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Ribnitz-Damgarten Den Kampf doch verloren
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Den Kampf doch verloren
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18:56 11.10.2018
Mehr als 2000 Menschen hatten sich im Namen der Prerower Ärztin Inka Horn als Stammzellenspender registrieren lassen. Quelle: Robert Niemeyer
Prerow

„So eine tolle Frau und Ärztin ist zu früh von uns gegangen.“ „Es ist, als verschwände ein Schiff hinter dem Horizont.“ „Das ist so unendlich ungerecht.“

Nur drei Beispiele der Anteilnahme.

Eine traurige Nachricht hat am Dienstag für große Betroffenheit gesorgt. Die Prerower Frauenärztin Inka Horn hat den Kampf gegen den Krebs verloren. „Uns ist hier auf Erden ein sehr wertvoller Mensch genommen worden. Im Himmel jedoch gibt es jetzt einen wunderbaren Engel mehr, welcher sicher hier und da vorbeischauen wird“, schreiben die Unterstützer Inka Horns im Internet im sozialen Netzwerk Facebook auf der Seite „Inka muss leben“.

Monatelang hatte die Ärztin gegen den Blutkrebs gekämpft. Tausende nahmen Anteil am Schicksal der dreifachen Mutter, die über ihren Beruf hinaus engagiert und beliebt war. Bis gestern Abend reagierten mehrere Hundert Facebook-Nutzer auf die Nachricht vom Tod Inka Horns und bekundeten ihr Beileid.

Hoffnung bis zum Schluss

Dabei standen die Chancen auf eine Genesung trotz Höhen und Tiefen bis vor wenigen Wochen noch gut. Anfang Juli erhielt Inka Horn die lang ersehnte Stammzellentransplantation. Zuvor hatte sie im April einen Rückschlag verkraften müssen, als während der laufenden Chemotherapie bereits ein Spender gefunden worden war, der – wie sich herausstellte – allerdings selbst an einer Vorstufe von Leukämie erkrankt war. Anfang März war bei der Prerower Ärztin eine besonders aggressive Form von Blutkrebs diagnostiziert worden.

„Trotz erfolgreicher Stammzellenspende und Eurer tausendfachen Unterstützung war es letztlich ein Infekt, der Inka nach einem langen und sehr schweren Kampf das Leben kostete“, heißt es auf der Seite „Inka muss leben“. Die Gedanken der Seitenbetreiber und der vielen Unterstützer seien jetzt vor allem bei der Familie Inka Horns. „Wir sollten im Hinblick auf die schwere Zeit, die Inkas engsten Angehörigen und Freunden bevorsteht, unserer lieben Inka still gedenken.“ Im November soll eine Abschiedsfeier stattfinden, das Einverständnis der Familie vorausgesetzt.

Welle der Solidarität

In den Wochen und Monaten nach Bekanntwerden der Krankheit hat es in der Region eine enorme Solidaritätswelle gegeben. An vielen Orten fanden Aktionen statt, bei denen sich Menschen als Stammzellenspender registrieren lassen konnten. Unter anderem stellten die Feuerwehren im Amtsbereich Barth und im Amtsbereich Ribnitz-Damgarten ihre Gerätehäuser dafür zur Verfügung. Mehr als 2000 Menschen beteiligten sich an den Typisierungsaktionen im Namen der Prerower Ärztin.

Ähnliche Schicksale bewegen immer wieder viele Menschen, sich als Stammzellenspender registrieren zu lassen, wie etwa bei dem sechsjährigen Kevin aus Leyerhof. Rund 1000 Menschen ließen sich hier in seinem Namen typisieren. Im August vergangenen Jahres war bei bei dem Jungen Leukämie diagnostiziert worden. Doch auch er verlor Anfang September den Kampf.

Niemeyer Robert

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