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Breuer verbesserte die Bildung

Greifswald Breuer verbesserte die Bildung

Methoden des Greifswalders wurden in Finnland umgesetzt

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Helmut Breuer mit Studenten im Jahre 1978.

Quelle: Foto: Sammlung Eob

Greifswald. Der Greifswalder Professor für Pädagogik und Psychologie Helmut Breuer gilt als Vater des finnischen Bildungserfolgs. Der Wissenschaftler bekam nicht von ungefähr 1989 einen finnischen Ehrendoktorhut. Seine Forschungsgruppe arbeitete eng mit der Universität Joensuu zusammen. Helmut Breuer ist im Januar 90-jährig verstorben.

Die Forschung des 1992 emeritierten Hochschullehrers war international und interdisziplinär. Zu seinen Partnern gehörten unter anderem Mediziner des Leningrader Pawlow-Institutes. Zweimal wurde Helmut Breuer mit dem Forschungspreis der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR ausgezeichnet.

Sein mit Maria Weuffen verfasstes Buch „Lernschwierigkeiten am Schulanfang“ ist ein Klassiker. Breuer wies nach, dass es ohne Laut- keine Schriftsprache gibt, dass schulisches Lernen sprachliches Lernen ist. Die Differenzierungsprobe Breuer/Weuffen ermöglicht eine gezielte Förderung – und zwar spielerisch, ohne Leistungsdruck im Kindergarten. Das wurde wissenschaftlich nachgewiesen. Um mehr als die Hälfte sank die Zahl der anfänglichen Schulversager durch die Tests und die Förderung.

Als Prorektor für Studienangelegenheiten sorgte der 1958 zum Hochschuldozenten in Greifswald berufene Helmut Breuer 1964 für die Einrichtung einer Erziehungsberatungsstelle. In der DDR gab es insgesamt nur fünf dieser Einrichtungen. Die Stellen kamen aus der Volksbildung, die Räume in der Mehringstraße stellte die Uni zur Verfügung. In der DDR war die Lehrerausbildung das Markenzeichen der Universität. Die Greifswalder Erziehungsberatungsstelle war Anlaufpunkt für Eltern, Lehrer und Erzieher sowie wissenschaftliche Lehr- und Forschungsstätte. Lehrerstudenten arbeiteten freiwillig wissenschaftlich, beispielsweise in einem Studentenzirkel.

eob

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