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Ribnitz-Damgarten Boddenkliniken: Fassade endlich saniert
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Boddenkliniken: Fassade endlich saniert
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15:53 27.09.2018
Die Boddenkliniken in Ribnitz-Damgarten. Quelle: Niemeyer, Robert
Ribnitz-Damgarten

Nach drei Jahren sind jetzt die aufwändigen Sanierungsmaßnahmen an der Fassade der Boddenkliniken in Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) abgeschlossen worden. Rund eine Million Euro wurden investiert. „Endlich können wir diese große Baumaßnahme abhaken“, sagt Dr. Falko Milski, Geschäftsführer der Boddenkliniken.

Die Fassadensanierung war notwendig geworden, weil offenbar bereits beim Bau des Krankenhauses im Jahre 2000 gepfuscht worden war. „Fensterrahmen waren nicht richtig mit dem Mauerwerk verbunden, Regenwasser lief in die Dämmung“, erklärt Milski. Eigentlich war nur ein Neuanstrich der Fassade geplant gewesen. „Stattdessen mussten wir mit einem Riesenaufwand die komplette Dämmung ersetzen“, so der Geschäftsführer. Ein Problem für den laufenden Betrieb, da neben Lärm und Schmutz auch Fenster nicht geöffnet werden konnten. In drei Bauabschnitten, jeweils über die Sommermonate hinweg, wurde die Sanierung umgesetzt.

Obwohl offenbar die damaligen Baufirmen für die mangelhafte Ausführung verantwortlich waren, habe es keine Möglichkeit für Regressforderungen gegeben. „Wir haben das geprüft, aber die haftungsrechtlichen Fristen sind abgelaufen“, so Falko Milski weiter. So musste die Maßnahme aus eigener Tasche bezahlt werden, auch ein Grund, warum die Sanierung auf drei Jahre verteilt wurde. „Eine Million Euro ist schon eine Hausnummer, und das ohne Fördermittel. Das muss man erstmal im Wirtschaftsplan darstellen können.“

Neues CT-Gerät

Deshalb mussten wichtige Investitionen auch zurückgestellt werden, beispielsweise die Anschaffung eines neuen Computer-Tomografen (CT), der bereits viel früher gekauft werden sollte. Doch erst in diesem Jahr war dies möglich. Vor wenigen Tagen wurde er geliefert.

Das Röntgenverfahren des CTs gehöre zu den wichtigsten Diagnosewerkzeugen in der Medizin. „Um die mit einer zunehmenden Inanspruchnahme verbundene höhere Belastung mit Röntgenstrahlen zu vermeiden, ging es bei der Neuanschaffung nicht nur darum, bessere Bilder zu bekommen, sondern auch darum, die Strahlendosis zu verringern“, sagt der Geschäftsführer.

Darüber hinaus wurde in der Hals-Nasen-Ohren-Klinik die komplette Behandlungseinheit erneuert. Milski: „Gerade weil wir auch in diesem Bereich nicht nur Patienten aus unserer Region sondern deutlich darüber hinaus behandeln, war es uns wichtig, auch hier zu investieren.“

Geplant ist zudem, für die sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie – ein chirurgisches Verfahren, mit dem große Schnitte am Körper vermieden werden – ein neues 3-D-Kamerasystem anzuschaffen. Die Ärzte würden durch die bessere räumliche Orientierung im Körperinneren noch mehr Sicherheit für die häufig sehr schwierigen Operationen gewinnen. Laut Milski ist diese Technik in den Krankenhäusern des Landes noch eher die Ausnahme denn die Regel.

Verkaufsgerüchte

Mit der abgeschlossenen Fassadensanierung und der neuen Technik sieht Milski die Boddenkliniken für die Zukunft gerüstet. Das habe auch der Landkreis Vorpommern-Rügen als Eigentümer erkannt. Gerüchte, das Krankenhaus solle privatisiert werden, dementieren sowohl der Landkreis als auch Milski vehement. „Diese Gerüchte kommen komischerweise immer wieder hoch. Aber da ist nichts dran“, so der Boddenkliniken-Chef. Unter anderem fällt in diesem Zusammenhang immer wieder der Name Helios. Milski: „Das wäre schon aus kartellrechtlicher Sicht schwierig, da Helios in Stralsund, also im selben Landkreis, bereits ein Klinikum betreibt.“

Es gebe zudem auch keinen wirtschaftlichen Grund, das Krankenhaus abzustoßen. „Wir stehen wirtschaftlich stabil da. Der Landkreis musste noch nie Geld nachschießen“, sagt Milski. Die Überschüsse aus dem Klinikbetrieb gehen übrigens auch nicht an den Landkreis, sondern verbleiben bei den Kliniken, die laut Gesetz als gemeinnützige GmbH dieses Geld dem Betriebszweck zuzuführen hat.

Niemeyer Robert

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