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Völkerverständigung im Drei-Viertel-Takt

Ribnitz-Damgarten Völkerverständigung im Drei-Viertel-Takt

Deutsch-polnisches Tanzprojekt in Ribnitz-Damgarten endet mit fantasievoller Tanzshow im Begegnungszentrum.

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Die Tänzer aus Slawno gewannen schon internationale Preise.

Quelle: Carolin Riemer

Ribnitz-Damgarten. Beim Tanzen verstehen sie sich auch ohne Worte. 40 Schülerinnen und Schüler reisten am Dienstag sechs Stunden lang mit dem Bus aus der polnischen Partnerstadt Slawno nach Ribnitz (Vorpommern-Rügen). Ihr Ziel: Zusammen mit den Ribnitzer Bernsteinschülern Tanz-Choreografien einstudieren. Gestern endete das von der Stiftung „Pommerania“ geförderte Projekt mit einer Tanzshow vor knapp 100 Zuschauern im großen Saal des Ribnitzer Begegnungszentrums.

DCX-Bild

Deutsch-polnisches Tanzprojekt in Ribnitz-Damgarten endet mit fantasievoller Tanzshow im Begegnungszentrum.

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Ob Walzer oder Samba, die polnischen Schüler zeigten eine Stunde lang, dass sie jedem Tanz gewachsen sind. In bunten Kostümen tanzten sich die Paare sofort in die Herzen der Zuschauer. Denn so ähnlich sich die deutschen und polnischen Schüler auch sein mögen, auf dem Parkett gehen ihre Meinungen auseinander. Während Neo, Emil, Michel, Johann und Karsten während der Proben verrieten, dass ihnen der moderne Breakdance am besten gefällt, sagte Gosia Krzyzaniak (14) aus Slawno: „Gesellschaftstänze und der Foxtrott liegen uns mehr.“ Spätestens nach der Aufführung zweifelte niemand mehr an der Aussage. Die polnischen Schüler, Preisträger und Nachwuchs-Profis, gestalteten den Großteil des Programms. In Slawno steht klassischer Tanz auf dem Stundenplan, erzählte Nadia Tymoaszuk (14). Zweimal pro Woche werden schon die Jüngsten unterrichtet.

Tanzen macht glücklich

Während des dreitägigen Tanzworkshops stand allerdings der gemeinsame Spaß im Vordergrund, erklärte der in Rotterdam studierte Tanzpädagoge Andreas Behrmann (57). „Durch den Tanz führen wir Kinder und Jugendliche aus zwei Ländern ganz selbstverständlich zusammen.“ Sie trainierten im Begegnungszentrum, in der Bernsteinschule und auch die Rosenhofschule stellte einen Raum zur Verfügung. Ein trauriges oder lustloses Gesicht habe der einstige Direktor des Dorint-Hotels in Wustrow nicht eine Minute lang erkennen können. Tanzen mache glücklich, deswegen habe auch er nach 20 Jahren in der Hoteliere-Branche zurück zu seinen Wurzeln, also zum Tanz, gefunden.

Breakdance und Foxtrott

In fünf verschiedenen Gruppen lernten die Schüler fünf verschiedene Tanzrichtungen kennen. Zwei professionelle Tanzlehrer und drei Lehrer aus der Bernsteinschule unterrichteten sie. Die Schüler unterhielten sich auf Englisch miteinander. „Das klappt ganz gut“, fand Neo Kunz (10) und stellte fest: „Wir sind beim Breakdance besser und die Polen beim Foxtrott.“

Dass das lang ersehnte und geplante Tanzprojekt nur stattfinden konnte, weil Ribnitz das Begegnungszentrum habe, betonte Lehrerin Katrin Rosenbohm: „So etwas funktioniert nicht in einer Turnhalle. Wir brauchen Atmosphäre und eine Bühne.“ Und die nutzten die Schüler intensiv. Nach dem Training lernten die polnischen Schüler auch die Umgebung kennen, schauten sich die Ausstellung im Bernsteinmuseum, die Innenstadt und den Vogelpark in Marlow an und freuen sich schon jetzt auf das nächste gemeinsame Projekt.

Carolin Riemer

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