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Burg Divitz: Drescher sieht Land in der Pflicht

Divitz/Stralsund Burg Divitz: Drescher sieht Land in der Pflicht

Der Landrat lehnt eine finanzielle Beteiligung des Kreises an der Sanierung oder dem Betrieb ab

Divitz/Stralsund. Landrat Ralf Drescher (CDU) sieht das Land in der Pflicht, wenn es um die Sanierung der Wasserburg Divitz geht. Gleichzeitig erteilt er damit der Variante, dass der Landkreis in die Sanierung oder den Betrieb des historischen Kulturgutes einsteigt, eine Absage. „Die Eigenanteile für die Sanierung und die Mittel für den Betrieb der Wasserburg sind vor Ort nicht aufzubringen“, sagte Drescher der OZ.

 

OZ-Bild

Ralf Drescher (CDU)

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Bei einem zweistelligen Millionenbetrag für den Sanierungsaufwand und einer Förderung von 90 Prozent läge der Eigenanteil ebenfalls im Millionenbereich. „Wie das zu leisten ist, bleibt ungeklärt“, so der Landrat. Da sich der Kreis in der Haushaltskonsolidierung befindet, verbiete „es die Kommunalverfassung, dass wir weitere freiwillige Ausgaben leisten oder Verpflichtungen mit finanziellen Risiken eingehen.“

Er sei zwar dankbar für das Angebot des Wirtschaftsministeriums. Aber: „So euphorisch, wie der Landtagsabgeordnete Dietmar Eifler sich zu Wort meldet, bewerte ich das Angebot nicht.“ Das Wirtschaftsministerium hatte eine 90-prozentige Förderung des Vorhabens in Aussicht gestellt unter der Voraussetzung, dass ein Nutzungskonzept erstellt wird und das Amt Barth oder der Landkreis sich als Gläubiger ersten Ranges ins Grundbuch eintragen lassen (die OZ berichtete). „In Mecklenburg betreibt das Land neun ähnliche Denkmale, im Landesteil Vorpommern nur eines. Besser wäre also weiterhin die Übernahme durch das Land“, so der Landrat.

Auf jeden Fall sei die Wasserburg Divitz erhaltenswert. Darum stehe an erster Stelle die notwendige Sicherung des Denkmals. „Die Möglichkeit, dies nutzungsunabhängig zu tun, ist eine lange bekannte Forderung des Landkreises und wird nun erneut geprüft. So würden wir Zeit für eine gründliche Suche nach Betreiber und Nutzung gewinnen.“ Erst wenn ein tragbares und finanziell abgesichertes Nutzungskonzept vorliegt, solle die Wasserburg weiter ausgebaut und betrieben werden.

ron

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