blick auf die anstehende Saison“, erklärt der Bauamtsleiter. Schließlich würden viele Touristen auf dem Weg Richtung Fischland-Darß-Zingst am ehemaligen Bestwood-Gelände vorbeifahren.

Bereits vor sieben Jahren hatte ein Eigentümer, der die Öffentlichkeit meidet und bislang im Hintergrund bleibt, eine Fläche auf dem ehemaligen Gelände des Faserplattenwerkes gekauft, vor mehr als einem Jahr dann den vorderen Teil mit dem Pförtnerhäuschen. Die Stadt hatte damals von ihrem Vorkaufsrecht keinen Gebrauch gemacht.

Die Pläne, auf dem ehemaligen Bestwood-Gelände Bauplätze für Wohnhäuser zu erschließen, sind nicht ganz neu. So gab es bereits vor mehr als zehn Jahren die Absicht, Anlagen und Verwaltungsgebäude abzureißen, um damit Platz zu schaffen für ein Wohngebiet mit etwa 150 Einzel- und Doppelhäusern. Außerdem sollten Läden und Sportanlagen entstehen. Das jedenfalls sahen Pläne des damaligen Insolvenzverwalters vor. Mit ihrer Zustimmung zum Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 54, Wohngebiet „An der Ribnitzer See“, machten die Abgeordneten der Bernsteinstadt auf ihrer Sitzung im Februar 2005 den Weg frei für weitere Planungen. Bestandteil des Vorhabens war die verkehrstechnische Anbindung des künftigen Wohngebietes zum Körkwitzer Weg und zur Boddenstraße. Zwischen dem künftigen Erschließungsträger und der Stadt sollte vor Satzungsbeschluss ein Erschließungsvertrag abgeschlossen werden. Da jedoch kein Erschließungsträger gefunden werden konnte, zerschlugen sich die Pläne. 2009 und 2012 „flammte“ das Thema Wohnbebauung auf dem Bestwood-Gelände noch einmal auf, danach ist es jedoch ruhig geworden.

Anika Wenning und Edwin Sternkiker

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