Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Der Winter naht: Der Bauhof ist vorbereitet
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Der Winter naht: Der Bauhof ist vorbereitet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:52 04.12.2017
Sybille Wulf zeigt das Salzlager des Bauhofs. Dank des milden vergangenen Winters sind noch etwa 60 Tonnen übrig. Quelle: Robert Niemeyer
Anzeige
Ribnitz-Damgarten

Nicht nur Weihnachten, auch der Winter kann kommen. Auch wenn sich wohl gerade Autofahrer einen strengen Winter eher nicht wünschen, der Bauhof der Stadt Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) ist vorbereitet. „Wir sehnen uns nicht unbedingt danach, aber wir sind gut gerüstet“, sagt Martin Weiß, Leiter des Bauhofes.

Ribnitz-Damgarten: 60 Tonnen Streusalz sind aus dem letzten Jahr noch übrig.

Das Salzlager in der Freudenberger Straße ist dank des milden vergangenen Winters noch gut gefüllt. Etwa 50 bis 60 Tonnen liegen dort noch bei einer Gesamtlagerkapazität von 75 Tonnen. „Aber das wird sicherlich nicht reichen“, ist sich Sybille Wulf vom Bauhof sicher. Mit dem Lieferanten aus Rostock hat die Stadt einen Vertrag über 200 Tonnen pro Jahr. Im vergangenen Winter sind insgesamt 120 Tonnen Streusalz verbraucht worden.

Fertig bis zum Berufsverkehr

In den vergangenen Wochen wurde außerdem der Fuhrpark des Bauhofes für den Winter fit gemacht. Sechs Traktoren und zwei Multicars stehen bereit, um die Wege und Straßen im Gebiet der Bernsteinstadt zu räumen. „Die Routen sind vorgegeben. Vorrang haben die wichtigen Straßen“, sagt Sybille Wulf. Das sind unter anderem die Zufahrt zum Krankenhaus und die Schulwege, aber auch wichtige Straßen für den Berufsverkehr wie etwa die Lange Straße in Ribnitz oder die Saaler Chaussee in Damgarten. „Das große Ziel ist es, vor dem Berufsverkehr alles beräumt zu haben“, sagt Wulf. Ein ehrgeiziges Ziel, wenn man bedenkt, dass neben Ribnitz und Damgarten auch noch 16 weitere Ortsteile zu befahren sind.

Dabei teilt sich der Bauhof das Gebiet mit der Kreisstraßenmeisterei, die im Winter-Fall nicht nur die B105, sondern auch die Landesstraßen wie den Körkwitzer Weg, die Rostocker Straße oder die Barther Straße freischiebt. „Man kennt sich, grüßt sich und hilft sich auch“, sagt Sybille Wulf zum Umgang mit den Kollegen.

Kommt es ganz streng, können auch Landwirte aus der Region zur Hilfe gerufen werden. Eine Schneefräse für besonders hohe Schneewehen hat der Bauhof außerdem. Neben den Fahrzeugen sind die Mitarbeiter des Bauhofes auch zu Fuß unterwegs, um zum Beispiel Bushaltestellen oder Treppen vom Schnee zu befreien.

Wecken per WhatsApp

Der Schneeeinsatz ist dabei eine Sache für Frühaufsteher. Vom 1. November bis zum 30. März bekommt der Bauhof zwar täglich eine Wetterprognose. „Oft wissen wir schon am Abend vorher, ob wir rausfahren müssen“, sagt Sybille Wulf. Trotzdem schaut Bauhofleiter Martin Weiß jeden Morgen um 3.45 Uhr aus dem Fenster. Hat’s geschneit, werden die Mitarbeiter „geweckt“, entweder per Whats-App-Gruppe oder per Anruf. Die Fahrzeuge werden mit Streusalz beladen, dann schwärmen sie aus. „Auch wenn es früh ist, man kann sich darauf einstellen“, sagt Martin Holtz, Mitarbeiter des Bauhofs und einer der „Ersthelfer“ für den Wintereinsatz.

In den amtsangehörigen Gemeinden Schlemmin, Semlow und Ahrenshagen-Daskow ist der Bauhof allerdings nicht zuständig. Dort sind Verträge mit privaten Unternehmen abgeschlossen worden, die den Winterdienst in den kleinen Gemeinden übernehmen.Und wie wird der Winter? „Längerfristig lässt sich das Wetter nicht wirklich voraussagen“, sagt Sybille Wulf. Und weil der Wintereinbruch deshalb zumindest gefühlt für viele plötzlich kommt, bittet sie die Autofahrer um Rücksichtnahme und angepasste Fahrweise. Denn auch so machen Pkw musste der Bauhof im Winter schon aus dem Graben ziehen. Und das ist ja nicht die Kernaufgabe.

Robert Niemeyer

Mehr zum Thema

Der kalten Jahreszeit entfliehen Urlauber gerne mit Reisen zu Schönwetter-Zielen. Doch die sind von Deutschland aus für Reisebusse außer Reichweite. Also denken die Busreiseanbieter um - und setzen auf Weihnachten und Wintersport.

30.11.2017

Der Siedepunkt für Alkohol ist niedriger als für Wasser. Das ist wichtig für das Erhitzen von Glühwein. Denn der Punsch schmeckt am besten, wenn Alkohol und Aroma erhalten bleiben.

30.11.2017

In vielen Teilen Deutschlands erreichen die Temperaturen nachts bereits den Gefrierpunkt. Höchste Zeit also, das Kühlwasser mit Frostschutz zu versehen. Beim Kauf können sich Autofahrer an der Farbe orientieren.

04.12.2017

Bei Bettina Engel in Lüdershagen bei Barth lebt die wohl älteste Milchkuh Mecklenburg-Vorpommerns.

10.03.2018

Erbengemeinschaft plant Umnutzung des Ahrenshooper Kultrestaurants zu Ferienwohnungen.

17.04.2018

Nach dem Überfall in Göhren konnte das 56 Jahre alte Opfer keine genaue Beschreibung des Täters abliefern. Allerdings hat die Polizei offenbar DNA des Täters sichergestellt.

17.01.2018
Anzeige