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Ribnitz-Damgarten „Das ist ein Vertrauensvorschuss“
Vorpommern Ribnitz-Damgarten „Das ist ein Vertrauensvorschuss“
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20:03 04.11.2018
Friedrich-Carl Hellwig (l.) nimmt die Glückwünsche von Barths Stadtpräsident Ernst Branse (CDU)entgegen. Quelle: Robert Niemeyer
Barth

 Barth hat einen neuen Bürgermeister. Friedrich-Carl Hellwig hat die Wahl am Sonntag klar gewonnen. Der 52-Jährige erhielt 53,4 Prozent der Stimmen. „Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen der Wähler“, sagte Hellwig am Abend auf dem Restaurantschiff MS Granitz, wo er unter anderem die Glückwünsche von Stadtpräsident Ernst Branse (CDU) entgegennahm. Hellwig war als Einzelbewerber mit Empfehlung der CDU in den Wahlkampf gestartet. „Ich habe in den vergangenen Wochen das Wir gefühlt. Das Ergebnis bestätigt das“, so der 52-Jährige, der bis zu seiner Amtseinführung in der Stadtvertretung noch als Stadtplaner in der Stadtverwaltung arbeiten wird.

Hellwig war von vielen zwar als Favorit für den Wahlsieg gehandelt worden. Allerdings rechneten viele auch mit einer Stichwahl zweier der vier Kandidaten. „Ich hätte nicht gedacht, dass es im ersten Wahlgang klappt“, sagte Hellwig. „Das Ergebnis ist ein Vertrauensvorschuss. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um ihn einzulösen.“ Hellwig wird nun für die nächsten acht Jahre als Bürgermeister und Verwaltungschef die Geschicke der Stadt leiten.

Martin Maak auf Platz zwei

Martin Maak bekam 20,4 Prozent. „Das ist ein respektables Ergebnis, aber trotzdem hat es nicht gereicht“, sagte Martin Maak. „Die Wahl war schwer kalkulierbar und deshalb habe ich mit nichts gerechnet. Alles war möglich. Ich hatte gehofft, dass es zu einer Stichwahl kommt, aber so funktioniert Demokratie eben. Die Barther haben entschieden.“ Mario Galepp gratulierte dem Wahlsieger. Er erhielt 13,9 Prozent der Stimmen. „Natürlich bin ich angetreten, um zu gewinnen, aber die Barther haben entschieden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Herrn Hellwig. Ich werde als Stadtvertreter und Vereinsvorsitzender weiter für Barth arbeiten. Ich würde mir wünschen, dass wir gemeinsam die Ideen aller vier Kandidaten umsetzten.“ Mario Galepp freute sich über die Wahlbeteiligung von über 50 Prozent. „Nach der geringen Beteiligung bei der Landtagswahl hatte ich schon das Schlimmste befürchtet.“ Er sei froh, dass so viele Barther zur Wahl gegangen sind.

Karoline Preisler, die 12,4 Prozent der Stimmen erhielt, lobte ebenfalls die Wahlprogramme aller Kandidaten. „Alle Kandidaten werden an der Umsetzung dieser vielen Ideen arbeiten. Barth hat heute Abend in jedem Fall gewonnen. So eine hohe Wahlbeteiligung ist ein sehr gutes Ergebnis.“ Enttäuscht, dass sie die Wahl nicht gewonnen habe, sei sie nicht. „Ich hatte eine gute Zeit und habe so viele tolle Feedbacks bekommen. Allein dafür hat es sich schon gelohnt“, sagte 47-Jährige.

Und auch der Wahlsieger lobte das Engagement seiner Mitbewerber. „Ich danke den anderen Kandidaten für den wunderbaren und fairen Wahlkampf“, sagte Hellwig. Alle vier Kandidaten hätten das gleiche Ziel gehabt, jedoch unterschiedliche Wege. „Die Angebote von allen Kandidaten waren gut.“

Gute Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung lag bei 54 Prozent. „Ein gute Wahlbeteiligung“, sagte Frierich-Carl Hellwig. Bei der vergangenen Bürgermeisterwahl am 14. September 2014 lag die Wahlbeteiligung bei 48,4 Prozent. Dr. Stefan Kerth (SPD) gewann damals gegen Dr. Gerd Albrecht (CDU) mit 75,3 Prozent.

Friedrich-Carl Hellwig wird nun Nachfolger von Dr. Stefan Kerth, der im April zum Landrat Vorpommern-Rügens gewählt worden war und diesen Posten Anfang Oktober übernommen hatte. Bei der Stichwahl zum Landrat lag die Wahlbeteiligung in diesem Jahr bei 27,16 Prozent.

Nur in einem Wahllokal unter 50 Prozent

883 Wahlberechtigte nutzten die Möglichkeit der Briefwahl. Bei den Briefwählern erreichte Friedrich-Carl Hellwig 59,9 Prozent der Stimmen. Im Wahllokal im Gymnasium erreichte der Gewinner 57 Prozent. Im Wahllokal Bibliothek erreichte der 52-Jährige 47, 5 Prozent. Im Wahllokal im Rathaus machten 52,5 Prozent der Wähler ihr Kreuz bei Friedrich-Carl Hellwig, im Kulturhaus HdW 50 Prozent. Im Wahllokal Nobert-Schule erreichte Hellwig 55,7 Prozent, in der Liebknecht-Schule 47,7 Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung lag gestern bei 54 Prozent. 3842 von insgesamt 7115 Wahlberechtigten gingen zur Wahl.

Robert Niemeyer und Anika Wenning

Friedrich-Carl Hellwig gewinnt mit 53,4 Prozent der Stimmen.

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