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Ribnitz-Damgarten Born soll Dorf-Charakter behalten
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Born soll Dorf-Charakter behalten
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15:31 14.03.2019
Gerd Scharmberg, Nicola Nibisch und Jörn Michaelis (v. li.) wollen die schrittweise Entwicklung Borns mitbestimmen. Quelle: Timo Richter
Born

Die Bewahrung des dörflichen Charakters haben sich die Mitglieder der Wählergemeinschaft Bürger für Born für die nächste Legislaturperiode vorgenommen. Mit 15 Bewerbern geht die Gruppe ins Rennen um einen Sitz in der Gemeindevertretung. Bürgermeister Gerd Scharmberg stellt sich der möglichen Wiederwahl – nach etlichen Gesprächen innerhalb der Familie und der einhelligen Ermunterung nicht nur von Mitgliedern der Bürger für Born, sondern auch von etlichen Bewohnern des Ortes, wie Gerd Scharmberg sagt.

Außer den derzeit für die Wählergemeinschaft tätigen Gemeindevertretern wollen auch einstige Mitglieder des Gremiums zurück in die Kommunalpolitik. Mit 15 Bewerbern schöpfen die Bürger für Born die maximal mögliche Zahl von Kandidaten aus.

Lockere Bebauung

Für die weitere größtenteils lockere Bebauung kann die Kommune laut Gerd Scharmberg selbst sorgen, ist sie doch Eigentümerin des Ortszentrums. „Da können wir die Entwicklung bestimmen.“ Für andere innerörtliche Bereiche, in denen die Kommune nicht Eigentümerin ist, wird die Entwicklung per Bebauungsplan vorgegeben, lautet die Strategie der Bürger für Born. Nicht gewollt ist die Entwicklung Borns hin zu einem mondänen Ort.

Mehr Qualität soll das kulturelle Zentrum, die Alte Oberförsterei, erhalten. Endlich konnte mit dem Umbau des einstigen Pferdestalls zum neuen Domizil des Forst- und Jagdmuseums „Ferdinand von Raesfeld“ begonnen werden, so Nicola Nibisch. Die Leiterin des Museums strebt den Wiedereinzug in die Gemeindevertretung an. Das Ensemble, die bedeutendste kulturhistorische Immobilie auf dem Darß, wurde im Jahr 2010 dem Land abgekauft. Allein in die Sanierung der Dächer wurden eigenen Angaben der Wählergemeinschaft zufolge mehr als 300 000 Euro investiert. Die weitere Entwicklung der Alten Oberförsterei erfolge „step by step“, wie Nicola Nibisch sagt. Vor allem das Haupthaus berge noch reichlich Entwicklungsreserven.

Sporthalle im Plan

Die schrittweise Entwicklung des Ortes, sagt Gerd Scharmberg, sei in der Vergangenheit praktiziert worden und solle fortgesetzt werden. Erst der Bau der Chausseestraße, nun der einer Sporthalle, um dem Vereinsleben in Born neuen Schub zu geben, und die Beachtung der Interessen Älterer. So werde es ein neues Domizil für die Volkssolidarität geben, damit deren Angebote weiterhin vorhanden sein können.

„Wir bauen keine Luftschlösser“, sagt Gerd Scharmberg. Dazu zählt auch der Umbau des einstigen BMK-Gebäudes hinter dem Sitz des Amtes Darß/Fischland zu 15 Wohnungen. Für die Vorhaben sei die Wählergemeinschaft bereit gewesen, eine Bebauung auf einem Teil des Borner Holms zu ermöglichen, um so Geld für die Vorhaben zu bekommen. Grundsätzlich ist das Geld dafür da. Eine Anzahlung für die Holmgrundstücke ist auf dem Konto der Kommune. Aufgrund des laufenden Verfahrens zur Bebauung wird die Kommune diese Millionen aber nicht antasten.

Schwierige Entscheidung

Spitzenkandidat auf Listenplatz eins ist Gerd Scharmberg, der auch wieder Bürgermeister werden will. Dem 63-Jährigen folgen auf den Listenplätzen zwei bis 15 André Erlebach, Vorsitzender der Wählergemeinschaft, Holger Becker, Erik Roepke, Nicola Nibisch, Edwin Knopf, Carsten Ludwig-Grosse, Henri Weimann, Mandy Krüger-Falk, Hartmut Kafka, Frank-Olaf Hückstädt, Kathrin Blodek, Jörn Michaelis, Marcus Trapp und Philipp Schubert.

Der Noch-Bürgermeister hat sich die Entscheidung, sich erneut zur Wahl zu stellen, eigenen Worten zufolge nicht leicht gemacht. „Wenn die Familie nein gesagt hätte“, so Gerd Scharmberg, „hätte ich mich dem Wunsch nicht widersetzt.“ Denn auch die Familienmitglieder litten unter Druck und Anfeindungen. Weil aber die gut 20 Mitglieder der Wählergemeinschaft geschlossen hinter ihm standen und er auch so viel Ermunterung von Bewohnern des Ortes erfahren hatte, will es Gerd Scharmberg noch einmal wissen. Er wolle nicht kneifen und das, was in den vergangenen 30 Jahren geschaffen wurde, über Bord werfen.

Timo Richter

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