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Ribnitz-Damgarten Born: CDU erwacht aus Dornröschenschlaf
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Born: CDU erwacht aus Dornröschenschlaf
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11:26 08.02.2019
Sven Adam, René Dittmann und Niklas Ziemann (v. li.) wollen für die CDU einen Sitz in der Borner Gemeindevertretung ergattern. Quelle: Timo Richter
Born

In die Borner Kommunalpolitik soll wieder Respekt Einzug halten, am liebsten mit der CDU. Der 18-jährige Niklas Ziemann hat die Partei in dem Boddendorf aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Für die Kommunalwahl am 26. Mai gehen die Christdemokraten mit drei Kandidaten auf einer offenen Liste – auch Nichtmitglieder können für die CDU kandidieren – ins Rennen. Außer Niklas Ziemann sind das René Dittmann und als Nichtmitglied Sven Adam. Unter dem Motto „Gemeinsam statt gegeneinander“ wollen die Bewerber die politische Auseinandersetzung, die zurzeit auf einer persönlichen Ebene geführt wird, zu neuer Sachlichkeit führen.

Nachdem zuletzt CDU-Mitglied Klaus-Dieter Holtz die Fahne wechselte und erst für die Borner Alternative als Gemeindevertreter tätig war und nun für die Wählergemeinschaft Unsere Heimat Born für das Bürgermeisteramt kandidiert, versanken die Christdemokraten in dem Boddendorf in der Bedeutungslosigkeit. Für einen eigenen Ortsverband reichte die Zahl der Mitglieder nicht aus. Als Folge entstand der Gemeindeverband Darß. Ob aus der Partei auch Mitstreiter für einen Posten in der Wiecker Gemeindevertretung kandidieren wollen, ist laut des Vorsitzenden Niklas Ziemann noch unklar. In Prerow werde es keinen Bewerber aus Reihen der CDU-Gruppierung auf dem Darß geben.

Rauswurf droht

Mit dem angehenden Veranstaltungskaufmann erwächst den Mitgliedern der Wählergemeinschaften in der Borner Gemeindevertretung neue Konkurrenz. Holtz, so Niklas Ziemann, drohe zudem ein Parteiausschlussverfahren, weil der nun „seine eigene Wählergemeinschaft hat“.

Das Bewerber-Trio hofft mit einem Einzug in das Gremium, Zünglein an der Waage zu sein, weil es dann die zuletzt klaren Mehrheitsverhältnisse nicht mehr gibt. „Man wird mit uns reden müssen“, sagt Sven Adam (50). Bei derzeit vorherrschenden persönlichen Angriffen werde es aber kein Miteinander geben. Niklas Ziemann fordert für die Entwicklung des Boddendorfs eine lebhafte und zielgerichtete, aber auch respektvolle Streitkultur. Der junge Mann hofft, die zurzeit oft weit auseinander liegenden Positionen zusammenführen zu können – dass sei ein bisschen wie bei der Paartherapie.

Brenzlige Situation

Die Situation in Born bezeichnet Niklas Ziemann als „brenzlig“. Lange genug habe sich die CDU nicht in das politische Geschehen in dem Ort eingebracht. Unter anderem mit gegenseitigen Hetzkampagnen und Plakatierungen sei Born zum Gespött bis nach Rügen geworden – zumindest aus Sicht des CDU-Kandidaten. „Das gehört sich nicht“, urteilt René Dittmann (47). Für die Sitzungen der Gemeindevertretung werde es verschärfte Benimm-Regeln geben, auch für das Publikum. Und die sollen auch konsequent angewandt werden. Beitragen für eine neue Kultur in der Gemeindevertretung könne auch eine wechselnde Sitzungsleitung, ergänzt Niklas Ziemann.

Großes Thema Dittmanns sind soziale Aspekte. So kann sich der Essensversorger beispielsweise den Aufbau einer Tagespflege für Senioren nach dem Vorbild in Wieck vorstellen. Dort seien die Plätze nahezu täglich alle belegt. Gastronom Sven Adam hat sich den Wohnungsbau für Einheimische auf die Fahnen geschrieben. Geschehen könnte das nach Auffassung Adams mit einer kommunalen Wohnungsgesellschaft. Dieser Betrieb müsse Land erwerben können, um es mit dauerhaft nutzbaren Wohnungen zu bebauen. „Ferienwohnungen haben wir genug.“

Timo Richter

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