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Blaue Flagge weht zum 17. Mal

Barth Blaue Flagge weht zum 17. Mal

Barther Hafen ist erneut mit dem begehrten internationalen Umweltsymbol ausgezeichnet worden

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Freuen sich über die Blaue Flagge: Sebastian Kunsch (v.l.), Stephan Wenke, Torsten Brand und Manfred Kubitz.

Quelle: Volker Stephan

Barth. Zum 17. Mal ist der Hafen der Stadt Barth mit der Blauen Flagge, dem Umweltsymbol der Europäischen Union für Badestrände und Sportboothäfen, ausgezeichnet worden. Es gab sogar zwei Flaggen: eine für den Stadthafen und eine für den gemeinsamen Standort der Schiffswerft und des Yachtservice Barth, deren gut funktionierendes System des Abfall- und Schadstoffmanagements auch den Gästen des kommunalen Hafens zugutekommt. Die Stadt selbst arbeite stetig an der Reduzierung von Umweltbelastungen und an komfortableren Liegebedingungen.

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Barther Hafen ist erneut mit dem begehrten internationalen Umweltsymbol ausgezeichnet worden

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Traditionell präsentierten Verantwortliche der Stadt und der beiden maritimen Betriebe die begehrte Auszeichnung gemeinsam. In diesem Zusammenhang gaben sie Auskunft über die aktuelle Situation und Vorhaben für die Zukunft. Früher waren diese Gespräche oft eine Gelegenheit für Werftchef Sebastian Kunsch und Yachtservice-Geschäftsführer Torsten Brandt, kritische Töne einzuschlagen und auf Mängel hinzuweisen. Dieses Mal war nichts Negatives zu vernehmen. Alle waren nach mehrjährigem Molen- und Hafenbau sowie anschließender Baggerung des Fahrwassers zufrieden.

Sicherer Zufahrtsweg

„Das Wasser- und Schifffahrtsamt bemüht sich sehr um saubere Fahrwassertiefen“, lobte Sebastian Kunsch. Seinem Dank schloss sich für die Stadt Bauamtsleiter Manfred Kubitz an. Der sichere Zufahrtsweg trage dazu bei, dass allein in der Werft etwa 40 Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen können.

„Bis zum Jahresende sind noch drei Lotsenboote zu überholen. Außerdem steht die Instandsetzung von Seecontainern der Marine sowie eines privaten und eines Marineschleppers auf dem Plan. In dieser Woche geht ein Polizeiboot zurück ins Wasser“, beschrieb Kunsch das aktuelle Auftragsvolumen. Bei weiteren Ausschreibungen habe die Werft mitgeboten, der Ausgang sei offen. Investiert habe die Werft erst kürzlich unter anderem in einen Elektrohubwagen, eine Scherenhebebühne, eine neue Kantbank und eine Schlagschere. Der lange geplante Neubau einer weiteren Bootslagerhalle auf dem Gelände der früheren Gebäudewirtschaft sei nicht vom Tisch. Gerade erst sei die Baugenehmigung neu beantragt worden.

150 Sommerliegeplätze

Yachtservice-Geschäftsführer Torsten Brand und seine sechs Mitarbeiter planen bereits die Hallenbelegung für den kommenden Winter. „Die Nachfrage hat schon begonnen. Unsere 150 Sommerliegeplätze, darunter 20 für große Yachten bis 18 Meter Länge, sind ebenfalls gut ausgelastet“, sagte Brand.

Weniger Schadstoffe

Hafenmeister Stephan Wenke berichtete über Verbesserungen in seinem Bereich. So habe sich die im vergangenen Jahr in Betrieb genommene Landanschlussanlage, mit der Kreuzfahrtschiffe mit ausreichend Elektrizität versorgen werden können, in der Praxis bewährt. Damit entfalle während der Liegezeiten der Schadstoffausstoß beim Betrieb der Schiffsgeneratoren.

Das Stadtbauamt sei weiterhin mit der Vorbereitung des Hafenneubaus am Bossow-Gelände beschäftigt, wie Manfred Kubitz berichtete. „In diesen Tagen schicken wir die letzten geforderten Nachweise nach Schwerin. Der Investor will im Frühjahr bereits mit dem Hochbau der Häuser beginnen. Vorher müssen die Spundwände gerammt sein.“ Die Stadt benötige dafür einen zeitlichen Vorlauf von fünf Monaten.

Noch vor Weihnachten solle die Ausschreibung abgeschlossen sein, sodass im Januar der Hafenbau beginnen könne. „Bis zur Saison 2019 soll das komplette Vorhaben abgeschlossen sein. Dagegen sollen die Wohnungen im Speicher II bereits im Mai 2018 übergeben werden“, sagte Kubitz.

Das Gütesiegel

Seit 30 Jahren ist die „Blaue Flagge“ ein weltweit anerkanntes Umweltsymbol, das für jeweils ein Jahr an vorbildliche Badestellen und Sportboothäfen verliehen wird. Bundesweit werden in diesem Jahr insgesamt 43 Badestellen und 109 Sportboothäfen mit der Blauen Flagge geehrt, für die hohe Standards eingehalten werden müssen. In Mecklenburg-Vorpommern erfüllen 2016 insgesamt 35 Badestellen, davon 28 an der Ostsee und sieben an Binnenseen, sowie sechs Häfen die Anforderungen an die Blaue Flagge.

Volker Stephan

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